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Umfrage-Ergebnisse

Praktikantenspiegel 2013

Praktikantenspiegel 2013

Die Neuauflage der großen Praktikantenumfrage verdeutlicht, dass in Sachen Arbeitgeber nicht alles Gold ist, was glänzt. Über 5500 Praktikanten bewerteten im Praktikantenspiegel 2013 ihre Arbeitsbedingungen. Die Beurteilungen wurden mit dem allgemeinen Markenimage des Arbeitgebers verglichen. Mit teils erstaunlichen Ergebnissen.  

Seit 2010 führt die CLEVIS Group in Zusammenarbeit mit ABSOLVENTA und Praktikum.info jährlich die große Praktikantenbefragung durch. Soeben ist die Fragerunde für das kommende Jahr gestartet. Je mehr Bewertungen es gibt, desto besser sind die Erkenntnisse der Studie und ihre Auswirkung auf die Arbeitsbedingungen. Alle aktuellen und ehemaligen Praktikanten sind also aufgerufen, an der Befragung für den Praktikantenspiegel 2014 teilzunehmen.

Der kürzlich publizierte Praktikantenspiegel 2013 wertete die Angaben von 5.562 Praktikanten aus. Im ersten Teil des Fragebogens wurden sie zunächst zu den Arbeitsbedingungen befragt. Dabei ging es um die Betreuung der Praktikanten, um ihre Aufgaben, ob ihnen Verantwortung übertragen wurde, wie sie von Kollegen und Vorgesetzten aufgenommen wurden und natürlich, ob das Unternehmen ihnen bei guter Leistung Karrierechancen bot. Daneben erfasste der Fragebogen Angaben zur Vergütung und zu Auslandspraktika sowie die demographischen Daten der Teilnehmer.

Von Stars und Challengern

Im zweiten Teil machten die Befragten Aussagen über das Markenimage eines Unternehmens, bei dem sie noch nicht gearbeitet hatten. Dieses Markenimage wurde dann mit den Beurteilungen des Unternehmens als Arbeitgeber verglichen. Schließlich kategorisierte die Studie die Firmen in vier Bereiche: „Stars“ untermauern ihren guten Ruf als Marke mit guten Arbeitsbedingungen. „Pretender“ dagegen genießen gemeinhin ein hohes Ansehen, bieten ihren Praktikanten aber keine angenehme Arbeitsatmosphäre.

„Hidden Champions“ sind als Marke kaum bekannt oder haben keine gute Reputation, überzeugen aber als Arbeitsgeber. Und die „Challenger“ stehen doppelt schlecht da: sowohl ihr Markenimage als auch ihre Arbeitgeberqualität werden schlecht bewertet.

Bekannte Marke ungleich guter Arbeitgeber

Die leuchtenden Sterne am Markenhimmel schnitten bei der Arbeitgeberqualität nicht durchweg gut ab. Dazu gehören beispielsweise Bosch und Siemens genauso wie die Fraunhofer-Gesellschaft. Große Namen, die man mit Qualität verbindet, bei den Praktikanten aber durchfielen („Pretender“). Ihr positives Markenimage als Arbeitgeber bestätigen konnten hingegen etwa Hugo Boss , Continental und auch Volkswagen. Sie wurden als „Star“ eingeordnet.


Praktikantenspiegel 2013: Unternehmensmatrix

                                        Hier trennt sich Spreu von Weizen: die untersuchten Arbeitgeber im Überblick
 

Den Versicherungskonzernen Allianz und AXA sowie Ford attestierte die Umfrage kein besonders gutes Image, als Arbeitgeber überzeugten sie die Praktikanten allerdings. Sie kamen unter anderen in die Kategorie „Hidden Champion“. Auf den „Challenger“-Plätzen landeten zum Beispiel die Deutsche Telekom, die Hypovereinsbank und auch Axel Springer. Bei ihnen kamen schlechtes Markenimage und unzufriedene Praktikanten zusammen.

Gutes Geld für Praktikanten

Ein insgesamt erfreuliches Bild zeichnet die Studie von der Praktikantenvergütung. So erhielt der durchschnittliche Praktikant 665 Euro im Pflichtpraktikum und 737 Euro, wenn er ein freiwilliges Praktikum bestritt. Insgesamt erhielten 87,8 Prozent der Befragten eine Vergütung.

Auf Studiengänge bezogen, schnitten Bachelor-Studenten der Architektur mit durchschnittlich 367 Euro am schlechtesten ab. Schaut man sich die Branchen an, verdienen Praktikanten in der IT mit 800 Euro am besten, gefolgt von der Finanzbranche mit 769 Euro. Im vergangenen Jahr waren Unternehmensberatungen noch die Spitzenreiter beim Gehalt gewesen. Der aktuelle Praktikantenspiegel verortet sie nur noch auf Platz fünf mit einem mittleren Verdienst von 747 Euro. Mit 479 Euro müssen sich Praktikanten im Öffentlichen Dienst begnügen. In der Mitte liegt die Automobil-Industrie mit durchschnittlich 683 Euro.

Praktikant des Jahres

Ende des Jahres werden ABSOLVENTA und die CLEVIS Group in Kooperation mit dem Fachmagazin „Personalwirtschaft“ den Tag der Praktikanten ausrufen. Auf der dazugehörigen Veranstaltung sollen Unternehmen ausgezeichnet werden, die Praktikanten ein besonders gutes Arbeitsumfeld bieten.

Firmen können zudem ihre Praktikanten für den Titel „Praktikant des Jahres“ nominieren. Eine Jury bestehend aus Vertretern der CLEVIS Group, von ABSOLVENTA und der „Personalwirtschaft“ kürt dann den Sieger.

Der Praktikantenspiegel 2014

Der Praktikantenspiegel macht weiter. Auch nächstes sollen wieder Arbeitgeber beurteilt und an ihren Images gemessen werden. Hilf der CLEVIS Group und ABSOLVENTA, dieses Mal mehr als 6.000 Datensätze zu sammeln und verbessere aktiv die Arbeitswelt der Praktikanten.

Für die Beantwortung der aktuellen Umfrage bekommen alle Teilnehmer einen Gutschein für Buch24.de. Und wer das ganz große Los zieht, gewinnt eine Reise nach London. Hier geht es zum Fragebogen für den Praktikantenspiegel 2014.
 

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Über den Autor

Daniel Furth
Daniel Furth

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