Erfahrungen als Berufseinsteiger bei BearingPoint.

Von Sandra Kieckhöfel,

An der Technischen Hochschule in Ingolstadt studierte Carmen Geiger Automotive & Mobility Management, bevor ihr der Berufseinstieg bei BearingPoint gelang. Seit Sommer 2018 arbeitet sie bei der Unternehmensberatung als Business Analyst im Bereich Operations mit dem Schwerpunkt Automotive und berichtet nun über Insights wie die Arbeitsatmosphäre und Projekte.

Hallo Carmen, wie lief das Auswahlverfahren für deine Stelle ab?

Über meinen Professor bin ich ich auf das Stellenangebot von BearingPoint aufmerksam geworden und habe mich dann direkt online über eine Karriereseite beworben. Der Auswahlprozess ist dreistufig. Im ersten Schritt musste ich einen Online Test absolvieren. Der Test hat sich aus Fragen zur Logik, Englisch und Organisationstalent zusammengesetzt. Im Anschluss wurde ich zu einem eintägigen Assessment Center nach Frankfurt eingeladen, an dem ich zwei Wochen später teilnehmen konnte. Hier lag der Fokus vor allem darauf, Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie professionelles Auftreten zu zeigen. Am Ende des Tages hat jeder Teilnehmer einzeln ein persönliches Feedback erhalten. Nachdem ich diese Hürde erfolgreich gemeistert hatte, bekam ich ein persönliches Interview mit dem Verantwortlichen des Fachbereichs an meinem zukünftigen Standort. Auch hier habe ich überzeugt und schon vier Wochen später war mein erster Arbeitstag.

Welche persönlichen Erfahrungen hast du im Vorstellungsgespräch und ggf. im Assessment Center gemacht?

Für mich war der Bewerbungsprozess sehr angenehm und lief schnell und transparent ab. Insbesondere das Assessment Center war professionell organisiert und dabei trotzdem locker gestaltet. Es waren insgesamt sechs Berater aus den jeweiligen Fachbereichen und von HR vor Ort. Hier wurden keine spezifischen fachlichen Kenntnisse abgefragt. Das fand ich persönlich sehr gut, denn es haben Bewerber für ganz verschiedene Beratungsfelder teilgenommen. Im Fokus ist der personal Fit des Bewerbers. Die abschließende Gesprächsrunde beim Auswahltag mit einem jüngeren Berater gewährte viele Einblicke in den Berateralltag bei BearingPoint. An diesem Tag hatte einfach jeder Bewerber die Möglichkeit, sich ein umfassendes Bild von BearingPoint, der Arbeitsatmosphäre und den Mitarbeitern zu machen. Daher empfehle ich hier wirklich viele Fragen zu stellen. Erst im finalen Vorstellungsgespräch wurde auch Fachliches abgefragt. Hierfür ist es ratsam, sich entsprechend vorzubereiten und auch schlüssige Angaben zur eigenen Motivation und zu den Vorstellungen über die gewünschte Tätigkeit zu haben.

Kannst du ein absolutes Insight nennen?

BearingPoint ist ein partnergeführtes Unternehmen, daher variieren die Inhalte der persönlichen Vorstellungsgespräche sehr stark und sind von Fachbereich zu Fachbereich unterschiedlich. Für die Vorbereitung von Online Auswahltests gibt es zahlreiche Übungsangebote im Netz und in der Literatur. Für das Assessment Center ist ein kurzer Blick ins Englischbuch hilfreich. Und auch zu der Methodik zur Lösung von Case Studies gibt es entsprechendes Lernmaterial in verschiedenen Communities. Viele Unternehmen bieten Fallstudien Workshops an den Universitäten an. So kann man nicht nur das Bearbeiten von Fallstudien gut üben, sondern darüber hinaus erste Kontakte knöpfen und Eindrücke von dem Unternehmen gewinnen.

Am wichtigsten ist es aber sicherlich, im Auswahlprozess authentisch zu sein.

Wie sieht dein Arbeitsalltag bei BearingPoint aus?

In meiner ersten Arbeitswoche bei BearingPoint habe ich an einem Training zum Thema Projektmanagement teilgenommen und dann ging es gleich in Woche zwei zu einem Projekt eines deutschen Premium-Automobilherstellers. Ziel des Projektes war es, Methoden und Kompetenzen im Bereich des Qualitätsmanagements auszuwählen und diese den Mitarbeitern des Kunden in mehreren Workshops zu vermitteln. Aktuell arbeite ich in Zusammenarbeit mit unseren Kollegen aus den USA und China bei zwei internationalen Projekten mit. Hierbei ist es meine Aufgabe, eigenverantwortlich Kundenstudien für den deutschen, den US-amerikanischen und chinesischen Markt durchzuführen und auszuwerten. Dafür bin ich auch in die USA zu unserem Kunden gereist. Zudem habe ich bei verschiedenen externen und internen Projekten unterstützt. Durch Training on the Job, die Zusammenarbeit mit unseren internationalen Kollegen und Kunden habe ich in der kurzen Zeit bereits unglaublich viel gelernt.


Dein Einstieg bei BearingPoint GmbH.


Wie wirst du als Berufseinsteiger bei BearingPoint von deinen Kollegen und Vorgesetzten unterstützt?

Von Beginn an steht jedem neuen Mitarbeiter ein Tutor zur Seite, der bei Fragen rund um den Arbeitsalltag bei BearingPoint unterstützt. Insbesondere in meinen ersten Wochen hat mir mein Tutor sehr geholfen, die internen Prozesse wie z. B. die Zeiterfassung und die Reisekostenabrechnung zu meistern und den Kontakt zu anderen Kollegen herzustellen. Bei BearingPoint haben wir eine sehr offene Feedback-Kultur. Mit meinem direkten Vorgesetzten habe ich regelmäßig Termine, bei denen ich Feedback zu meiner Arbeit und meiner Entwicklung bekomme, aber auch selbst Feedback geben kann. Am Anfang eines jeden Jahres vereinbaren wir gemeinsam Ziele zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung. Diese werden in der Mitte und am Ende des Jahres gemeinsam überprüft und wenn notwendig angepasst. Diesen Prozess erlebe ich als sehr hilfreich, mir über meine eigenen Wünsche und Lernpotentiale klar zu werden.

Für Frauen bietet BearingPoint zudem die Initiative women@bearingpoint an. Hier gibt es zusätzlich spannende Trainingsangebote, interessante Events und Netzwerktreffen, um sich über den Berufsalltag auszutauschen.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei BearingPoint?

"Easy to work with" beschreibt die Arbeitsatmosphäre sehr gut. Die Duz-Kultur, die wir leben, macht die Zusammenarbeit auch mit anderen Hierarchiestufen sehr angenehm und unkompliziert. Zudem habe ich viele jüngere Kollegen, mit denen ich auch gerne nach der Arbeit unterwegs bin.

Wie zufrieden bist du mit deinem Einstiegsgehalt?

Mit meinem Einstiegsgehalt als Business Analyst bei BearingPoint bin ich sehr zufrieden. Zu meinem Grundgehalt erhalte ich noch einen variablen erfolgsabhängigen Anteil, der am Ende des Jahres nach qualitativen und quantitativen Kriterien berechnet wird. Auf Wunsch kann dieser Bonus auch in zusätzliche Freizeittage umgewandelt werden. Wir bekommen Laptop und Handy gestellt und es steht ein umfangreicher Trainingskatalog zur Verfügung. Außerdem finden regelmäßig verschiedene
Firmenevents wie das Sommerfest oder die Weihnachtsfeier statt. Alle zwei Jahre treffen sich beim zweitägigen All Hands Meeting alle Mitarbeiter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Wie sieht es mit deiner Work-Life-Balance aus?

Bei Projekten gibt es immer wieder intensive Phasen, an denen ich länger als 8 Stunden am Tag arbeite, weil beispielsweise eine wichtige Deadline bevorsteht. Zum Ausgleich gibt es bei BearingPoint die Möglichkeit des untermonatlichen Gleitens. Das heißt bei hoher Arbeitsauslastung durch ein Projekt, kann man dann an anderen Tagen früher gehen. Ich persönlich finde, dass BearingPoint großen Wert auf die Work-Life-Balance legt. Neben dem untermonatlichen Gleiten gibt es auch ein zusätzliches Freizeitkontingent für Belastungsspitzen. Ehrlicherweise ist aber die Arbeitsintensität hoch, der Job als Berater ist eben kein 9-to-5 Job.

Welche Karriereziele hast du dir bei BearingPoint vorgenommen?

Mein derzeitiges Ziel ist es, vielseitige Erfahrungen in unterschiedlichen Projekten bei verschiedenen, auch internationalen Kunden zu sammeln und somit ein möglichst breites Wissen aufzubauen. Langfristig möchte ich mich dann auf einen bestimmten Bereich spezialisieren und Projekt- und Teamverantwortung übernehmen.

Erfahrungen von anderen Insidern.