Zusammenhang von Attraktivität und Erfolg

Macht Schönheit erfolgreich?

Macht Schönheit erfolgreich?

Schönheit liegt zwar bekanntermaßen im Auge des Betrachters, ist aber dennoch nicht völlig subjektiv. Attraktivitätsforscher sind sich nämlich einig, dass Schönheit eine messbare Größe ist und in allen Schichten der Gesellschaft, in jeder Kultur und unabhängig von Alter und Geschlecht gleich bewertet wird. Das heißt, vor allem beim Gesicht, sozusagen der Visitenkarte eines Menschen, werden demnach immer die gleichen Attribute als schön empfunden.

Portrait of successful businesswoman and colleague on background

Markante Gesichter finden mit Sicherheit ebenfalls Bewunderer, aber die breite Masse bevorzugt laut der Studien der Attraktivitätsforscher vor allem durchschnittliche Gesichter. Die Symmetrie der einzelnen Gesichtspartien spielt dabei die größte Rolle. Durch das so genannte Morphing, bei dem die Forscher Bilder realer Personen so oft übereinander kopieren, bis sich alle Eigenheiten aufheben, wird ein Durchschnittsgesicht geschaffen, das dann allgemeinen Anklang findet.

Schön = gut?

Inwiefern hat Schönheit Einfluss auf das menschliche Verhalten? Umfragen in der Bevölkerung brachten hervor, dass attraktiven Menschen von ihrem Mitmenschen auch gleichzeitig attraktive Eigenschaften und mehr Kompetenzen zugeordnet werden. Im Klartext bedeutet das: Schöne Schüler bekommen bessere Noten und schöne Berufstätige verdienen mehr Geld. Laut Daniel Hamermesh, Forscher an der Universität in Texas, wirkt sich gutes Aussehen genauso auf das Gehalt aus, wie eineinhalb Jahre mehr Berufserfahrung.

Die Oberflächlichkeit der Wirtschaft

Ein Beispiel aus dem TV bestätigt diese Aussage. Eine Kandidatin aus der umstrittenen Sendung „The Swan“ ließ sich 2005 vor laufenden Kameras die Brust straffen, die Zähne richten und Fett absaugen. Vier Monate nach der „Verwandlung“ wurde die Personalsachbearbeiterin befördert und bekam eine Gehaltserhöhung. Kurze Zeit später wechselte sie in ein anderes Unternehmen und stockte ihr Gehalt nochmals auf.

Auch der bekannte Münchener Promi-Schönheitschirurg Werner Mang gibt an, dass etwa ein Drittel seiner Patienten zu ihm kommen, um ihre Karriere in Schwung zu bringen.

Schönheit hilft bei der Karriere, ist aber nicht alles

Zwar kann ein hübsches Gesicht zum Beispiel den Berufseinstieg erleichtern. Ob bewusst oder unbewusst. Attraktive Bewerber bekommen bei gleicher Qualifikation häufiger eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. (Ein Beleg, wie wichtig das Bewerbungsfoto ist!). Doch auf Dauer reicht eine gute Optik allein nicht mehr aus. Um die Karriereleiter wirklich hinauf zu steigen, bedarf es früher oder später neben den Soft Skills auch der so genannten Hard Skills sowie persönliche Beziehungen.

Es lässt sich außerdem feststellen, dass in den einzelnen Arbeitsbereichen unterschiedliche Prioritäten gelten. So ist das Aussehen, beziehungsweise das ganze Erscheinungsbild in den Bereichen Forschung, Entwicklung oder Controlling weitaus weniger wichtig als in den Bereichen Vertrieb, Marketing oder Presse. Letztere leben nämlich davon in der Öffentlichkeit zu repräsentieren.

Ausstrahlung schlägt Schönheit

Karriereberater raten jedoch ihren Klienten in der Regel, den Anspruch an die eigene Optik nicht zu hoch zu setzen. Ein sehr hübsches Gesicht mag zwar in den ersten Augenblicken punkten, aber sobald ein Gespräch beginnt werden Aufgeschlossenheit, Optimismus und Verbindlichkeit umso wichtiger. Immerhin sind die meisten Vorstandsmitglieder nicht überdurchschnittlich hübsch, sondern überdurchschnittlich charmant – bzw. können es sein, wenn es darauf ankommt.

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>> Wie sich die Körpergröße auf die Karrierechancen auswirkt

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