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Berufseinsteiger im Interview

Berufseinstieg bei Rohde & Schwarz: Erfahrungen

Berufseinstieg bei Rohde & Schwarz: Erfahrungen

Michael König studierte zunächst Elektrotechnik an der TU Dortmund bevor er als Entwicklungsingenieur für digitale Hardware bei Rohde & Schwarz begann. Im Interview mit ABSOLVENTA erzählt er von seinem Bewerbungsverfahren und seinen persönlichen Erfahrungen als Berufseinsteiger bei dem Elektronikkonzern.

Hallo Michael, wie hast du Rohde & Schwarz als Arbeitgeber kennengelernt und warum hast du dich für das Unternehmen als Arbeitgeber entschieden?

Die Ingenieure bei Rohde & Schwarz arbeiten an den Technologien von morgen und treiben damit die technologische Entwicklung entscheidend voran – dieser Aspekt war für meine berufliche Entscheidung, von Nordrhein-Westfalen nach München zu ziehen, ausschlaggebend. Ich habe das Unternehmen bereits während meines Studiums kennengelernt, da wir in unseren Laboren mit Geräten von Rohde & Schwarz gearbeitet haben und diese auch in einigen Vorlesungen benutzt wurden. Darüber hinaus nahm ich 2007 am internationalen Fallstudienwettbewerb von Rohde & Schwarz teil und hatte so die Möglichkeit, den Münchener Standort während der Finaltage näher kennen zu lernen. Es hat mir so gut gefallen, dass ich mich anschließend für ein Praktikum bewarb und angenommen wurde. Daraufhin war ich für ein halbes Jahr in München in der Abteilung für Digitale Hardware im Geschäftsbereich Messtechnik. Dort wird sowohl die Software für Mobilfunkstandards als auch die Hardware entwickelt, die sowohl die digitalen Basisbandsignale erzeugt, als auch die Konvertierung in das analoge Basisband vornimmt.

Wie lange bist du schon im Unternehmen und in welcher Position arbeitest du heute?

2011 bin ich direkt nach meinem Diplomstudiengang bei Rohde & Schwarz in meine heutige Position eingestiegen. Als Entwicklungsingenieur für digitale Hardware im Geschäftsbereich Messtechnik entwickle ich sowohl Hardware als auch die zugehörige Software. Mein damaliger Vorgesetzter aus dem Praktikum sprach mich an, ob ich nicht ins Unternehmen einsteigen möchte. Daraufhin hatte ich mich beworben.

Wie lief dein Bewerbungsprozess bei Rohde & Schwarz ab?

Nach Anregung durch meinen damaligen Vorgesetzten hatte ich meine Bewerbung an Rohde & Schwarz gerichtet. Kurze Zeit nach meinem Bewerbungseingang rief mich bereits die Personalabteilung an und lud mich zum Bewerbungsgespräch ein. Das Gespräch in der Münchner Zentrale dauerte etwa zweieinhalb Stunden, da ich mit verschiedenen Interviewpartnern sprechen konnte. Die Gespräche mit dem Verantwortlichen der Abteilung für digitale Hardware sowie dem Verantwortlichen der FPGA-Entwicklung, dienten dazu, mein fachliches Wissen abzufragen. Hier konnte ich in erster Linie zu meiner Diplomarbeit sprechen, die sich weitestgehend mit dem gleichen Thema beschäftigte wie die Position, die zu besetzen war. In einem nachfolgenden Gespräch mit einer Vertreterin aus der Personalabteilung wurde vor allen Dingen meine persönliche Eignung abgefragt. Eine Probeaufgabe musste ich nicht lösen, da ich mich bereits im Praktikum praktisch beweisen konnte. Ich war damals sehr zufrieden mit dem Bewerbungsprozess, da dieser sehr zügig ablief.

Welche Tipps kannst du anderen Bewerbern für den Auswahlprozess geben?

Bereits vor der Bewerbung ist es wichtig, erste Erfahrungen in der Praxis zu sammeln und Kontakte zu knüpfen. So können Kandidaten über einen längeren Zeitraum beweisen, dass sie den Aufgaben gewachsen sind. Generell denke ich, dass man über ein Praktikum bessere Chancen hat, sich verschiedene Unternehmen anzuschauen und so den richtigen Einstieg für sich zu finden.

Wenn du dich zurück erinnerst: Wie verlief dein Einstieg bei Rohde & Schwarz?

Nachdem die ganze IT und der Arbeitsplatz für mich eingerichtet waren, ging es direkt los. Ich bin in das gleiche Projekt eingestiegen, das ich bereits aus meinem Praktikum kannte und konnte so an meine damalige Arbeit anknüpfen. Ich hatte mich sehr darüber gefreut, da ich den Großteil meiner Arbeitskollegen bereits kannte und sofort loslegen konnte.

Wie zufrieden bist du mit deinem Einstiegsgehalt und anderen Leistungen von Rohde & Schwarz?

Das Einstiegsgehalt ist durch einen Tarifvertrag geregelt. Attraktiv ist darüber hinaus, dass Rohde & Schwarz noch viele zusätzliche Leistungen bietet. Das Unternehmen hat beispielsweise ein sehr gutes betriebliches Gesundheitsmanagement. Damit wird u. a. ein Fitnessstudio für die Mitarbeiter unterstützt, sodass man zu reduzierten Preisen trainieren kann. Darüber hinaus wird in eine betriebliche Altersversorgung für die Mitarbeiter investiert.

Vor allem als Berufseinsteiger gibt es noch viel zu lernen. Wie sind bei Rohde & Schwarz die Betreuung und das Feedback durch die Vorgesetzten geregelt? 

Bei Rohde & Schwarz lernt man on the Job, das heißt eigenverantwortlich aber mit großer Unterstützung durch Kollegen und regelmäßigem Feedback durch die Vorgesetzten. Die Intensität der Betreuung richtet sich dabei sicherlich nach der jeweiligen Persönlichkeit. Jeder erhält die Unterstützung, die er bedarf: derjenige, der am Anfang mehr Anleitung benötigt, genauso wie derjenige, der eher selbstständig arbeitet. Grundsätzlich wird die Eigenverantwortung ab dem ersten Arbeitstag bei uns groß geschrieben.

Darüber hinaus gibt es bei Rohde & Schwarz regelmäßige Feierabend-Treffen unter Einsteigern, die mit Hilfe eines entsprechenden internen E-Mail-Verteilers organisiert werden. Ich habe mich beispielsweise mit anderen, die auch in dem Monat oder zuvor bei Rohde & Schwarz eingestiegen sind, öfters mal abends gemeinsam zum Essen oder Trinken getroffen. Die Treffen bieten eine gute Gelegenheit, um sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen – auch zu Personen aus ganz anderen Bereichen. So lernt man nicht nur Gleichgesinnte, sondern auch das Unternehmen besser kennen.

Welche Herausforderungen gibt es in deinem Berufsalltag?

Ich sehe zweierlei Herausforderungen in meiner täglichen Arbeit. Einerseits die technologischen Herausforderungen, die meine Arbeit so interessant machen. Was ich zum Beispiel sehr spannend an Rohde & Schwarz als Unternehmen empfinde ist, dass wir am Rande des technologisch Machbaren arbeiten. Wir entwickeln heute die Messtechnik für die Geräte von morgen. Die Geräte also, die erst in den kommenden zwei, drei Jahren in den Consumer-Markt Einzug finden. Mir gefällt es, dass ich mich schon jetzt damit beschäftigen kann und so die Entwicklung der Technologien entscheidend mit vorantreibe.

Daneben gibt es auch noch die zeitlichen Herausforderungen. In der Wirtschaft ist es üblich, dass wir mit vielen Deadlines arbeiten. Das erfordert ein gutes Zeitmanagement. In meinem Team funktioniert das sehr gut, da sich untereinander alle gut verstehen und wir ein eingespieltes Team sind.

Wie begegnest du den Herausforderungen? Nutzt du dazu auch das vielfältige Weiterbildungsangebot von Rohde & Schwarz?

Die Schwierigkeit liegt darin, dass wir uns bei ganz neuen Technologien selbst in die Spezifikationen einarbeiten müssen, da diese noch nicht verbreitet sind. Auch gibt es in diesen Fällen kaum eine entsprechende Weiterbildung. In unserem Arbeitsumfeld ist das üblich, denn wir arbeiten mit Kunden zusammen, die neueste Mobilfunkstandards maßgeblich entwickeln. Unsere Aufgabe besteht darin, Messgeräte herzustellen, mit denen der Kunde in den nächsten drei Jahren arbeiten möchte. Das erfordert engen Kundenkontakt und fachliches Know-how, um den Erwartungshorizont bestmöglich abzustecken.

Um mich fachlich zu vertiefen, nutze ich auch den umfassenden Weiterbildungskatalog von Rohde & Schwarz. Zum Beispiel mache ich Fortbildungen zu Software-Werkzeugen, die ich vertiefen möchte. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, ein bisschen über den Tellerrand zu schauen und beispielsweise betriebswirtschaftliche Grundlagen zu erlernen oder einen Vortrag zum Thema Work-Life-Balance zu besuchen. Generell ist das Weiterbildungsangebot sehr vielfältig, weshalb ich es auch gerne wahrnehme und auch jedem empfehle.

Was macht für dich das Spannende an deiner Arbeit aus? Was motiviert dich besonders?

Am Rande des technologisch Machbaren zu arbeiten und Technologien von morgen zu entwickeln – das ist für mich das Spannendste bei Rohde & Schwarz. Mir gefällt es, zu verstehen, was hinter neuen Technologien steckt. So arbeite ich mit Bauteilen und Equipment, die anderen Firmen nur sehr selten zur Verfügung stehen.

Darüber hinaus freue ich mich immer, wenn eine Platine, die aus der Fertigung kommt, genauso funktioniert, wie ich sie konzipiert hatte. Das sind die kleinen oder größeren Erfolgserlebnisse, die mich in meiner täglichen Arbeit motivieren. Wenn wir für Geräte größere Freigaben erlangen, dann veranstalten wir beispielsweise eine kleine Feier mit dem Projektteam. Das ist eine schöne Anerkennung für die Leistung des gesamten Teams.

Welche fachlichen sowie persönlichen Kompetenzen und Fähigkeiten sollte man für deine Arbeit bzw. Position mitbringen?

Man benötigt ein solides Wissen in der Elektro- bzw. Nachrichtentechnik. Da ich in der Abteilung bin, die Signalgeneratoren herstellt, muss jeder Mitarbeiter zudem ein grundlegendes Verständnis von der HF-Technik haben. Darüber hinaus sind Kenntnisse in Programmiersprachen wie C++ und MATLAB wichtig. Ingenieure, die das Interesse haben, sich in neue Themengebiete einzuarbeiten, sind bei uns genau richtig. Man muss vorausschauend arbeiten können und darf sich nicht auf dem Status Quo ausruhen. Für mich gehören darüber hinaus Soft Skills wie Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke etc. zu jeder Position dazu. Alleine im stillen Kämmerlein lassen sich heutzutage die komplexen Aufgaben nicht mehr bewältigen – man benötigt die Unterstützung der Kollegen. Darüber hinaus gilt es, mit Liebe zum Detail und viel Geduld zu arbeiten. Denn: Wir betreuen viele Projekte mit einer heutzutage sehr langen Lebensdauer. Dafür benötigt man einen langen Atem, da man ein Projekt über mehrere Jahre betreut.

Was schätzt du persönlich an Rohde & Schwarz als Arbeitgeber?

Mir gefällt insbesondere die Atmosphäre bei Rohde & Schwarz, die dem geschuldet ist, dass es sich um ein Familienunternehmen handelt. Das Unternehmen ist keinem Quartalsdenken unterworfen, sondern auf Langfristigkeit ausgerichtet. Diese Stabilität gefällt mir persönlich sehr gut.

Ein Beispiel aus meinem Team: Bei uns herrscht eine tolle Atmosphäre, die unsere tägliche Arbeit sehr angenehm macht. Dass wir uns untereinander sehr gut verstehen, hilft ungemein, wenn es einmal stressiger werden sollte. Natürlich kann die Lage auch mal angespannt sein – es wird aber nie persönlich und bleibt emotional entspannt, sodass sich jeder auf die Arbeit konzentrieren kann.

Eine ausgeglichene Work Life Balance wird in unserem Arbeitsleben immer wichtiger. Wie findest du Ausgleich zu deiner anspruchsvollen Arbeit? Wie schätzt du insgesamt deine Balance zwischen Beruf und Privatleben ein? Profitierst du bei Rohde & Schwarz auch von den zahlreichen Angeboten, z.B. im Bereich betriebliches Gesundheitsmanagement, etc.? 

Meine Work-Life-Balance bei Rohde & Schwarz ist sehr ausgeglichen. Es gibt natürlich auch Projektspitzen – insbesondere zum Abschluss eines Projekts. Diese Phasen wechseln sich aber mit ruhigeren Phasen ab, in denen man dank der Gleitzeitregelung eventuell angefallene Überstunden abbauen kann. Im Privatleben finde ich dann meinen Ausgleich zur anspruchsvollen Arbeit im Sport. Ich habe durch die Nähe zu den Alpen die Berge für mich entdeckt – ich gehe viel Wandern und Mountain-biken und bin häufig rund um den Tegernsee oder im Karwendelgebirge unterwegs.

Darüber hinaus war ich Jahre lang in der Betriebssportgruppe Bouldern, die sich regelmäßig in einer Boulderhalle in München trifft. Rohde & Schwarz verfügt darüber hinaus über ein Fitnessstudio am Firmengelände, in dem ich immer aktiv trainiere.

Bitte ergänze zum Schluss noch diesen Satz: Arbeiten bei Rohde & Schwarz ist…

… spannend und bedeutet Innovation, weil man an den Technologien von morgen arbeitet. 

>>> Weitere Informationen zum Berufseinstieg bei Rodhe & Schwarz findest du hier!

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