im Beruf und im Alltag

Düfte beeinflussen unsere Wahrnehmung

Düfte beeinflussen unsere Wahrnehmung

Schon vor Generationen haben Bäckereien ihre Ofenrohre nach außen verlegt, damit es vor der Bäckerei nach frisch gebackenen Brötchen roch. Bei den vorbeilaufenden Kunden wurde somit die Lust auf frisch Gebackenes geweckt und ihre Kauflust animiert. Düfte beinflussen unsere Wahrnehmung, unser Denken und unser Handeln - im Privatleben wie auch im Beruf.

Inhalt

  1. Gerüche erreichen unser Gehirn unmittelbar
  2. Karrierehelfer Geruch
  3. Beeinflussen Düfte die Kaufentscheidung

Heutzutage erobern sogenannte Duftdesigner das Marketing und erzeugen Düfte, die wie auch die Unternehmensmarke selbst dafür sorgen, dass ein Unternehmen und sein Produkt oder seine Botschaft beim Kunden verankert werden. Das heißt, die Kunden sollen das Unternehmen schon am Geruch erkennen und dessen Botschaft damit verknüpfen.

Gerüche erreichen unser Gehirn unmittelbar

Auch wenn Gerüche teilweise nur kaum oder unterbewusst wahrgenommen werden, gehören sie doch zur nonverbalen Kommunikation. Gefühle, Stimmungen oder das allgemeine Wohlbefinden können durch bestimmte Düfte positiv beeinflusst werden. Bilder und Emotionen werden in Verbindung mit Gerüchen besser im Gehirn abgespeichert und sind leichter abrufbar.

Karrierehelfer Geruch

Im Job sollte es natürlich selbstverständlich sein einen angenehmen Körpergeruch zu haben. Aber bestimmte Gerüche, wie beispielsweise Minze oder Zitrone wirken konzentrationsfördernd und aufheiternd und können auch im Berufsalltag, z.B. zur Mitarbeitermotivation, hilfreich sein.

Der Geruch von Kaffee und Butterkeksen soll Stress abbauen und ausgeglichen machen und diese Vorteile können sowohl beim Vorstellungsgespräch als auch beim Meeting hilfreich sein. Gerade als Bewerber im Vorstellungsgespräch trägt ein angenehmer, dezenter Duft zum Selbstmarketing bei.

Beeinflussen Düfte die Kaufentscheidung?

Studien zahlreicher Universitäten fanden heraus, dass der Einsatz von Düften im Verkaufsraum die Kauflust steigert und die Kunden länger im Geschäft hält. Eine Studie von Anja Stöhr von der Hochschule Dresden belegt, dass Geschäfte, die Düfte in ihrer Marketingstrategie berücksichtigen, ein Umsatzplus von 5-6% verzeichnen konnten.

Das Duftmarketing bildet den Gegenpol zur klassischen Werbung, die bei den meisten Kunden durch die allgemeine Reizüberflutung kaum oder gar nicht mehr wahrgenommen wird.

Kaum eine Branche kommt heute noch ohne Duftmarketing aus. Modegeschäfte, Hotels, Flughäfen und selbst Haushaltsgerätehersteller setzen auf ihren ganz persönlichen Duft. Die Herstellung eines solchen Corporate Scent kann allerdings Monate dauern und bis zu 30.000 Euro kosten.

>> Leichter lernen: 5 Lerntipps

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