Infos im Bereich Wirtschaftsprüfung.

Infos im Bereich Wirtschaftsprüfung.

Grauer Anzug, spießig und bieder: So stellen sich viele Bewerber die Wirtschaftsprüfung vor. Zwar ist der Dresscode in der Tat seriös statt bunt, dafür ist die Karriere im Auditing alles andere als langweilig. Mehr über den Arbeitsalltag eines Wirtschaftsprüfers erfährst du hier.

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  1. Audit Definition.

    Wirtschaftsprüfer führen Audits durch. Audit steht für „Prüfung“ und „Revision“ und meint ein allgemeines Untersuchungsverfahren, welches Produkte und Prozesse hinsichtlich der Erfüllung spezifischer Kriterien untersucht. Ein Audit prüft jedoch nicht nur das Objekt an sich, sondern auch die Kriterien, die es zu erfüllen gilt.

  2. Aufgaben in der Wirtschaftsprüfung.

    Aufgrund der unterschiedlichen Prüfungsobjekte ist der Audit-Beruf sehr vielseitig. Kommst du frisch von der Uni, steigst du zunächst als Wirtschaftsprüfungsassistent, Junior Auditor, Business Analyst oder Junior Consultant ein. Deine Aufgaben sind dabei immer ähnlich: Du prüfst vor allem Bilanzen und Abschlüsse eines Unternehmens auf ihre Richtigkeit. Das ermöglicht Unternehmen sowie Investoren, einen Überblick über den Wert des Unternehmens und seine wirtschaftliche Lage zu bekommen.

    Besonderes Augenmerk legst du als Wirtschaftsprüfer auf die gesetzlich vorgeschriebenen Jahresabschlussprüfungen. Jede mittelgroße und große Kapitalgesellschaft ist dazu verpflichtet, den Jahresabschluss von einem Abschlussprüfer überprüfen zu lassen. Diese Prüfung findet in der Regel zwischen November und April statt, sodass du hier durchaus mal 60 Stunden die Woche arbeiten musst. Dafür haben beschönigte Zahlen keine Chance.

    Hier ein beispielhafter Ablauf: Gemeinsam mit deinen Kollegen machst du dich auf zum Kunden. Bevor du mit der Prüfung loslegst, recherchierst du Daten, führst Inventuren durch und prüfst Kassenbestände. Auf diese Weise bekommst du Einblicke in die Unternehmensstruktur und das Geschäftsmodell. Deine Ergebnisse fasst du in Berichten und Grafiken zusammen. Fallen dir falsche Angaben auf, weist du den Aufsichtsrat und die Geschäftsführer darauf hin.

    Es werden aber auch Audits durchgeführt, wenn etwas nach offiziellen Standards zertifiziert werden soll, beispielsweise Sicherheitsstandards für Autos oder Umweltschutzrichtlinien in der Industrie. Zentral ist auch das Auditing von Managementsystemen, da deren Zertifizierung oftmals bei Unternehmenskooperationen gefordert wird. In großen Unternehmen kannst du als Prüfer in der Revisionsabteilung eingesetzt werden. Dort gehst du zum Beispiel Fragen nach der Vereinbarkeit von Familie und Beruf nach oder überprüfst das Informationsmanagement.

  3. Voraussetzungen für den Beruf des Wirtschaftsprüfers.

    Öffnest du eine Excel Tabelle kribbelt es im Bauch, aufwendige Berechnungen bringen deine Augen zum Leuchten: Wenn du jetzt noch gerne im Team und mit Kunden arbeitest, ist deine Bewerbung hier genau richtig. Da du mit sensiblen Kundendaten zu tun hast, solltest du außerdem ehrlich und verschwiegen sein. Gute Englischkenntnisse sind in der Branche natürlich ein Muss, schließlich prüfst du nicht nur kleine GmbHs, sondern auch mal DAX-30-Mandanten.

    Wirtschaftsprüfer kannst du auch mit einem Bachelorabschluss werden. Für die Zulassung zum Wirtschaftsprüfer-Examen musst du dann nur mehr Berufspraxis nachweisen als ein Masterabsolvent.

    Typische Voraussetzungen für eine Bewerbung im Bereich Wirtschaftsprüfung

    • Bachelor- oder Masterabschluss in einem wirtschaftswissenschaftlichen Fach mit Schwerpunkt Wirtschaftsprüfung, Controlling oder Rechnungswesen
    • Erste berufliche Erfahrung in der Prüfung, beispielsweise durch Praktika
    • Analytisches Denkvermögen und Zahlenaffinität
    • Verantwortungsbewusstsein und ein professionelles Auftreten
    • Flexibilität und Reisefreude
    • Sehr gute Englischkenntnisse
  4. Karriere als Wirtschaftsprüfer.

    Bewährst du dich als Wirtschaftsprüfungsassistent, hast du bereits nach zwei bis drei Jahren die Möglichkeit, mehr Verantwortung zu übernehmen und zum Senior Consultant aufzusteigen. Mehr Verantwortung bedeutet natürlich auch mehr Gehalt, besonders wenn du Personalverantwortung, die strategische Unternehmensentwicklung oder Akquisitionsverantwortung übernimmst.

    Hast du drei bis vier Jahre Praxiserfahrung gesammelt, kannst du dich an den schwersten Teil deiner Karriere machen: das Wirtschaftsprüferexamen. In diesem beweist du sowohl dein betriebswirtschaftliches als auch dein wirtschaftsrechtliches Know-how. Ohne das Examen kannst du nicht als Wirtschaftsprüfer bestellt werden. Das WP-Examen solltest du aber auf keinen Fall unterschätzen, die Durchfallquote ist sehr hoch. Eine gute Vorbereitung und Ehrgeiz sind also gefragt.

    Möchtest du dich selbstständig machen, kannst du als freier Wirtschaftsprüfer oder auch als Gutachter und Unternehmensberater tätig werden.

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