Warum sich deine Karriere im Diversity Management lohnt.

Warum sich deine Karriere im Diversity Management lohnt.
Für Unternehmen bietet Diversity Management Vorteile – für Jobsuchende auch. Warum sich deine Karriere im Diversity Management lohnt und der Berufseinstieg hier Sinn macht, erfährst du hier.  
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  1. Was ist Diversity Management?

    Das Diversity Management ist Teil des Personalmanagements und hängt eng mit dem Recruiting zusammen, legt aber ganz grob gesagt den Schwerpunkt auf die Vielfalt. Es geht darum, die Mitarbeiterschaft so heterogen wie nur möglich aufzustellen – zum Beispiel in Bezug auf:

    INNERE FAKTOREN ÄUSSERE FAKTOREN
    Alter Freizeitverhalten
    Geschlecht Aussehen
    Religion/Weltanschauung Elternschaft
    Herkunft Familienstand
    Sexuelle Orientierung
    Ethnische Gruppe und Nationalität
    Behinderungen
    Soziale Schicht

    Warum das? Die Theorie hinter dem Konzept ist, dass lauter unterschiedliche Köpfe schnellere und bessere Lösungen finden, weil sie aus verschiedenen Kontexten kommen und anders gelernt haben, zu denken und zu arbeiten. Dadurch lernen die Mitarbeiter im Job auch viel voneinander und ergänzen sich zu einem flexiblen und agilen Team. Außerdem fördern die nötige Toleranz und der respektvolle Umgang ein angenehmes Arbeitsklima und somit nebenbei auch die Arbeitgeberattraktivität.

  2. Diversity Management: Vorteile für Jobsuchende.

    Für Jobsuchende macht es heute Sinn, beruflich konkret in Richtung Diversity Management zu gehen. Fakt ist: Deutschland ist ein Einwanderungsland. Aufgrund der kulturellen und internationalen Vielfalt werden Unternehmen zukünftig noch stärker auf Vielfalt setzen müssen – und das bietet dir wiederum Chancen und Jobs im Diversity Management.

    Als Diversity Manager definierst du gemeinsam mit der Führungsetage Diversity-Ziele, entwickelst dann Strategien dazu und planst im Detail, wie diese Ziele erreicht werden können. Auch die Umsetzung der Programme sowie die Koordination der beteiligten Abteilungen obliegt dir. Sicherlich spielt hier auch die Unternehmensgröße und Internationalität des Arbeitgebers eine entscheidende Rolle. Junge Start-ups mit kleiner Belegschaft brauchen nicht zwingend einen Diversity Manager – globale Konzerne sind dagegen darauf angewiesen, dass die Vielfalt im Unternehmen zielführend gemanaget wird.

    Diversity Management: hohe Nachfrage, geringes Angebot.

    Neben der zunehmenden kulturellen Vielfalt in der Gesellschaft und der globalen Ausrichtung großer Unternehmen, die das Diversity Management unerlässlich machen, spielt dir auch das geringe Studienangebot in die Karten und birgt Vorteile. Studiengänge mit klarem Schwerpunkt auf Diversity Management oder Gender and Diversity sind noch die Seltenheit – bisher bieten nur einige Unis ein Aufbaustudium in dem Bereich an. Hier hast du als Absolvent also gute Jobchancen und Vorteile, im Personalwesen im Bereich Diversity Management einzusteigen.

  3. Diversity in Unternehmen: Diese Arbeitgeber sind für dich interessant.

    Vielfalt in der Belegschaft findet sich vor allem bei international agierenden Konzernen. Grundsätzlich sind Global Player also potentielle Arbeitgeber für dich. Einerseits kristallisiert sich im Stellenangebot der Unternehmen schon heraus, wo du im Diversity Management Karriere machen kannst; es gibt aber auch spezielle Diversity-Rankings, die interessante Unternehmen für dich listen. Zum Beispiel: Das Meinungsforschungsinstitut Trendence verleiht jährlich die „Trendence Employer Branding Awards“ in der Kategorie Diversity. Gekürt werden Arbeitgeber, die die Chancengleichheit wahren, auf Diversität in der Belegschaft setzen und dadurch dem Diversity Management im Unternehmen einen hohen Stellenwert zuschreiben. Zu den besten Unternehmen in den vergangenen Jahren gehörten:

    1. BOSCH Gruppe
    2. Bundeswehr
    3. Deutsche Bahn
    4. SAP
    5. Unilever
    6. adidas
  4. Diversity Management: weitere Vorteile und Erfolgsfaktoren.

    Ein wichtiges Ziel von Diversity-Maßnahmen bilden selbstredend soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit. Man darf aber nicht vergessen, dass der Hauptantrieb für Unternehmen immer die Gewinnmaximierung sein wird. Hier wird es interessant, denn Diversity bietet auch einen profitablen Wettbewerbsvorteil. So kann eine Firma in einer globalisierten Welt ganz andere Märkte abdecken, wenn sie bspw. US-Amerikaner oder Japaner beschäftigt, welche dann im Kundenkontakt etwa bei interkultureller und sprachlicher Kommunikation unterstützen können. Somit ist man mit einem funktionierenden Diversity Management im Vorteil. Tatsächlich erwirtschaften Firmen, die viele Frauen, ältere Menschen, Migranten oder Behinderte beschäftigen, mehr Gewinn: Vielfalt zahlt sich also aus.

    Auf der anderen Seite wird ein Arbeitgeber durch eine tolerante und integrative Personalpolitik sowohl für potenzielle als auch für bereits angestellte Mitarbeiter zunehmend attraktiver, insbesondere entstehen Vorteile bei der GenY, die sich von „monokulturellen“ Organisationen wenig locken lässt. Beim sogenannten Integrativen Ansatz werden deshalb wirtschaftliche Überlegungen mit dem Grundsatz der Gleichbehandlung kombiniert.

    Die Definition von Diversity Management geht aber über eine bloße Tolerierung von Vielfalt hinaus: Unterschiede sollen stattdessen gezielt gefördert werden. Dazu zählt auch eine hohe Wertschätzung aller Mitarbeiter. Jegliche Diskriminierung am Arbeitsplatz ist tabu. Das Thema freie Entfaltung im Berufsalltag sollte fest in der Unternehmensphilosophie verankert und auch gelebt werden. Zum Beispiel kann ein Diversity Manager ernannt oder Diversity Guidelines verfasst werden. Immer mehr Betriebe verpflichten sich auch mit der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ dazu, sich zu Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt zu bekennen.

  5. Kreativität in Unternehmen durch Diversity fördern.

    Ein anderes Thema, das aber auf den zweiten Blick viele Gemeinsamkeiten zum Thema „Vielfalt zulassen“ aufweist, ist die Kreativitätsförderung in Unternehmen. Der Innovationsdruck ist in den letzten Jahrzehnten durch die Globalisierung enorm gestiegen und wer noch aus der Masse herausstechen möchte, muss kreativ werden. Doch genau hier liegt das Problem: Häufig fällt es den Firmen schwer, die Kreativität ihrer Angestellten freizusetzen und dadurch neue Wege zu beschreiten. Dabei sind gerade die Ideen der Mitarbeiter zukunftsweisend.

    Doch wie begegnen Unternehmen diesem Problem nun am besten? Die Antwort ist wiederum: Diversity. Internationalität und Offenheit in einem Betrieb erhöht nämlich die Denkrichtungen der Belegschaft und dadurch ihre Kreativität. Noch ein Schritt weiter: Ein gutes Image lockt in Zukunft auch noch kreativere Köpfe in die eigenen Reihen.

  6. Fazit.

    Diversity Management ist in einer vielfältigen Gesellschaft unerlässlich und vor allen Dingen rentabel. Im Umkehrschluss bist du deshalb interessant für Unternehmen, welche die soziale Vielfalt konstruktiv zum Wohle aller nutzen, den eigenen Profit erhöhen, den Umgang ihrer Mitarbeiter untereinander verbessern und zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft beitragen wollen.

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