Lebenslanges Lernen.

Lebenslanges Lernen.
Wir müssen uns ständig mit der Welt auseinandersetzen und von ihr lernen. Insofern ist lebenslanges Lernen nichts Neues, schließlich war und ist es seit jeher Aufgabe und Ziel des Menschen, sich und seine Umgebung zu verstehen. Nur wenn der Mensch ständig neue Informationen aufnimmt und Erfahrungen sammelt, kann er sich auf Dauer in seiner Umgebung zurechtfinden. ABSOLVENTA erklärt, warum ein Mehr an Wissen ist auch ein Mehr an Optionen und Chancen ist.
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  1. Lebenslanges Lernen bedarf Lernkompetenz.

    Damit dieses Rennen nicht zu einem aussichtlosen Kampf mutiert, befasst sich die Wissenschaft seit einiger Zeit verstärkt mit der Thematik. Vielfach wird Lebenslanges Lernen fälschlicherweise mit Erwachsenbildung gleichgesetzt. Auch die Erwachsenen müssten geschult werden, damit sie am Arbeitsmarkt konkurrenzfähig blieben. Abendkurse, Weiterbildungsangebote und Lernen am Arbeitsplatz sind Stichwörter, die in dem Zusammenhang immer wieder auftauchen. Ein solches Konzept greift jedoch zu kurz, da es wichtige Stationen in der Bildung nicht berücksichtigt. Gerade im Kindesalter werden die Grundsteine für den späteren Lernerfolg gelegt, denn die entscheidende Komponente für den späteren (Lern-)Erfolg des Menschen ist nämlich seine Lernkompetenz.

  2. Lernkompetenz = Antizipation + Selbststeuerung + Kompetenz.

    Lernkompetenz ist die Fähigkeit zu lernen. Je besser sie ist, desto einfacher können neue Informationen verarbeitet und abgespeichert werden. Sie setzt sich aus drei Aspekten zusammen. Die erste ist die Antizipation. Sie beschreibt die Fähigkeit, sein eigenes Wissen und seine Kompetenzen mit den zukünftigen Anforderungen zu vergleichen. Nur wer Defizite bei sich entdeckt, kann sie auch beheben. Der zweite Aspekt ist die Selbststeuerung. Selbststeuerung umfasst Motivation, Organisation und Selbstkontrolle. Motivierte Mitarbeiter sind eher bereit, sich mit neuen Anforderungen auseinanderzusetzen und neue Sachen zu lernen. Für den Lernerfolg muss der Lerner seinen Lernprozess allerdings strukturieren, vor allem in Hinblick auf den Zeitaufwand und Lernintensität. Die beste Organisation bringt jedoch nur wenig, wenn keine Selbstkontrolle herrscht. Selbstkontrolle bedeutet seine Lernfortschritte mit den gesteckten Zielen zu vergleichen und seine Organisation bei Bedarf zu verändern. Die dritte Komponente ist die Kompetenz und gibt den Zugang zu Lernprozessen an. Jemand mit einer hohen Lernfähigkeit kann Probleme schnell lösen, verfügt über eine gute Auffassungsgabe und verfügt über erfolgreiche Strategien, um Informationen zu verarbeiten. Je besser die drei Aspekte ausgebildet sind, desto höher ist also die Lernkompetenz.

  3. Lebenslanges Lernen beginnt im Kindesalter.

    Lernkompetenz eignet sich der Mensch insbesondere zu Beginn seines Lebens an. Schon im Vorschulalter nehmen die Kinder nicht nur neues Wissen auf, sie begreifen auch, wie sie sich dieses Wissen aneignen können. Dabei spielt Motivation genau so eine wichtige Rolle wie die Lernfähigkeit. Mit Lob und Anerkennung wird die Basis dafür gelegt, dass lernen Spaß macht. Wer schon als Kind Neugier, Wissbegier und Freude am Lernen hatte, überträgt dieses Verhalten mit großer Wahrscheinlichkeit in sein späteres Leben und ist damit bestens für die private und berufliche Zukunft gewappnet.

  4. Eine neue Art der Bildung.

    Lebenslanges Lernen ist ein Umdenken in der Art des Lernens und dem, was Schulen und ähnliche Einrichtungen vermitteln sollen. Da keine Bildungsstation alles lehren kann, müssen die Schüler mit Methoden und Instrumenten ausgestattet werden, sich das notwendige Wissen auch nach der Schule oder der Universität anzueignen. Auf dem Lehrplan stehen dann zunehmend Aspekte der Lernkompetenz und nicht nur Fakten und Daten. Wie viel Faktenwissen sollen Einrichtungen vermitteln und wie viel Methodenkenntnis ist nötig, damit der Nachwuchs auf die Zukunft bestens vorbereitet ist? Eine schwierige Frage, zu der bisher wenige Wissenschaftler geforscht haben. Bisher steht nur fest, dass eine Umverteilung geschehen muss, das Ausmaß ist noch unklar.

    Die Gesellschaft bewegt sich immer schneller auf eine Wissensgesellschaft zu, in manchen Bereichen herrscht sie sogar schon vor. Gerade deshalb ist es wichtig, stets auf dem Laufenden zu sein. Zugleich löst sich der Gegensatz zwischen Lernen und Arbeiten auf. Früher lernten Schüler etwas in der Schule, um es dann im Job einzusetzen. Dies ist nicht mehr möglich, weshalb Angestellte sich während der Arbeit fortlaufend neues Wissen aneignen müssen. Dies geschieht zum einen über informelles Lernen direkt am Arbeitsplatz, z.B. durch Hinweise von Kollegen oder learning-by-doing. Zum anderen bleiben Bildungseinrichtungen weiterhin wichtig, da sie den Erwachsenen begleiten und viel umfassender Wissen vermitteln können.

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