Insider-Interview

Erfahrungen als Berufseinsteiger bei Austin Fraser

Erfahrungen als Berufseinsteiger bei Austin Fraser

Tanja Zurl hat internationales und interkulturelles Management an der Hochschule für angewandtes Management studiert. Bei Austin Fraser ist sie nun als Trainee zur Personalberaterin im Frontend eingestiegen. Im Interview mit ABSOLVENTA berichtet sie über ihre Erfahrungen im Auswahlverfahren und gibt Tipps, welche Eigenschaften man als Berufseinsteiger hervorheben sollte. 

Hallo Tanja, wie lief das Auswahlverfahren für deine Stelle bei Austin Fraser ab?

Ich habe meine Bewerbung an Austin Fraser geschickt und hatte als ersten Schritt dann ein sehr informatives und ausführliches Erstgespräch mit Talent Acquisition. Das Gespräch empfand ich als angenehm, weil es nicht das klassische Frage-Antwort-Spiel war. Nach der Hälfte haben wir das Gespräch auf Englisch weitergeführt. Das ist bei Austin Fraser total wichtig, weil das Management englischsprachig ist und man spätestens im finalen Interview alles auf Englisch machen muss. Recht schnell nach dem Erstgespräch hatte ich dann ein persönliches Gespräch im Büro mit einem der Sales Manager und danach wurde ich zum finalen Interview eingeladen. Das ging dann fast drei Stunden mit Präsentation und Rollenspiel. Im Anschluss konnte ich mir ein paar Tage Bedenkzeit nehmen, um mir genau zu überlegen, wo ich mich sehe und ob ich den Job bei Austin Fraser will, aber eigentlich war das schnell klar und ich habe zugesagt.

Welche Tipps kannst du anderen Bewerbern für den Auswahlprozess geben?

Am wichtigsten finde ich, offen zu sein und keine Scheu zu haben, alles anzusprechen, was einen interessiert. Man sollte nicht lange überlegen, ob es angebracht ist, gewisse Dinge zu fragen, sondern man sollte alles sehr ehrlich kommunizieren. Austin Fraser will dich kennenlernen, wie du bist und verstellen hilft da überhaupt nicht. Ich würde außerdem sagen, dass es wirklich wichtig ist, sich sicher zu sein, dass man diesen Job machen will. Wenn man schon zu Beginn zweifelt und mit falschen Erwartungen einsteigt, dann wird man hier nicht glücklich werden. Und was ich noch als wichtig empfinde, ist, dass man gutes Englisch sprechen sollte. Man ist hier doch sehr viel mit dieser Sprache konfrontiert und kommt leichter zurecht, wenn man Englisch gut spricht.

Deine ersten Tage im neuen Beruf: kaltes Wasser oder warmer Empfang?

Die Aufnahme von meinem Team war super herzlich. Ich ging schon, bevor ich angefangen habe, mit meinem Team und dem Sales Manager essen und kannte so an meinem ersten Tag schon einige Leute. Daher war es super entspannt. Mir hat auch das „Speed Dating“ gut gefallen. Man lernt dadurch direkt alle Kollegen kurz kennen, bekommt von allen die wesentlichen Tipps mit und profitiert so von den Erfahrungen der anderen. Also alles in allem war der Start mehr als angenehm.

Vor allem als Berufseinstieger gibt es noch viel zu lernen. Wie sind die Betreuung und das Feedback durch deine Vorgesetzten geregelt?

Feedback bekommt man hier immer ziemlich schnell, sowohl wenn man eine Sache gut gemacht hat oder aber auch nicht. Man wird hier von den Teamleitern sehr gut eingearbeitet und kann in Kundengespräche von anderen Teammitgliedern reinhören, um sich so Tipps zu holen. Und auch in den Monatsgesprächen mit dem Management bekommt man immer konstruktives Feedback, um sich entsprechend weiterzuentwickeln. Daran fehlt es tatsächlich nie. Dann haben wir natürlich hier auch noch unser Training, das vor allem zu Beginn richtig intensiv ist und dabei hilft, alle Basics zu lernen.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Berufsalltag bei Austin Fraser?

Ich betreue durch das 360°-Recruitment sowohl die Kunden- als auch die Kandidatenseite. Meine Kunden muss ich zuerst einmal finden und den Kundenkreis aufbauen – das geht gut über Jobboards oder man bekommt Leads von Kollegen oder Kandidaten. Und dann betreue ich diese Kunden natürlich über den kompletten Prozess: Ich stelle Kanidaten vor, hole Feedback ein, koordiniere Termine und das bestmöglich bis zu einer erfolgreichen Vermittlung. Auf Kandidatenseite ist es ähnlich. Ich suche in sozialen Netzwerken oder unserer Datenbank nach geeigneten Bewerbern für meine offenen Stellen. Ich finde heraus, was die Kandidaten suchen und organisiere dann Vorstellungsgespräche bei meinen Kunden. Das ist prinzipiell der übliche Tagesablauf.

Welche Eigenschaften muss man deines Erachtens mitbringen, um nach dem Berufseinstieg auch einen guten Job zu machen?

Du solltest auf jeden Fall kommunikativ sein, weil man eigentlich tagsüber ständig mit jemandem spricht. Man sollte außerdem keine Berührungsängste haben. Gerade auf Kundenseite muss man ja schon mal mit Führungspersonen sprechen und da darf man nicht zurückhaltend sein. Geduld ist sicher auch keine schlechte Eigenschaft sowie Empathie. Man muss ein gewisses Gespür für Menschen haben. Und vor allem braucht man einen starken Willen und darf sich nicht unterkriegen lassen. Man erfährt hier immer wieder Rückschläge und darf sich dadurch nicht verunsichern lassen. Die darf man auch nicht persönlich nehmen, sondern sollte nach vorne schauen.

Von der Hochschule ins Arbeitsleben: Wie steht es mit der Work-Life-Balance bei Austin Fraser?

Jeder sollte sich bewusst sein, dass Personalberatung kein 9 - 17 Uhr Job ist, wenn man wirklich erfolgreich sein will. Die Zeit vergeht hier aber unheimlich schnell und man hat immer super viel zu tun. Ich muss auch sagen, in unserem Team macht es einem nichts aus, manchmal eine halbe Stunde dranzuhängen. Man fühlt sich hier so wohl, dass Kollegen irgendwann tatsächlich Freunde sind und dadurch empfindet man es nie als Belastung länger zu bleiben. Dann spielt man einfach mal nach Feierabend eine Runde Billiard und ruft dann seinen Bewerber an. Und wir haben natürlich auch massig Teamevents, was gerade für Leute, die extra wegen Austin Fraser nach München gezogen sind, mega cool ist. Man hat ja nicht automatisch ein soziales Umfeld, aber hier findet sich immer jemand, mit dem man auch privat mal was machen kann. Also unter dem Strich würde ich sagen, ist die Work-Life-Balance absolut in Ordnung.

Wie zufrieden bist du mit deinem Einstiegsgehalt?

Das Einstiegsgehalt ist auf jeden Fall so, dass man gut damit auskommt und durch die ungedeckelte Provision bekommt man auch im ersten Jahr auf jeden Fall weit mehr. Man sollte das Basisgehalt als Absicherung ansehen und sich bewusst machen, dass man einiges mehr verdienen kann. Auch wenn es mal nicht so läuft, bekommt man durch das Basisgehalt keine schlaflosen Nächte und wir haben sonst so viele Benefits, dass das Gehalt noch zusätzlich aufgewertet wird: Teamevents, coole Incentives etc. Ich bin zufrieden damit.

Den Berufseinstieg hast du geschafft. Welche Pläne hast du für deine weitere Karriere?

Also langfristig würde ich gerne in Richtung Teamleitung gehen. Und solche Optionen hat man momentan eben bei uns, was sehr cool ist. Daher will ich erstmal die nächsten notwendigen Schritte erreichen – Consultant und dann Senior Consultant werden. Man hat hier bei Austin Fraser die Chance, sich in jegliche Richtung weiterzuentwickeln und das können nicht viele Unternehmen bieten.

Arbeiten bei Austin Fraser ist ...

... mehr als nur Arbeit, weil man sich jeden Tag freut, hierher zu kommen.

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