Arbeiten in der Schweiz: Blühende Landschaft & florierende Geschäfte.

Arbeiten in der Schweiz: Blühende Landschaft & florierende Geschäfte.
Die Alpen vor der Tür, hohe Gehälter und eine stabile Wirtschaft: Die Deutschen haben sich die Schweiz als eines ihrer Lieblingsländer zum Auswandern erkoren. Was unterm Strich wirklich für dich rauskommt und was du beachten sollst, wenn du in der Schweiz arbeiten willst, erfährst du hier.
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  1. Arbeiten im Ausland.

    Im Ausland zu arbeiten hat grundsätzlich viele Vorteile für dich – persönlich wie beruflich:

    • Du erweiterst deinen kulturellen Horizont
    • Du verbesserst deine Sprachkenntnisse
    • Du lernst andere Arbeitsweisen kennen
    • Du beweist Mut, Flexibilität und Organisationstalent
    • Du wertest deinen Lebenslauf auf
  2. Arbeiten in der Schweiz.

    Viele Deutsche zieht es in die Schweiz zum Arbeiten. Einer der Hauptgründe sind die finanziellen Vorteile, denn du bekommst wesentlich mehr Gehalt als in Deutschland. Gleichzeitig ist das Leben in der Schweiz – Miete, essen gehen, feiern, einkaufen – teurer, aber dadurch, dass du weniger Steuern und Sozialabgaben zahlst, springt unterm Strich mehr für dich raus. Vor allem, wenn du nicht in den städtischen Ballungsräumen lebst: Natürlich sind die Lebenshaltungskosten in Zürich höher als in kleineren Städten oder gar Dörfern. Etwas außerhalb wohnen lohnt sich, genauso wie der Großeinkauf hinter der deutschen Grenze, z. B. in Konstanz.

    Du hast grundsätzlich zwei Möglichkeiten, in der Schweiz zu arbeiten:

    1. Du kannst dich direkt bei einer Firma, die in der Schweiz sitzt, bewerben.
    2. Du kannst dich als Expat von deiner Firma in die Schweiz entsenden lassen.

    Abgesehen von den finanziellen Vorteilen kommt es natürlich auch auf die Branche an, wie erfolgreich du in der Schweiz sein wirst. Hier stehen deine Chancen gut:

  3. Gehalt in der Schweiz.

    Alle sprechen vom Wahnsinns-Gehalt in der Schweiz – doch was genau heißt das in Zahlen ausgedrückt? Einen Mindestlohn gibt es in der Schweiz zwar nicht, aber das Lohnniveau ist insgesamt hoch. In der Schweiz liegt das durchschnittliche Bruttojahreseinkommen bei umgerechnet rund 70.000 Euro. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt es „nur“ knapp 35.000 Euro.

  4. Als „Grenzgänger“ in der Schweiz arbeiten.

    In der Schweiz arbeiten, in Deutschland wohnen – das machen die sogenannten Grenzgänger. Die Vorteile liegen auf der Hand: Du streichst das Schweizer Gehalt ein, profitierst aber von den günstigeren Wohnungspreisen und allgemeinen Lebenshaltungskosten in Deutschland. Steuerpflichtig bist du als Grenzgänger nach wie vor in Deutschland, die Schweiz behält sich allerdings 4,5 Prozent vom Bruttolohn ein; die sogenannte Quellensteuer, die du wiederum in Deutschland anrechnen kannst. Nur, wenn du länger als 60 Tage beruflich in der Schweiz übernachten musst, wird dein gesamter Lohn in der Schweiz versteuert – was für dich als Grenzgänger günstiger ist.

    Was die Krankenversicherung betrifft, so kannst du dir als Grenzgänger innerhalb einer Frist aussuchen, ob du in Deutschland oder in der Schweiz versichert sein willst. Entscheidest du dich für die Schweiz, bedeutet das, dass der Arbeitgeber keinen Anteil übernimmt. Apropos Arbeitgeber: Der muss für dich die Grenzgängerbewilligung beantragen, damit du in Deutschland wohnen und in der Schweiz arbeiten darfst.

  5. Bewerbung in der Schweiz.

    Stellensuche und Arbeitsvermittlung sind in der Schweiz lokal geprägt. Es ist im Schweizer Arbeitsmarkt verankert, dass das Wort und die Empfehlung anderer viel zählt, daher werden im Bewerbungsprozess bevorzugt Personen mit guten Referenzen bzw. über Kontakte genommen – was nicht heißt, dass du ohne keine Chancen hast.

    Stellensuche.

    Unternehmen veröffentlichen ihre Inserate überwiegend auf ihren Homepages, da sie dadurch sichergehen können, dass der Bewerber sich mit der Firma bereits auseinandergesetzt hat. Trotzdem lohnt sich ein Blick in die verschiedenen Zeitungen, die teilweise wöchentliche Sonderbeilagen zum Thema Beruf veröffentlichen. Außerdem gibt es auch in der Schweiz verschiedene Online-Jobbörsen.

    Bei Studentjob.ch zum Beispiel findest du über 600 Stellenanzeigen in der Schweiz, egal ob du einen Vollzeitjob, einen Ferienjob oder ein Praktikum suchst.

    Deine Bewerbung.

    In der Schweiz wird wie in Deutschland eine Bewerbungsmappe verlangt. Diese besteht üblicherweise aus Anschreiben, Lebenslauf und vorhandene Anlagen wie Zeugnissen und relevanten Dokumenten. Dank dem bilateralen Abkommen werden deutsche Diplome normalerweise auch in der Schweiz anerkennt.

    Eine Herausforderung für Einwanderer ist die sprachliche Situation in der Schweiz, in der neben Deutsch auch Französisch, Italienisch und Rätoromanisch Amtssprache sind. Generell gilt, das Anschreiben in der Sprache zu verfassen, in der auch die Stellenanzeige geschrieben ist. Oft ist auch eine Bewerbung in einer anderen der offiziell anerkannten Amtssprachen möglich, dies sollte jedoch vorab telefonisch erfragt werden.

    Das Vorstellungsgespräch.

    In der Schweiz gibt es viele Bezeichnungen für Deutsche. Eine davon lautet „Gummihälse“, da über die Deutschen gesagt wird, sie nicken exzessiv mit ihren Köpfen. In Vorstellungsgesprächen ist eher Zurückhaltung gefragt als zu forscher Auftritt. Generell mag der „typische“ Schweizer kein allzu extrovertiertes und selbstbewusstes Auftreten. Besonders in Bewerbungsgesprächen liegt die Kunst darin, sich mit angemessener Bescheidenheit effektiv zu verkaufen.

    Im Vorstellungsgesprächen muss man darauf vorbereitet sein, nach sogenannten „Referenzlisten“ gefragt zu werden. Diese beinhalten Kontaktpersonen des Bewerbers, die auf Nachfrage Auskunft über die Persönlichkeit und die Arbeitsweise geben können. Es empfiehlt sich, hier z. B. ehemalige Arbeitgeber oder Professoren anzugeben und diese natürlich vorher um Einverständnis zu fragen.

  6. Einreise und Visum.

    Spezielle Vorbereitungen müssen wegen der einfachen Einreisebestimmungen nicht getroffen werden. Theoretisch kann jeder EU-Bürger in die Schweiz reisen und sich vor Ort um eine Arbeit und eine Wohnung kümmern. Bis zu drei Monaten darf sich jeder Europäer zu Zwecken der Arbeitssuche in dem Land aufhalten.

    So gehst du vor, wenn du langfristig in die Schweiz einwandern willst:

    1. Mitglieder der EU benötigen zur Einreise einen gültigen Personalausweis oder Reisepass. Hat man bereits einen Arbeitsvertrag oder einen festen Wohnsitz in der Schweiz, muss man zunächst bei verschiedenen Behörden vorstellig werden. Erster Anlaufpunkt ist das Migrationsamt, bei dem sich Arbeitnehmer anmelden und dort ihren Arbeitsvertrag vorlegen. Der zweite Gang ist der zur Wohngemeinde, die eine Niederlassungsgenehmigung erteilt.

    2. Nach diesen bürokratischen Gängen bekommen in der Schweiz lebende Ausländer einen sogenannten Ausländerausweis, der innerhalb der Schweiz als Identitätsnachweis gilt. Je nach Dauer des Arbeitsverhältnisses bekommt man eine Kurzaufenthaltsgenehmigung (drei Monate, zum Beispiel, wenn du ein Praktikum in der Schweiz machst) oder Aufenthaltsgenehmigung (ein Jahr mit Option auf Verlängerung).

    3. Eingeführte Waren, z. B. das Umzugsgut, müssen am Zoll gemeldet werden, um ohne Abgaben ins Land gebracht werden zu können. Dazu reicht eine Auflistung der Güter, die man bestenfalls beim Packen anfertigt.

  7. Gut zu wissen.

    Hier ein paar Fakten zur Schweiz, die du garantiert noch nicht wusstest:

    • In der Schweiz dürfen Meerschweinchen nur paarweise gehalten werden. Stirbt eins, muss schnell ein neues her – deswegen gibt es mittlerweile sogar einen Verleih-Service für die kleinen Nager.
    • Die Bußgelder in der Schweiz für z. B. schnelles Fahren sind sehr hoch – und können sich nach dem Einkommen des Rasers richten.
    • Die Schweiz bleibt stets neutral, ist aber aus Versehen einmal nach Liechtenstein einmarschiert, weil sich Soldaten der Schweizer Armee verlaufen hatten.
    • Erst seit 1971 dürfen Frauen in der Schweiz wählen – was wiederum Männer per Volksabstimmung entschieden haben. Bis Frauen dann wirklich in allen Kantonen das Recht zu wählen hatten, vergingen noch fast 20 Jahre.
    • In der Schweiz ist es verboten, sonntags seine Wäsche zum Trocknen nach draußen zu hängen.
    • „Langsamverkehr“ ist der offizielle Oberbegriff für Wandern, Velofahren, Mountainbiken, Skaten und Kanufahren
    • Man ist in der Schweiz nie mehr als 16 Kilometer von einem See entfernt.
    • Die Schweiz hat den kleinsten Rebberg der Welt mit nur drei Reben auf 1,67 Quadratmetern – und stolzer Besitzer ist der Dalai Lama.
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