Alles, was du zur Arbeit als Kommissionierer wissen musst

Alles, was du zur Arbeit als Kommissionierer wissen musst

Was macht eigentlich ein Kommissionierer? Hat das nicht was mit Logistik zu tun? Falls du nicht sicher weißt, was es mit dem Begriff Kommissionierung auf sich hat, findest du hier alle Informationen: Wir geben eine verständliche Definition zur Kommissionierung, erklären, welche Aufgaben ein Kommissionierer übernimmt, und geben einen Überblick zum Gehalt als Kommissionierer.

Inhalt:

  1. Definition Kommissionierung
  2. Aufgaben als Kommissionierer
  3. Gehalt als Kommissionierer
  4. Bewerbung Kommissionierung

Definition: Was ist Kommissionierung?

Kommissionierung beinhaltet die Bereitstellung von Waren für einen Kunden oder für eine Produktion. Das heißt, aus einer bereitgestellten Gesamtmenge, dem sogenannten Sortiment, wird eine bestimmte Teilmenge – Artikel – entnommen oder auch kommissioniert. Diese Entnahme erfolgt aufgrund eines Auftrages. Dies kann ein Kundenauftrag oder ein Produktionsauftrag sein. Der Mitarbeiter, der den Auftrag ausführt und die Artikel kommissioniert, wird als Kommissionierer, Picker oder Greifer bezeichnet.

Der Kommissioniervorgang kann dabei einstufig oder mehrstufig erfolgen.

  • Einstufig: Bei der einstufigen Kommissionierung wird auftragsorientiert kommissioniert. Das heißt, dass jeder Kundenauftrag einzeln ausgeführt wird.
  • Mehrstufig: Bei der mehrstufigen Kommissionierung werden für mehrere Aufträge auf einmal die gesamte Menge eines Artikels gepickt. Das spart Zeit und macht die Kommissionierung effizienter, aber auch fehleranfälliger.

Zusätzlich unterscheidet man je nach einstufigen oder mehrstufiger Kommissionierung noch die angewandte Methode:

Bei der einstufigen Kommissionierung gibt es die auftragsorientierte, parallele Kommissionierung sowie die auftragsorientierte, serielle Kommissionierung.

  • Auftragsorientierte, parallele Kommissionierung: Jeder Kundenauftrag wird, je nach Lagerzone, in verschiedene Teilaufträge aufgeteilt. So erfolgt die Kommissionierung parallel und die einzelnen Teilaufträge werden am Ende zusammengeführt.
  • Auftragsorientierte, serielle Kommissionierung: Die Aufträge werden in den verschiedenen Lagerzonen nacheinander bearbeitet. Dabei kann ein Kommissionierer alle Lagerzonen durchschreiten oder die Kommissioniere der einzelnen Lagezonen fügen den Auftrag nacheinander zusammen.

Bei der mehrstufigen Kommissionierung wird die serienorientierte, parallele Kommissionierung angewandt. Dabei werden die einzelnen Auftragseingänge zu einer Serie zusammengefasst und parallel abgearbeitet. Somit kann ein Artikel, der in mehreren Aufträgen vorhanden ist, gesammelt und auf einmal entnommen werden. Am Ende werden die Einzelaufträge wieder aufgeteilt.

Kommissionieren in der Lagerlogistik: Das sind deine Aufgaben als Kommissionierer

Bist du als Kommissionierer beschäftigt, arbeitest du vor allem in der Lagerlogistik oder Distributionslogistik. Deine Aufgabe als Kommissionierer ist es, einen Auftrag auszuführen und Waren und Produkte versandfertig zu machen. Hierfür müssen die Artikel aus dem Sortiment zusammengesucht und verpackt werden. Als Kommissionierer erfasst du zusätzlich Angaben wie die Warenmenge, den Termin der Bereitstellung und den Bestimmungsort. Das wichtigste Ziel eines Kommissionierers ist es, einen lückenlosen Materialfluss zu gewährleisten.

Viele der Aufgaben als Kommissionierer können automatisiert und maschinell erledigt werden, doch vor allem in kleineren Unternehmen ist häufig noch viel Handarbeit dabei.

Bei maschinellen Kommissionierungssystemen gibt es Kommissionier-Automaten und Kommissionier-Roboter, welche die Waren aus entsprechenden Schächten oder Regalen entnehmen. Als Kommissionierer ist es deine Aufgabe, den Maschinen die Auftragsdetails zu nennen und die Auftragsabfertigung zu überwachen und zu überprüfen.

Bei manuellen Kommissionierungssystemen unterscheidet man zwischen

  • Person-zur-Ware-Systemen: Hier begibst du dich als Kommissionierer zum Lagerplatz und entnimmst die entsprechende Ware.
  • Ware-zur-Person-Systemen: Hier werden die Artikel direkt zu den Kommissionierern per Fördertechnik geführt und du verpackst sie anschließend.

Gehalt als Kommissionierer: Das kannst du in der Kommissionierung verdienen

Das Gehalt als Kommissionierer hängt von einigen Faktoren ab, wie Unternehmensgröße, mögliche Tarifbindung des Unternehmens, Branche und Berufserfahrung in dem Job. Einsatzbereiche für Kommissionierer ergeben sich überall dort, wo es Lagerhaltung gibt. Deswegen wird der Kommissionierer auch als ‚Fachkraft für Lagerlogistik’ bezeichnet. Typische Branchen der Kommissionierung sind die Automobil- und Textilindustrie, der Lebensmittelhandel, das Metallgewerbe und der Möbelhandel.

  • Als Kommissionierer liegt das Gehalt in Deutschland 2016 bei durchschnittlich 1.856 Euro brutto pro Monat.
  • Dabei schwankt der Lohn zwischen 1.327 Euro pro Monat, manche Kommissionierer verdienen jedoch auch bis zu 2.663 Euro pro Monat.
  • Ein ungelernter Kommissionierer erhält einen Stundenlohn von 8,50 Euro (Mindestlohn) bis 12 Euro pro Stunde.  
  • Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung hast du ein Einstiegsgehalt als Kommissionierer von etwa 1.800 Euro im Monat.

Gehalt als Kommissionierer nach Alter

Auch dein Alter hat einen Einfluss auf deinen Lohn als Kommissionierer. So verdienst du mit 25 bis 30 Jahren durchschnittlich rund 1.830 Euro pro Monat. Am besten verdienen Kommissionierer im Alter um 35 Jahre bis 40 Jahre. Später nimmt dein Verdienst wieder ab. 

Quelle: https://www.gehaltsvergleich.com/gehalt/Kommissionierer-Kommissioniererin

Gehalt als Kommissionierer nach Unternehmensgröße

Großunternehmen zahlen Kommissionierern meist höhere Löhne, da diese Firmen wirtschaftlich stärker sind und oftmals Tarifverträgen unterliegen, im Gegensatz zu Firmen aus dem Mittelstand. Ein Tarifvertrag sichert der Belegschaft quasi einen Mindestlohn zu, den Arbeitgeber und Gewerkschaft ausgehandelt haben.

Unternehmensgröße Durchschnittliches Monatsgehalt brutto
Bis 500 Mitarbeiter 1.745 Euro
501–1.000 Mitarbeiter 1.923 Euro
Über 1.000 Mitarbeiter 1.953 Euro

Quelle: https://www.gehaltsvergleich.com/gehalt/Kommissionierer-Kommissioniererin

Der Unterschied deines Gehalt als Kommissionierer bei einem kleinen zu einem großen Unternehmen kann also bis zu 200 Euro im Monat betragen.

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Bewerbung als Kommissionierer: Tipps und Infos

Wenn du ein tolles Jobangebot als Kommissionierer gefunden hast, heißt es jetzt: Bewerbung schreiben. Wir geben dir Tipps, auf was du achten solltest und worauf es bei einer erfolgreichen Bewerbung als Kommissionierer ankommt.

  • Wenn im Stellenangebot als Kommissionierer bestimmte Eigenschaften erwünscht sind, dann stelle deine Stärken in einen Zusammenhang mit ihnen. Da Kommissionierer beispielsweise ein physisch belastender Beruf ist und präzise Arbeit verlangt, wäre dies eine wertvolle Eigenschaft. Vortäuschen sollte man Kompetenzen jedenfalls nicht. Das fliegt schneller auf, als man denkt.
  • Nenne im Bewerbungsschreiben konkrete Beispiele für deine Stärken! In deinem vorherigen Arbeitsumfeld (als Kommissionierer oder in einem anderen Job) hast du vielleicht Herausforderungen angenommen, die dein unternehmerisches Denken erweitert haben. Verweise auch hier auf deine Qualifikationen und Kompetenzen.
  • Deine Bewerbung als Kommissionierer sollte außerdem fehlerfrei und ordentlich sein, denn so sieht der Arbeitgeber, dass du sorgfältig arbeitest.
  • Auch ein professionelles Foto für die Bewerbung zeigt, dass man Qualität kennt und zu schätzen weiß. Achte deswegen beim Bewerbungsfoto auf Kleidung und Erscheinungsbild.

Was generell bei einer Bewerbung noch zählt

  • Wichtig ist, dass du in im Lebenslauf der Bewerbung deine beruflichen Stationen so anordnest, dass deine aktuelle Position ganz oben steht – das nennt man antichronologisch.
  • Gib auch deine Hobbies und Interessen an. So gewinnt der Arbeitgeber einen besseren Eindruck von dir und kann etwas besser einschätzen, ob du persönlich sowie fachlich als Kommissionierer ins Unternehmen passt.
  • Ob bei der Bewerbung als Disponent oder als Kommissionierer: Zeugnisse und Arbeitsnachweise sind Teil deiner Bewerbung. Gute Noten in Mathematik zeugen von logischem Denkvermögen.
  • Als Kommissionierer solltest du nicht nur wissen, was deine Aufgaben sind, sondern welche Rolle du im gesamten logistischen Prozess hast. Ein Überblick über das Berufsfeld des strategischen Einkaufes ist deswegen nie verkehrt.

Das Bewerbungsgespräch

Mit unseren Tipps für deine Bewerbung wirst du hoffentlich bald zum Vorstellungsgespräch für einen Kommissionierer-Job eingeladen. Auch hier gibt es Regeln zu beachten, um einen professionellen Eindruck zu hinterlassen und damit hoffentlich den Job als Kommissionierer zu erhalten.

  • Pünktlichkeit ist das erste Zeichen für Zuverlässigkeit. Sei nicht zu früh, aber auch auf keinen Fall zu spät da.
  • Am besten lässt du dir auch selbst nach hinten heraus auch einen zeitlichen Puffer, falls du spontan kleinere Tests oder Aufgaben machen sollst. Buche also keinen Zug für die Rückfahrt, der nur ein oder zwei Stunden später geht.
  • Während des Gesprächs gehen die Personaler normalerweise auf die Bewerbungsunterlagen und deine Motivation für den Job als Kommissionierer ein. Zudem wollen sie wissen, warum du dich ausgerechnet bei ihrem Unternehmen beworben hast. Hier musst du eine Antwort auf die Frage parat haben, was dir besonders an dem Unternehmen gefällt.
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