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Personaler im Interview

Karriere bei BENTELER: Einblicke vom Arbeitgeber

Karriere bei BENTELER: Einblicke vom Arbeitgeber

Mona Wittrock ist als Personalleiterin der Produktgruppe Strukturteile für BENTELER tätig. ABSOLVENTA hat sie im Interview verraten, was die Bewerber im Auswahlprozess erwartet, wie die Weiterbildungsmöglichkeiten aussehen und von welchen Benefits erfolgreiche Kandidaten profitieren können. 

Wie groß ist der Personalbedarf an Akademikern bei der BENTELER-Gruppe pro Jahr?

Gerade unsere jungen und dynamisch wachsenden Standorte wie z.B. in der Region Asia-Pacific haben einen hohen Personalbedarf. Aber auch in etablierten Märkten wie Westeuropa haben wir einen ordentlichen Bedarf an Nachwuchskräften.

Welche Einstiegsmöglichkeiten bietet BENTELER Hochschulabsolventen und Young Professionals an?

Wir bieten vielfältige Einstiegsmöglichkeiten und suchen für alle Bereiche des Unternehmens talentierten Nachwuchs: von technischen Bereichen wie der Entwicklung über kaufmännische Abteilungen wie Controlling bis hin zur Produktion. Dabei kann der Karrierestart mittels Direkteinstieg, Praktikum oder aber auch im Rahmen eines Trainee-Programms erfolgen.

Absolventen welcher Studiengänge haben die besten Chancen auf einen Einstieg bei BENTELER?

Generell suchen wir natürlich die „Klassiker“ wie Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen oder BWL. Auch ITler finden bei uns viele Einstiegsmöglichkeiten. Ob Bachelor oder Master kommt immer auf den Bereich und die Funktion an. Eine generalistische Funktion wird eher mit Bachelor ausgeschrieben sein, als z.B. eine Expertenfunktion. Dabei muss der Lebenslauf nicht immer „straight“ sein. Auch Quereinsteiger haben eine Chance, wenn ihre Persönlichkeit und ihr Know-how zu uns passt. Dasselbe gilt auch bei Brüchen im Lebenslauf, wenn man sie uns plausibel erklärt.

Welche Soft Skills benötigt man zwingend für eine erfolgreiche Karriere bei BENTELER?

Uns ist die Persönlichkeit unserer Mitarbeiter wichtiger als Prüfungsnoten. Aufgrund der recht flachen Hierarchien und kurzen Entscheidungswege suchen wir zukünftige Mitarbeiter und Führungskräfte, die gerne Verantwortung übernehmen und sich Herausforderungen stellen. Niemand weiß alles. Deshalb lösen wir viele unserer Aufträge oder Projekte in interdisziplinären Teams, die fokussiert auf ein Ziel hinarbeiten. Hier gilt es, Bestehendes auch einmal kritisch zu hinterfragen. Und darum sollte man Teamfähigkeit, Engagement sowie Kundenorientierung mitbringen.

Gehen Sie eigentlich auch selbst per „Active Sourcing“ auf Talentsuche, zum Beispiel in Lebenslaufdatenbanken?

Es kommt immer auf die Stelle an, aber ja, das tun wir innerhalb der BENTELER-Gruppe. Wir sprechen z.B. über LinkedIn oder Absolventa gezielt potentielle Kandidaten an. Aber wir gehen hiermit maßvoll um und schauen uns die Profile genau an. Nichts ist schlimmer, als von allen Seiten mit unpassenden Stellenangeboten „zugebombt“ zu werden. Gerade die ITler und technischen Experten werden ein Lied davon singen können.

Meines Erachtens wird die Bedeutung von Active Sourcing in Zukunft auch noch weiter zunehmen, eine spannende Entwicklung!

Über welchen Kanal nehmen sie bevorzugt Bewerbungen entgegen?

Die gute alte Post hat ausgedient. Bis auf wenige Bereiche, wie z.B. vereinzelt in der Produktion, läuft der Bewerbungsprozess bei uns digital. Alle unsere Stellen sind auf career.benteler.de ausgeschrieben. Dort kann man sich direkt auf die Stellen bewerben, die einem zusagen. Bewerber finden unter jeder Stelle einen Kontakt, an den sie sich wenden können.

Was kommt im Auswahlprozess bei BENTELER auf die Bewerber zu?

Nach Eingang einer Bewerbung treffen wir und der Fachbereich eine gemeinsame Vorauswahl. Der nächste Schritt ist ein persönliches Gespräch bei uns vor Ort. Hier lernen sich Bewerber, ein Fachbereichsvertreter und ein Personaler kennen und bekommen ein Gefühl dafür, ob man zueinander passt. Bei positivem Ausgang des ersten Gesprächs gibt es meistens ein zweites Gespräch, bei dem auch Kollegen aus dem zukünftigen Team mit dazukommen können. Um einen Eindruck von der Arbeitsweise der Kandidaten zu bekommen, kann auch die Bearbeitung einer Präsentation oder eines Fallbeispiels vorkommen.

Assessment Center sind bei uns im Bereich der Young Professionals eher die Ausnahme.

Geld ist zwar nicht alles, aber natürlich nicht unwichtig: Wie ist es um das Einstiegsgehalt für Hochschulabsolventen bei BENTELER bestellt?

In der Regel steigen Absolventen im oberen Tarifbereich der IG Metall ein. Darüber hinaus bieten wir z.B. eine betriebliche Altersvorsorge und Leistungszulagen bzw. Boni im außertariflichen Bereich an. Aber Geld ist in der Tat nicht alles. Deshalb haben wir flexible Arbeitszeiten, gesundes Kantinenessen, Sportangebote und unterstützen auch dann, wenn es einem mal nicht so gut geht, mit Angeboten durch unser Gesundheitsmanagement. Und unser Betriebsklima ist super!

Wie unterstützt BENTELER junge Mitarbeiter dabei, sich stetig weiterzuentwickeln und Karriere zu machen?

Regelmäßig setzen sich Vorgesetzte und Mitarbeiter zusammen und besprechen die weitere Entwicklung. Wohin möchte ich mich entwickeln? Welche Weiterbildung benötige ich? Gemeinsam entwirft man einen Plan. Starte ich z.B. in meiner ersten Führungsrolle, durchlaufe ich das FoL-Training („Foundations of Leadership“), bekomme einen internen, erfahrenen Mentor zur Seite gestellt und erhalte so das richtige Rüstzeug für den Job.

Aber nicht jeder möchte Chef sein. Von daher gibt es neben der ‚klassischen‘ Führungskarriere im Unternehmen auch die Möglichkeit zur Experten- oder Projektleiterkarriere.

Welche Möglichkeiten gibt es bei Ihnen, wenn jemand eine internationale Karriere anstrebt?

Wir haben unseren Claim „Be it all at BENTELER!” nicht zufällig gewählt. Unsere Kunden sind international, und das sind wir auch. Eine Karriere auf internationalem Level ist nichts Ungewöhnliches – im Gegenteil: Eine Zeit im Ausland gearbeitet zu haben, ist bei uns von Vorteil. Aber auch wer in seinem Heimatland für uns arbeitet, hat häufig Kontakt mit Kollegen und Kunden aus der ganzen Welt.

Nicht nur der ‚Generation Y’ ist wichtig: Für welche Werte und für welche Unternehmenskultur steht BENTELER?

Carl Benteler hat das Unternehmen 1876 gegründet. Dementsprechend sind wir natürlich kein Startup mehr. Das hat aber nichts mit ‚verstaubt‘ oder ‚unbeweglich‘ zu tun, dazu arbeiten wir in einem zu dynamischen Marktumfeld. Mir persönlich macht viel Spaß, dass wir gut zusammenarbeiten, auf einer vertrauensvollen und offenen Basis, bei der jeder seinen Teil Verantwortung trägt und mitdenkt. Und natürlich lacht - Lachen ist wichtig und Gott sei Dank muss bei uns dafür niemand in den Keller verschwinden.

Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Karriere gewinnt an Bedeutung. Was tut BENTELER hierfür?

„Familie“ führen wir als Familienunternehmen ja schon im Namen. Wir unterstützen Mütter wie Väter z.B. aktiv beim Thema Elternzeit, aber auch mit der eigenen Kita, den „Rohrspatzen“ hier in Paderborn. Wir bemühen uns unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Elternzeit auf einem guten Informationsstand zu halten, indem wir sie regelmäßig kontaktieren und sie, falls gewünscht, zu Meetings und Veranstaltungen einladen. Im Alltag hilft die bereits angesprochene flexible Arbeitszeitregelung oder auch Möglichkeiten zur Teilzeit oder dem Homeoffice bei der Organisation des eigenen „Familienunternehmens“.

Zum Schluss bitte ich Sie um ein kurzes Plädoyer: Bei BENTELER Karriere machen heißt . . .

…neue Herausforderungen annehmen, auch wenn das manchmal einen Sprung ins kalte Wasser bedeuten kann, und sich auch mit Hilfe der Unterstützung von Kollegen und des Vorgesetzten persönlich und fachlich weiterentwickeln.

>> Weitere Informationen zu Berufseinstieg und Karriere bei BENTELER

Über den Autor

Kim-Laureen Döpke
Kim-Laureen Döpke

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