Erfahrungen als Berufseinsteiger bei Vodafone.

Von Sandra Kieckhöfel,

Er möchte die neue Nachhaltigkeitsabteilung bei Vodafone Deutschland aufbauen und auch nochmal im Ausland arbeiten, das steht für Ryan Holowka fest. Der Berufseinstieg gelang ihm nach dem Strategic Management Master in Rotterdam durch ein Trainee-Programm. Im Anschluss daran wurde er als Sustainability Manager übernommen und berichtet nun von seiner Work-Life-Balance, dem Einstiegsgehalt und der Arbeitsatmosphäre.

Hallo Ryan, wie lief das Auswahlverfahren für deine Stelle bei Vodafone ab?

Vor meiner Rolle als Sustainability Manager war ich für eineinhalb Jahre Discover Trainee. Die Informationen zum Auswahlverfahren beziehen sich deshalb auf die Trainee-Stelle. Bei mir war die Zeit zwischen Bewerbung und Zusage mit eineinhalb Monaten recht kurz, da ich mich zum Ende der Deadline auf die Stelle beworben hatte. Kurz nach dem Eingang meiner Bewerbung erhielt ich schon ein positives Feedback und wurde eingeladen, den Online-Test zu absolvieren. Einen Monat später hat das Assessment Center am Vodafone Campus stattgefunden. Die Zusage für die Stelle habe ich direkt am Ende davon erhalten.

Welche persönlichen Erfahrungen hast du im Vorstellungsgespräch und ggf. im Assessment Center gemacht?

Bei dem Assessment Center für meinen Einstieg als Discover Trainee waren wir zehn Kandidat_innen. Zu Beginn des ACs wurde uns mitgeteilt, dass es nicht nur eine Stelle zu besetzen gilt. Sollte mehr als ein_e Kandidat_in auf die Stelle passen, würden mehrere Personen ein Angebot erhalten. Sollte niemand passen, würde es allerdings keine Angebote geben. Wir Kandidat_innen hatten einen gemeinsamen Aufenthaltsraum für den gesamten Tag. Die Atmosphäre war sehr entspannt. In den AC-Runden wurden Einzelinterviews geführt, eine Case Study bearbeitet und anschließend vor der HR-Abteilung und einem Manager aus dem Fachbereich präsentiert. Bei der gesamten Auswahl wurde auf den Cultural Fit sehr viel Wert gelegt – also passen Vodafone und Ich überhaupt zusammen?

Mein Tipp: Sei nicht zu verkrampft. Sieh jedes Assessment Center auch als Möglichkeit, zu lernen. Wenn es mit der Stelle nicht klappt, ist das auch kein Weltuntergang. Hab Spaß und sei authentisch.

Wie heißt der CEO? Diese Frage muss man einfach beantworten können.
Ryan Holowka, Berufseinsteiger bei Vodafone

Kannst du ein absolutes Insight nennen?

Wie heißt der CEO? Diese Frage muss man einfach beantworten können. Mein Tipp: Bereite dich gut vor. Lies dir den Geschäftsbericht durch. Merk dir die wichtigsten Kennzahlen. Befasse dich mit der Industrie und den Herausforderungen, vor der sie steht. Versuche zu verstehen, wie das Unternehmen sich selbst sieht und für welche Werte es einsteht. Übe das Lösen von Case Studies, dann kannst du die Aufgabe während des ACs zuversichtlich angehen.

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Ich verantworte die Nachhaltigkeitsaktivitäten der Vodafone Deutschland. Als Schnittstelle für alle Kolleg_innen, die an dem Thema arbeiten, verantworte ich unsere Nachhaltigkeitsstrategie, treibe neue Initiativen voran und generiere Support des Senior Managements. Darüber hinaus darf ich eines der aktuell wohl spannendsten Themen der Business-Welt verantworten: Purpose. Ich bin dafür zuständig, den Vodafone Purpose, gemeinsam mit den Kolleg_innen aus der Vodafone Group, für uns in Deutschland zu definieren und ins Leben zu rufen.

Das Einstiegsgehalt als Trainee bewegt sich im oberen Mittelfeld für Trainee-Stellen bei Großkonzernen und war höher als bei meinen Freunden, die bei den Big Four angefangen haben.
Ryan Holowka, Berufseinsteiger bei Vodafone

Wie wirst du als Berufseinsteiger von deinen Kolleg_innen und Vorgesetzten unterstützt?

Sustainability ist bei uns eine Stabsstelle, weshalb ich aktuell kein Team habe, sondern direkt an den Bereichsleiter für External Affairs berichte, der gleichzeitig auch mein Mentor ist. Ich lerne unglaublich viel von ihm, sowohl Hard- als auch Soft Skills, erhalte regelmäßig Feedback und kann mich bei Problemen immer an ihn wenden.

Gleichzeitig habe ich während meiner Trainee-Zeit ein großes Netzwerk aufbauen können und so immer Kolleg_innen an meiner Seite, mit denen ich mich sowohl fachlich als auch privat austauschen kann.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei Vodafone?

Wir haben eine sehr offene Arbeitskultur. Eine zentrale Rolle spielt für uns auch unsere Kaffeebar, an der regelmäßig Termine in entspannter Atmosphäre stattfinden. Besonders als Trainee habe ich hiervon viel Gebrauch gemacht, um mich mit Kolleg_innen zu vernetzen, spannende Themen und Projekte kennenzulernen und mir neue Trainee-Stationen zu suchen. Einen großen Einfluss hat auch das Duzen – unser CEO ist für uns nicht Dr. Ametsreiter, sondern Hannes.

Wie zufrieden bist du mit deinem Einstiegsgehalt?

Das Einstiegsgehalt als Trainee bewegt sich im oberen Mittelfeld für Trainee-Stellen bei Großkonzernen und war höher als bei meinen Freunden, die bei den Big Four angefangen haben. Das Einstiegsgehalt nach dem Trainee-Programm ist für alle Trainees gleich, unabhängig von Position oder Verantwortung. Darüber hinaus erhalten wir einen fixen monatlichen Betrag, den wir für Vodafone Services nutzen können. Ich kann dadurch nicht nur meinen Mobilfunk- und Festnetzvertrag abdecken, sondern beispielsweise auch den Vertrag meiner Mutter.

Wie sieht es mit deiner Work-Life-Balance aus?

Ich persönlich trenne Arbeit und Privatleben nicht strikt. Die Trainees aus meinem Jahrgang sind auch privat meine Freunde und mit meinem Mentor gehe ich abends gerne mal etwas essen oder trinken. Ich arbeite gerne und will wirklich etwas bewegen. Gleichzeitig ist mir wichtig, dass ich mir meine Zeit selbst einteilen oder auch mal von zu Hause aus arbeiten kann.

Ich habe einen 40-Stunden-Vertrag, mache aber regelmäßig ein paar Überstunden. Diese kann ich aber abfeiern und mit den 30 Tagen Urlaub kombinieren. Vier Wochen Backpacken plus mehrere Kurztrips pro Jahr sind also drin.

Welche Karriereziele hast du dir bei Vodafone vorgenommen?

Mein Ziel ist klar: in den nächsten zwei Jahren eine neue Nachhaltigkeitsabteilung aufbauen. Genauso klar ist für mich, dass ich noch einmal ins Ausland gehen werde. Hier gäbe es die Möglichkeit innerhalb des Konzerns in eine unserer Ländergesellschaften zu wechseln, zum Beispiel nach London oder Südafrika. Langfristig würde ich das Thema Purpose und Nachhaltigkeit gerne auf globaler Ebene für Vodafone leiten. Wichtig ist für mich aber weniger der Titel, sondern die Möglichkeit, einen echten, spürbaren Impact zu schaffen.

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