Personaler im Interview

Karriere bei Zalando: Einblicke vom Arbeitgeber

Karriere bei Zalando: Einblicke vom Arbeitgeber

Frauke von Polier ist Head of Human Resources & International Communication des Online-Versandhändlers Zalando, der rund 4.000 Mitarbeiter beschäftigt. Im Interview mit ABSOLVENTA Jobnet spricht Sie über Personalmarketing, offensives Recruiting und die Bedürfnisse verschiedener Arbeitnehmer-Generationen.

Frauke von Polier, Head of HR and International Communications bei Zalando

Frau von Polier, HR oder PR - Wer sollte in der Personalkommunikation den Hut auf haben?

HR ist meist näher am Mitarbeiter und den Fachthemen, die für potentielle Bewerber und Experten relevant sind. Unternehmenskommunikation ist dagegen wichtiger Partner für die Erzielung von Reichweite und die Platzierung in den passenden Medien. Den Hut hat für mich aber der Mitarbeiter auf. Denn was sie in ihr Netzwerk tragen, hat einen riesigen Impact auf Image und Wirkung eines Arbeitgebers.

Mobile Recruiting: Wie wichtig ist die mobile Sichtbarkeit der Arbeitgebermarke?

“Always online” ist ein Kennzeichen unserer digitalen Gesellschaft. Dem kann sich auch die Arbeitgeberkommunikation nicht entziehen - Zugriffe auf Karriereseiten mit mobilen Endgeräten steigen stetig. Im Bereich Mobile sollte Employer Branding aber vor allem sehr funktional gedacht werden wie z.B. die Optimierung relevanter Seiten für potentielle Bewerber, direkte Social Media-Vernetzung bei Events und die Einbindung von QR-Codes in Kampagnen.

Alle reden über die Generation Y – vergessen Unternehmen darüber die Belange ihrer Baby Boomer?

Der Eindruck kann beim momentanen Fokus auf die Generation Y natürlich entstehen, andererseits hat das Thema Diversity Management sehr an Relevanz gewonnen. Während die Generation Y breite und interaktive Kommunikation erwartet, bevorzugen Generationen vor ihnen klassischere Kommunikationswege. Von daher sollte sichergestellt werden, dass individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden. Dann ergibt sich auch keine Konkurrenz der Belange von Generation Y und Baby Boomern.

Vernachlässigen HRler im "War for Talent" die Mitarbeiterentwicklung zugunsten des Recruiting?

“War for talents” assoziieren wir schnell mit offensivem Recruiting und einer breiten Präsenz von Arbeitgebermarken. Erfolg im Kampf um Talente heißt für uns aber vor allem auf langfristige Mitarbeiterbindung zu setzen. Wenn wir Themen wie Unternehmenskultur, Leadership und Mitarbeiterentwicklung ernst nehmen, werden wir unsere Talente nicht nur halten sondern auch Externe anziehen.

Stichwort offensives Recruiting: Welchen Anteil hat Active Sourcing an Ihrem Recruiting-Mix?

Wer zurückgelehnt auf die Top-Talente wartet, zieht gerade bei der Besetzung von Schlüsselpositionen meist den Kürzeren. Die aktive Identifikation und Ansprache von Talenten hat somit einen sehr hohen Stellenwert für uns: zielgerichtet, diskret und international. So können wir Kandidaten für uns begeistern, die den Anforderungen der Fachbereiche genau entsprechen.

Lies auch:

>> XYZ – Generationen auf dem Arbeitsmarkt (1): Ein Überblick

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Daniel Furth
Daniel Furth

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