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Insider-Interview

Berufseinstieg bei Jungheinrich: Erfahrungen

Berufseinstieg bei Jungheinrich: Erfahrungen

Daniel Erbeck (26) hat Business Administration an der Hochschule für Ökonomie und Management in Essen studiert, bevor er als Vertriebsreferent im Bereich Neugeschäft „Serie“ bei Jungheinrich eingestiegen ist. Der Jobbörse ABSOLVENTA berichtet er von seinen Erfahrungen im Auswahlprozess, der Zusammenarbeit mit den Kollegen sowie von der Work-Life-Balance in seinem Job.    

Hallo Daniel, welche Stelle bekleidest du nach deinem Berufseinstieg bei Jungheinrich?

Seit August 2014 bin ich bei Jungheinrich als Vertriebsreferent im Bereich Neugeschäft „Serie“ eingesetzt. Ich bin im Vertriebszentrum Westfalen mit der Vertriebsniederlassung in Dortmund.

Wie lief das Auswahlverfahren für deine Stelle bei Jungheinrich ab?

Die Stellenanzeige habe ich auf der Jungheinrich-Homepage gefunden. Nachdem ich mich online beworben hatte, bekam ich ca. sechs Wochen später eine Einladung zu einem ersten Vorstellungsgespräch in der Niederlassung in Dortmund. Das Gespräch fand zusammen mit einer Personalerin und dem Leiter des Vertriebszentrums statt.

Nach einer kurzen Vorstellung von Seiten meiner Gesprächspartner ging es im Hauptteil des Gesprächs um meine Person. In einem durchweg freundlichen Gespräch durfte ich zunächst meinen Werdegang beschreiben und bisherige Tätigkeiten genauer erklären. Das Gespräch entwickelte sich relativ schnell weg von einem „klassischen“ Bewerbungsgespräch hin zu einem offenen Dialog, in dem es um mehr als nur berufliche Aspekte ging. Nie entstand der Eindruck eines einseitigen Verhörs, sodass ich schnell meine Nervosität verlor. Es wurden entgegen meiner Erwartungen keine Fragen zu verschiedenen Kennzahlen des Jungheinrich-Konzerns gestellt. Stattdessen ging es auch viel um die grundsätzliche Frage, ob ich zur Firma Jungheinrich und in das Team passe. Nachdem das Gespräch nach ca. zwei Stunden vorbei war, wurde mir eine kurzfristige Rückmeldung innerhalb weniger Tage zugesichert.

Bereits drei Tage später bekam ich dann den Anruf aus der Personalabteilung, dass mich Jungheinrich bei einem halben Probetag im Außendienst näher kennenlernen möchte. An diesem zweiten Vorstellungstermin durfte ich dann mit meinem zukünftigen Vorgesetzten bzw. Regionalverkaufsleiter zwei Kundenbesuche durchführen, um einen Einblick in den Arbeitsalltag zu bekommen.

Wie ging der Auswahlprozess nach dem Probetag dann weiter?

Da ich als Vertriebsreferent neben dem Seriengeschäft der Neufahrzeuge auch die Abteilungen Kundendienst und Systemgeschäfte durchlaufen würde, hatte ich anschließend noch weitere Gespräche für ein erstes Kennenlernen zusammen mit den zuständigen Abteilungsleitern, welche auch durchweg freundlich und offen verlaufen sind. Das Schlussgespräch am zweiten Vorstellungstag mit unserem Vertriebsniederlassungsleiter wurde mit einer zugesicherten Rückmeldung in den nächsten Tagen beendet. Diese erfolgte telefonisch prompt nach zwei Tagen mit der erhofften Zusage.

Angenehm war, dass ich zu jedem Zeitpunkt des Bewerbungsprozesses über den Status meiner Bewerbung Bescheid wusste. Insgesamt dauerte es von der Bewerbung bis zur Zusage ca. acht Wochen.

Welche Tipps kannst du anderen Bewerbern für den Auswahlprozess geben?

Um bei Jungheinrich seine Karriere zu starten ist es wichtig, ein persönliches Interesse an den Produkten und der Firma mitzubringen und zu zeigen, dass man die Arbeit nicht nur als einen Job sieht. Außerdem sucht Jungheinrich in meinen Augen keine klassischen Theoretiker, sondern legt viel Wert auf authentische Teamplayer, die zielstrebig, motiviert und überzeugend auftreten.

Im Vorfeld sollte man sich darüber im Klaren sein, ob die Arbeit im Außendienst wirklich etwas für einen ist und man bereit ist viel dafür zu geben. Ein durchgeplanter Arbeitsalltag, wie man ihn teilweise im Büro vorfindet, stellt im Außendienst nicht die Regel dar. Flexibilität und Belastbarkeit sind entscheidende Grundvoraussetzungen.

Deine ersten Tage bei Jungheinrich: kaltes Wasser oder warmer Empfang?

Ganz klar: Ich habe einen warmen Empfang bekommen. Vor dem ersten Tag und in den ersten Wochen war ich selbstverständlich sehr aufgeregt wegen der vielen neuen Aufgaben und Kollegen, was sich aber durch die freundliche Aufnahme schnell gelegt hat.

Wie liefen deine ersten Arbeitstage ab?

In der ersten Woche habe ich verschiedene Fachbereiche unserer Niederlassung durchlaufen, wobei ich den Kollegen aus der Mietabteilung, der Gebrauchtabteilung, der Kundendienstabteilung und der Systemabteilung über die Schultern schauen durfte. Auch einen Tag draußen im Kundendienst durfte ich verbringen – spannend zu sehen, welche Leistung unsere Techniker jeden Tag beim Kunden erbringen. 

Besonders diese ersten Wochen, in denen ich die Kollegen kennenlernen durfte und die ersten Einblicke in die Prozesse bekommen habe, haben mir bei der Bildung eines internen Netzwerkes sehr geholfen. Im Vertriebszentrum Westfalen gibt es sehr viele Kollegen in meinem Alter, die mich schnell ins Team integriert haben. Um auch auf Basis der Jungheinrich-Produkte einen guten Einstieg zu bekommen, durfte ich bereits nach wenigen Wochen in das Jungheinrich Traniningscenter nach Hamburg. Dort habe ich viele andere Neueinsteiger und Referenten aus anderen Niederlassungen kennengelernt. So hat man auch  standortübergreifend Arbeitskollegen, die einem bei Problemstellungen behilflich sein können.

Vor allem als Berufseinsteiger gibt es noch viel zu lernen. Wie sind bei Jungheinrich die Betreuung und das Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Durch meine selbstständige Arbeit im Außendienst direkt beim Kunden ist es so geregelt, dass ich meinem Vorgesetzten wöchenlich Rückmeldung über die Lage im Verkaufsgebiet, über Projekte und über eventuelle Probleme gebe. Dies soll nicht als Kontrolle von Seiten meines Vorgesetzten verstanden werden, sondern vor allem als Möglichkeit für mich einiges dazuzulernen.

Zusätzlich gibt es ein jährliches Feedback-Gespräch, bei dem mit dem Verkaufsleiter bzw. dem Vertriebszentrumsleiter darüber gesprochen wird, in welche Richtung die Entwicklung bei Jungheinrich gehen soll und welche Ziele für die nächste Zeit angestrebt werden. Durch die sehr nahe und teamorientierte Führung unserer Vorgesetzten können gleichzeitig Wünsche und Verbesserungen berücksichtigt werden, die direkt auf Niederlassungsebene umgesetzt werden können.

Was war deine erste große Aufgabe bei Jungheinrich?

Meine erste Aufgabe bei Jungheinrich war es, ein bestehendes Verkaufsgebiet mit Unterstützung durch einen erfahrenen Kollegen aufzuarbeiten, speziell die kleineren und mittleren Kunden zu akquirieren und für Jungheinrich zu begeistern. Das Ziel war es, in einer „Hochburg des Wettbewerbs“ die Bekanntheit Jungheinrichs zu stärken und erste Fahrzeuge eigenständig zu verkaufen sowie Bedarfsfälle aufzudecken. Hierbei wurde ich durch unseren Regionalverkaufsleiter unterstützt, mit dem ich größere Kundentermine zusammen wahrnehmen konnte. Die Aufgaben haben sich direkt stark an denen eines zertifizieren Jungheinrich Fachberaters orientiert, die auch ihre Anfragen dann direkt an mich als Ansprechpartner gerichtet haben.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Berufsalltag?

Mittlerweile habe ich die Krankheitsvertretung eines Kollegen übernommen und betreue somit aktuell ein „eigenes“ Verkaufsgebiet, für das ich auch die vollständige Verantwortung übernommen habe. Damit verbunden ist sowohl die Akquisition von Neukunden, die Bedarfsaufnahme bei Neuanschaffungen, die Angebotserstellung und Ausarbeitung, die Auftragsverhandlung mit den Kunden, die Einweisung und Übergabe der Fahrzeuge sowie die damit verbundene  Reklamationsbearbeitung. Was die Arbeitszeit betrifft, so halte ich mich hierbei an unsere Kunden und die vereinbarten Termine, die im Vorfeld natürlich gut vorbereitet werden müssen. Während der Zeit als Referent arbeite ich noch nicht von einem Homeoffice aus, wie ich es später als Fachberater tun kann. Das hat einfach den Grund, dass ich in der Niederlassung die Möglichkeit habe direkt in die Unterlagen zu schauen und Unklarheiten zu klären.

Welche Eigenschaften muss man deines Erachtens mitbringen, um nach dem Berufseinstieg bei Jungheinrich auch einen guten Job zu machen?

Grundsätzlich sollte man ein motiviertes Auftreten verbunden mit einem gewissen Maß an Ehrgeiz und einem ausgeprägten Gefühl für das eigene Zeitmanagement mitbringen. Im Außendienst plant man Arbeitsabläufe selbstständig und koordiniert die Termine mit den Kunden – da sollte man jederzeit den Überblick behalten.

Durch den täglichen Kontakt mit den unterschiedlichsten Kunden sind bei Jungheinrich außerdem Freundlichkeit und ein authentisches Auftreten unverzichtbar – ebenso wie eine ausgeprägte Kommunikationsstärke, damit man im Kundengespräch überzeugen und begeistern kann.

Von der Hochschule ins Arbeitsleben: Wie steht es mit der Work-Life-Balance in deinem Job?

Durch den Tarifvertrag der IG Metall ist eine Wochenarbeitszeit von 35 Stunden vereinbart. Im Vertrieb ist es normal, dass man mal länger bleibt, zum Beispiel wenn ein Kundentermin am späten Nachmittag ansteht. Das stört mich aber nicht, da mir die Arbeit wirklich Spaß macht – und außerdem gibt es auch Tage, an denen ich früher nach Hause gehen kann. Im Außendienst stehen mir in einem gewissen Maße auch einige Freiheiten zu, die zum Beispiel im Büro nicht möglich wären. Insgesamt ist es gut möglich, Beruf und Freizeit unter einen Hut zu bringen.

Wie zufrieden bist du mit deinem Einstiegsgehalt bei Jungheinrich?

Das Einstiegsgehalt bei Jungheinrich ist in meinen Augen sehr fair; schließlich werden die Gehälter nach IG Metall-Vertrag bezahlt. Darüber hinaus wird je nach Zielerreichung noch eine leistungsbezogene jährliche Zulage gezahlt. Dadurch kann ich mich direkt an die späteren Anforderungen, die an einen Fachberater gestellt werden gewöhnen, da diese in der Regel provisionsorientiert arbeiten. Zusätzlich zum Gehalt wird mir ein Firmen-PKW gestellt, welchen ich auch zu 100 Prozent privat nutzen darf.

Den Berufseinstieg hast du geschafft. Welche Pläne hast du für deine weitere Karriere bei Jungheinrich?

Zurzeit durchlaufe ich noch die Schulungen und werde voraussichtlich zum Ende dieses Jahres meine Zertifizierung zum Fachberater ablegen. Zunächst möchte ich noch die anderen Abteilungen bei Jungheinrich näher kennenlernen und die Prozesse noch besser verstehen. Für die Zukunft kann ich mir durchaus eine Tätigkeit als zertifizierter Fachberater mit einem eigenen Verkaufsgebiet vorstellen und irgendwann später eine führende Position mit Personalverantwortung für ein Team zu haben. Durch die enge Kommunikation mit den Vorgesetzten ist mir Jungheinrich in der Planung auch sehr behilflich und bietet viele Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung.

Vervollständige zum Schluss bitte noch diesen Satz: Arbeiten bei Jungheinrich ist . . .

… eine wirkliche Bereicherung für mein Leben, da ich die Arbeit perfekt mit meiner Freizeit und meinen Hobbys verbinden kann und ich Spaß an der Verbindung von Maschinenbau und Kunden habe.

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