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Insider-Interview

Berufseinstieg bei Boris Gloger: Erfahrungen

Berufseinstieg bei Boris Gloger: Erfahrungen

Wilfried Hajek (30) hat seinen Magister-Abschluss in Psychologie an der Universität Klagenfurt absolviert und war danach Doktorand an der TU Chemnitz. Seit seinem Einstieg bei Boris Gloger leitet er als Junior Consultant ein Team von fünf Personen. Im ABSOLVENTA Interview spricht er darüber, was ihn am Auswahlprozess beeindruckt hat, wie seine ersten Tage abliefen und was er sich für seine Zukunft bei Boris Gloger wünscht.

Hallo Wilfried, welche Stelle bekleidest du nach deinem Berufseinstieg bei Boris Gloger?

Ich bin derzeit bei Boris Gloger als Junior Consultant angestellt und führe als ScrumMaster ein Team von fünf Personen.

Wie lief das Auswahlverfahren für deine Stelle bei Boris Gloger ab?

Ich habe mich bei Boris Gloger auf eine Onlineausschreibung hin beworben. Davor habe ich mich ausführlich mit Scrum auseinandergesetzt, um zu wissen, worum es in meinem eventuell zukünftigen Berufsfeld geht. Nach ca. zwei Wochen erkundigte ich mich telefonisch nach dem Stand. In dem sehr freundlichen Gespräch wurde mir versprochen, dass meine Bewerbung direkt an Boris Gloger weitergeleitet werden würde. Mit ihm führte ich dann ein erfolgreiches einstündiges Gespräch, woraufhin die Einladung zu einem zweiten, persönlichen Vorstellungsgespräch folgte. Dieses fand mit einem Consultant und der Personalreferentin Frau Fierus vor Ort in Baden-Baden statt.

Beeindruckt hat mich vor allem die persönliche Atmosphäre bei den Gesprächen. Das äußerte sich vor allem darin, dass meine Gesprächspartner wirklich etwas über mich erfahren und den persönlichen Fit für die Firma ausloten wollten. So wurde ich zum Beispiel gebeten, etwas zu erzählen, was nicht aus meinen Unterlagen hervorging oder zu erläutern, welche Musik in einem Boris-Gloger-Lokal laufen würde und wie es aussehen würde. Außerdem wurde ich ermuntert Fragen zu stellen und hatte das Gefühl, dass auch kritischere Fragen mit einem offenen Ohr angenommen und beantwortet wurden.

Insgesamt hat der Bewerbungsprozess ca. zwei Monate gedauert. Die letztendliche Zusage erhielt ich noch an dem Tag, an dem das letzte Gespräch stattgefunden hatte. Man war sichtlich bemüht mich nicht warten zu lassen – das beeindruckte mich menschlich sehr.

Welche Tipps kannst du anderen Bewerbern für den Auswahlprozess geben?

Da man wie gesagt sehr darauf bedacht ist, das Gespräch persönlich zu gestalten, gibt es keinen Bewerbungsratgeber, der einen darauf vorbereiten kann. Letztendlich kommt es bei Boris Gloger darauf an, ob man als Person zur Firma passt und der Typ für einen Job im Bereich Consulting ist. Gerade als Junior ist das fachliche Knowledge zweitrangig, umso mehr sollte aber die Begeisterung für das Thema Scrum spürbar sein. Ich würde jedem Bewerber empfehlen, sich im Vorfeld mit Scrum auseinanderzusetzen und im Gespräch mit einem Consultant über die Reisetätigkeit zu reden. Wer mit dem Reisen gut zurechtkommt und an Scrum glaubt, den erwartet eine der spannendsten Stellen, die man sich vorstellen kann.

Deine ersten Tage bei Boris Gloger: kaltes Wasser oder warmer Empfang?

Die ersten Tage bei Boris Gloger waren eine Mischung aus beidem. Ich wurde vorab bereits zu einem internen Consultingtag eingeladen, der alle zwei Monate stattfindet. Dort wurde ich von den Kollegen sehr freundlich begrüßt – wir gingen am Vorabend etwas trinken und ich lernte schnell, dass es hier anders zuging als in anderen Firmen. Die Atmosphäre war offen und freundlich. Man war an mir interessiert und die Leute hatten trotz Projektstress Zeit sich mit mir zusammenzusetzen und mich kennenzulernen. Direkt vor Ort bekam ich auch gleich meine Mentorin vorgestellt, die sich in den ersten Wochen um meine Belange kümmerte. Beeindruckt hat mich, dass sich die Firma selbst an diesem Consultingtag konstruktiv in großer Runde damit auseinandergesetzt hat, was in letzter Zeit gut gelaufen ist und was man verbessern kann. Boris Gloger hat tatsächlich den Anspruch zu lernen und kontinuierlich mit seinen Mitarbeitern besser zu werden.

Nach dem Aushändigen der technischen Geräte ging es dann bereits am zweiten Tag zu einer Konferenz und die Woche darauf wurde ich direkt zu einem Vorstellungsgespräch mit einem Kunden eingeladen. Nach drei Wochen bei Boris Gloger war ich dann schon bei den Kunden als Consultant für mein Team verantwortlich. Das war zum Teil schon ein Sprung ins kalte Wasser, andererseits hat man sich Mühe gegeben mich so gut wie möglich vorzubereiten und ich hätte es auch nicht anders gewollt. Für mich ist es wichtig, schon früh Verantwortung übernehmen zu dürfen und meine eigenen Entscheidungen treffen zu können.

Vor allem als Berufseinsteiger gibt es noch viel zu lernen. Wie sind bei Boris Gloger die Betreuung und das Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Wie bereits erwähnt, wird jedem Junior ein Mentor zur Seite gestellt, der für aufkommende Fragen zur Verfügung steht. Darüber hinaus gibt es bei den Projekten immer einen zweiten Consultant, welcher den Junior in der Anfangsphase unterstützt. Feedback wird bei Boris Gloger großgeschrieben, sollte aber auch vom Junior eingefordert werden. Toll ist, dass nicht nur der Mentor, sondern die komplette Firma inklusive Boris selbst bereit ist, auf Anfrage Feedback zu geben. Dabei geht es uns als Firma vor allem darum den Mitarbeiter weiterzuentwickeln. Gemäß dem Slogan „Inspect and Adapt“ dürfen die Mitarbeiter Fehler machen, sollen sich aber dadurch auch weiterentwickeln und lernen. „Up or Out“ wie bei anderen großen Consultingfirmen ist bei uns kein Thema. Als ich während meiner Probezeit einen Workshop gehalten hatte und das Feedback eher negativ ausfiel, nahm mir mein Mentor sofort die Unsicherheit, machte mir Mut und half mir, eine Follow-up E-Mail zu schreiben. Auch mit Boris Gloger sprach ich darüber und bat um ein Seminar in dem Bereich, in dem ich Probleme hatte. Auch hier stieß ich auf Verständnis für Fehler und bekam die Möglichkeit, den gewünschten Workshop zu besuchen. Diese Art der Fehlertoleranz und Menschlichkeit beeindruckt mich jeden Tag.

Obwohl wir diese starke Feedbackkultur bei Boris Gloger leben, lernen die Juniors aber recht schnell selbstständig zu arbeiten, was sehr wichtig ist, da letztendlich niemand auf einen Projekt 24 Stunden hinter einem stehen kann. Insofern bekommen unsere Juniors sehr schnell eigene Verantwortungsbereiche.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Berufsalltag?

Ich leite ein eigenständiges Scrum Team als ScrumMaster. Bereits nach einer Einlernphase von zwei Wochen durfte ich selbstständig das Team führen. Ich habe aber innerhalb meiner Firma und in der Nebenabteilung vor Ort immer Ansprechpartner, wenn ich mal an einer Stelle nicht weiter weiß. Meine Tätigkeiten beziehen sich letztendlich darauf die Produktivität des Teams zu erhöhen, dem Team bei jeglichen Hindernissen zur Seite zu stehen und diese gemeinsam mit ihnen aus dem Weg zu räumen. Darüber hinaus ist es mir ein Anliegen, die Teamkommunikation innerhalb und zwischen den Teams zu erhöhen und den Leuten zu ermöglichen, Freude am Arbeiten und den eigenen Tätigkeiten zu finden.

Welche Eigenschaften muss man deines Erachtens mitbringen, um nach dem Berufseinstieg bei Boris Gloger auch einen guten Job zu machen?

Letztendlich sollte man wissen, warum man den Job als Scrum Consultant macht. Wir bei Boris Gloger glauben alle auf die eine oder andere Art und Weise, dass wir die Welt mit unserer Arbeit ein Stückchen verändern können. Ich für meinen Teil finde es hilfreich Menschen zu mögen und Win-win Situationen zu forcieren. Letztendlich transformieren wir Firmen und etablieren einen kulturellen Wandel – da kann es auch einmal emotional werden. Nützlich sind dann sicherlich Durchhaltevermögen, Stressresistenz und Einfühlungsvermögen.

Von der Hochschule ins Arbeitsleben: Wie steht es mit der Work-Life-Balance in deinem Job?

Die Work-Life-Balance ist für neue Mitarbeiter sicherlich eine der größten Herausforderungen. Jeder ist für sich verantwortlich und muss wissen, wann er aufhört für die Firma oder den Kunden zu arbeiten. Bei mir hat sich über die Zeit eine Art Regelung eingeführt, dass ich das Handy am Wochenende abschalte und abends für gewöhnlich gegen 17:00 oder 18:00 nach Hause gehe. Generell bin ich vier Tage die Woche beim Kunden und einen Tag im Homeoffice oder im Office in Wien.

Wie zufrieden bist du mit deinem Einstiegsgehalt bei Boris Gloger?

Ich komme aus der Automobilbranche, die zu einer der bestbezahlten Branchen gehört – so gesehen wäre es sicherlich noch ausbaufähig (schmunzelt). Generell sollte man diese Stelle nicht wegen des Gehalts ausüben, sondern weil man ein wirkliches Interesse an der Tätigkeit hat. Wenn das gegeben ist, dann steigt das Gehaltslevel in den nächsten Jahren recht schnell. Darüber hinaus werden alle Consultants mit MacBooks und iPhones ausgestattet.

Den Berufseinstieg hast du geschafft. Welche Pläne hast du für deine weitere Karriere bei Boris Gloger?

Letztendlich möchte ich richtig gut in meinem Beruf werden. Dafür lerne ich täglich dazu und habe auch wirklich Spaß daran. In letzter Zeit ist es mir auch immer wichtiger, Dinge wieder zurückzugeben, die ich erhalten habe – es ist unglaublich, wie viele Menschen mich auf meinem Weg unterstützt haben und es noch immer tun. Das würde ich gerne auch meinerseits für Andere tun. Ich habe mit Boris Gloger einen Arbeitgeber gefunden, bei dem ich mich wohlfühle – klar gibt es hin und wieder mal Probleme, aber die darf es hier auch geben, ohne dass sie unter den Teppich gekehrt werden. In dem Wissen, dass ich den Beruf habe, den ich liebe, und einen Arbeitgeber, der mir die Möglichkeit gibt zu lernen, bin ich zuversichtlich, dass ein Karriereschritt nach dem nächsten wie von selbst passieren wird.

Vervollständige zum Schluss bitte noch diesen Satz: Arbeiten bei Boris Gloger ist . . .

für mich das Richtige – es gibt mir jeden Tag aufs Neue die Möglichkeit mich selbst als Berater und Mensch in dem Maß zu entwickeln, wie ich es gerade brauche.

 

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