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Personaler im Interview

Karriere bei CENIT: Einblicke vom Arbeitgeber

Karriere bei CENIT: Einblicke vom Arbeitgeber

Anne-Katrin Wiebigke ist HR Partner bei der CENIT AG. Im Interview mit Absolventa.de erzählt sie, welche Studiengänge für den Einstieg besonders gefragt sind, welche Chancen Bewerber mit Initiativbewerbungen haben und wie die Möglichkeiten für eine internationale Karriere bei dem Software- und Prozessberatungshaus stehen.  

Frau Wiebigke, wie groß ist der Personalbedarf an Absolventen bei der CENIT AG pro Jahr?

Der Bedarf liegt bei circa 15 bis 20 Absolventen pro Jahr, wobei diese Zahl sehr variieren kann. In Einzelfällen kann auch der Bedarf an Professionals durch Absolventen gedeckt werden, wenn diese bereits einschlägige Praktika oder Werkstudententätigkeiten vorweisen können.

Der Bedarf an berufserfahrenen Akademikern ist weitaus höher. Bei so gut wie allen unseren ausgeschriebenen Stellen ist ein Hochschulstudium Voraussetzung. In den vergangenen Jahren haben wir zusätzlich zu den Absolventen weitere 25 bis 30 Akademiker eingestellt. Hinzu kommen natürlich noch zahlreiche Praktikanten und Verfasser von Abschlussarbeiten, Werkstudenten, duale Hochschulstudenten sowie Auszubildende, die wir regelmäßig an Bord nehmen.

Welche Einstiegsmöglichkeiten bietet CENIT jungen Akademikern an?

Wir bieten immer wieder Einstiegsmöglichkeiten in den Bereichen Beratung, Softwareentwicklung, Vertrieb oder Support. Die Absolventen und Young Professionals lernen in den ersten Tagen zunächst einmal die Firma kennen und bekommen neben ihrer Führungskraft einen Mentor zur Seite gestellt, der den Onboarding-Prozess erleichtert. Zusammen mit den weiteren neuen Mitarbeitern erleben die neuen Kollegen in den ersten Monaten zudem eine eintägige Einführungsveranstaltung, bei der man neben vielen neuen Kontakten auch viel Wissenswertes über die CENIT und ihre Arbeitsweise erfährt.

Fachlich gesehen ist es bei Junioren immer sehr wichtig, einen guten und breiten Grundstein zu legen. Unsere Führungskräfte und auch die HR-Abteilung legen viel Wert darauf, nicht nur zu Beginn des neuen Arbeitsabschnittes für die Mitarbeiter da zu sein und ihnen mit Hilfestellungen und Feedback zur Seite zu stehen. So werden in jährlichen Zielgesprächen die persönlichen Fokusthemen in Abstimmung mit dem Vorgesetzen festgelegt und diese dann bei Bedarf auch mit unterschiedlichen Coachingmaßnahmen unterstützt.

Absolventen welcher Studiengänge haben die besten Chancen auf einen Einstieg bei CENIT?

Heiß begehrt sind Studiengänge der Informatik und Ingenieurswissenschaften. Weit oben im Kurs stehen auch „Bindestrich-Studiengänge“ wie Wirtschafts-Ingenieurswesen oder Wirtschafts-Informatik. Was aber auf keinen Fall heißen soll, dass wir nicht immer die Kenntnisse und Erfahrungen der Bewerber prüfen, auch abseits unserer klassisch favorisierten Studiengänge. Wichtig ist, dass bei den Bewerbern ein Interesse an der CENIT, unseren Aufgabenfeldern und Branchen besteht.

Dabei spielt es auch eine untergeordnete Rolle, ob sich ein Student mit einem Master oder einem Bachelor bei uns bewirbt. Wir prüfen immer, ob ein Kandidat mit seinem Gesamtpaket zu uns passt. Und dazu zählen neben den Noten und den belegten Kursen immer auch die weichen Faktoren.

Welche Soft Skills benötigt man zwingend für eine erfolgreiche Karriere bei CENIT?

Teamgeist ist eine viel genannte Tugend, die aber auch bei uns sehr wichtig ist. Viel wird bei uns im Team entwickelt und diskutiert. Die Fähigkeiten, sich mit einzubringen, Feedback zu geben und zu akzeptieren sowie der offene Umgang mit den Kollegen, sind sehr wichtig. Selbständiges Arbeiten und unternehmerisches Denken, sind von ebenso großer Bedeutung wie Flexibilität und Zuverlässigkeit.

Bei den unterschiedlichen Stellen, die wir Absolventen anbieten können, sind die geforderten Soft Skills natürlich nicht überall dieselben. Bei einem Berater setzen wir die Kundenorientierung weitaus höher an als bei einem Standardsoftware-Entwickler. Dieser sollte wiederum ein bisschen mehr den Hang zum Perfektionismus haben und ein Vertriebler hingegen sollte über die Maße hinaus kommunikationsgewandt und stark in seiner Überzeugungskraft sein. Sie sehen: Alle über einen Kamm zu scheren, bringt uns auch hier nicht weiter.

Gehen Sie eigentlich auch selbst per „Active Sourcing“ auf Talentsuche, zum Beispiel in Lebenslaufdatenbanken?

Wir haben unterschiedliche Datenbanken getestet und waren dabei nicht immer erfolgreich. Die Folge daraus ist, dass wir einzig bei XING regelmäßig auf die Suche gehen, wenn wir Stellenausschreibungen haben, die nur schwer zu besetzen sind. Der Trend geht immer mehr weg von dem klassischen Bewerbungsverfahren, was nur Aktivitäten von Bewerbern voraussetzt. Wir sind viel auf Hochschulkontaktmessen unterwegs, versuchen potentielle Bewerber zu Inhouse-Veranstaltungen in unser Headquarter zu holen oder durch Blogs, Erfahrungsberichte, Interviews und Videos für uns zu begeistern.

Der Bewerber sucht nicht mehr nur nach einem Job, sondern nach einem Arbeitsmodell, was neben der Aufgabe und der Bezahlung auch ein bestimmtes Arbeitsklima, eine soziale Verantwortung des Unternehmens und dessen Einstellung zu Themen wie Work-Life-Balance vereinbart. Dieses Paket kann ein Unternehmen nicht nur über eine Stellenanzeige vermitteln. Dafür bedarf es mehr, beispielsweise Videos oder Berichte, die ein „Gesamtpaket“ ermöglichen.

Sie haben auf der Karriereseite ein Online-Bewerbungssystem für Ihre offenen Stellen. Nehmen Sie trotzdem noch E-Mail- und Initiativbewerbungen an?

Initiativbewerbungen sind bei uns gerne gesehen. Manchmal ist es so, dass eine Stelle noch gar nicht ausgeschrieben ist oder der Fachbereich keinen konkreten Bedarf hat. Kommt dann aber eine Initiativbewerbung, die sehr gut passt, hat man immer noch die Option, sich Gedanken zu machen oder interne Entscheidungen zu beschleunigen. Wichtig bei Initiativbewerbungen ist immer, uns ein Bild davon zu malen, wo sich der Bewerber innerhalb der Firma sieht, welcher Fachbereich und welche Position angestrebt werden. Mit diesen Informationen können wir uns einen Eindruck verschaffen und die Bewerbung entsprechend prüfen.

Was kommt im Auswahlprozess bei CENIT auf die Bewerber zu?

Im ersten Schritt wird in der HR Abteilung die Bewerbung erfasst und dem richtigen HR Partner zugeordnet. Der Bewerber erhält einen Eingangsbescheid und wird intern weitergeleitet. Sollte es hier noch offene Fragen geben (fehlende Zeugnisse, Angaben zu Eintrittsdatum, Gehalt etc.), melden wir uns entweder per E-Mail oder telefonisch.

Wenn wir offene Stellen haben und die Bewerbung grundsätzlich passt, werden die Unterlagen an die Kollegen aus dem entsprechenden Fachbereich weitergeleitet, was ein paar Tage oder manchmal auch etwas länger dauern kann. In der Regel folgt dann ein Telefoninterview, in dem Manager und Bewerber die Möglichkeit haben, sich auszutauschen und Fragen zu stellen. War dieses Gespräch erfolgreich, folgen je nach Position noch ein bis zwei Vorstellungsgespräche mit Kollegen aus HR und dem Fachbereich. Wenn dann alles klar ist, steht einer Einstellung nichts mehr im Wege.

Geld ist zwar nicht alles, aber natürlich nicht unwichtig: Wie ist es um das Gehalt und um die Gehaltsentwicklung bei CENIT bestellt?

Auch hier kommt es wieder darauf an, welche Vorkenntnisse, praktische Erfahrungen und Studienabschlüsse der Bewerber mitbringt und um welche Stelle es sich dreht. Wir sind an keinen Tarifvertrag gebunden, deshalb gibt es bei uns keine „harte“ Einstufung. Unsere Gehälter sind aber auf jeden Fall marktkonform und angemessen. Wir bieten eine Unterteilung des Gehaltes in einen variablen und einen fixen Bestandteil sowie einen Firmenwagen, abhängig von der Position. Und da Geld bekanntlich nicht alles ist, haben wir mit dem „CENIT Campus“ ein Programm, was dem Mitarbeiter viele Weiterbildungsmöglichkeiten eröffnet. Auch beim Training-on-the-job und den jährlichen Mitarbeitergesprächen steht die Weiterbildung jedes Einzelnen im Fokus.

Mit dem regelmäßig stattfindenden Gesundheitstag investieren wir in das Wohlergehen und die Eigenverantwortung unserer Mitarbeiter, zeigen unsere soziale Verantwortung. Das machen wir auch mit dem Projekt „CENIT Cares“, bei dem sich die CENIT für unterschiedliche, von den Mitarbeitern vorgeschlagene wohltätige Projekte engagiert.

Daneben bieten wir auch eine vom Arbeitgeber finanzierte Altersvorsorge, Direkt- und Unfallversicherungen.

Wie unterstützt CENIT junge Mitarbeiter dabei, sich stetig weiterentwickeln und Karriere zu machen?

Zum einem haben die Mitarbeiter in den jährlichen Zielgesprächen die Möglichkeit, Feedback zu geben und diese auch einzuholen. Zum anderen führen wir diese Jahr zum wiederholten Male eine Mitarbeiterbefragung durch, bei der nicht nur junge Kollegen ihre Meinung kundtun können. Die Ergebnisse werden allen Mitarbeitern durch den Vorstand kommuniziert. Damit die Resultate nicht nur einmal verlesen und dann vergessen werden, müssen auch Maßnahmen zur Optimierung erarbeitet werden. Ergänzend dazu können nach Abstimmung mit der Führungskraft natürlich Trainings für fachliche Themen oder über den bereits erwähnten CENIT Campus Soft-Skill-Schulungsangebote genutzt werden, um sich weiterzuentwickeln.

Welche Möglichkeiten gibt es bei Ihnen, wenn jemand eine internationale Karriere anstrebt?

Wir haben Standorte in den USA, der Schweiz, Frankreich, Rumänien und Japan. Nicht alle Lokationen sind gleich groß und bieten dieselben Potentiale für einen internationalen Einsatz. Wir hatten in der Vergangenheit schon den ein oder anderen Fall, in dem ein deutscher Mitarbeiter zu einer internationalen Lokation gewechselt ist – ehrlich gesagt sind das bis jetzt jedoch Einzelfälle. Sollte hier der Bedarf aufkommen, so werden wir diese Fragestellung individuell mit dem jeweiligen Kollegen besprechen und alle Optionen genau betrachten.

Weitaus wahrscheinlicher ist ein Einsatz bei einem internationalen Kunden im Zusammenhang mit einem Service- oder Beratungsauftrag bei einem unserer weltweit verstreuten Kunden. Wenn die Fähigkeiten und die verfügbare Auslastung für ein bestimmtes Projekt im Ausland stimmen, steht einem internationalen Einsatz nichts im Weg.

Nicht nur der ‚Generation Y’ ist wichtig: Für welche Werte und für welche Unternehmenskultur steht CENIT?

CENIT steht für Dynamik, Partnerschaftlichkeit, unternehmerisches Denken und Zukunftsgestaltung Diese Werte beziehen sich sowohl auf den Umgang innerhalb der CENIT – unter Kollegen, zwischen Mitarbeiter und Führungskraft – und bestimmen aber auch unser Verhalten im Umgang mit unseren Kunden, Partnern, Aktionären, Lieferanten. Der CENIT ist es wichtig, keine Unterschiede zu machen und die gleichen Maßstäbe anzusetzen. Zudem ist sich die CENIT ihrer sozialen Verantwortung sowohl seinen Mitarbeitern als auch seiner Umwelt gegenüber sehr bewusst und nimmt sie auch an.

Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Karriere gewinnt an Bedeutung. Was tut CENIT hierfür?

Mit der Vertrauensarbeitszeit haben die Mitarbeiter in Absprache mit den Führungskräften die Möglichkeit, ihre Arbeitszeiten den persönlichen Bedürfnissen anzupassen. Mit unbezahltem Urlaub besteht zudem die Option, die Arbeit auszusetzen, wenn die Familie oder persönliche Belange in den Vordergrund rücken. Die Möglichkeit, aus dem Home Office heraus zu arbeiten oder die Arbeitszeit vorübergehend zu reduzieren, ist ebenfalls denkbar. Hier entscheiden wir immer im Einzelfall nach den jeweiligen Bedürfnissen.

Zum Schluss bitte ich Sie um ein Plädoyer in Twitter-Länge: Bei CENIT Karriere machen heißt ...

... Spaß an der Arbeit zu haben und gemeinsam mit dem Team an spannenden, herausfordernden sowie topaktuellen Themen mitzuwirken.

>> Aktuelle Stellenangebote und weitere Infos zu Berufseinstieg und Karriere bei CENIT 

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