Berufseinstieg bei der hkp/// group: Erfahrungen.

Von Bettina Wilde,

Julius Flottmann hat Unternehmensführung an der Georg-August-Universität in Göttingen studiert und ist dann als Unternehmensberater und Analyst im Themenfeld Board Services bei der hkp/// group eingestiegen. Mit Absolventa spricht er über seine persönlichen Erfahrungen.

Hallo Julius, wie lief das Auswahlverfahren für deine Stelle bei der hkp/// group ab?

Insgesamt lief das Auswahlverfahren sehr schnell ab; innerhalb von zwei Wochen hatte ich die Zusage. Als Erstes habe ich meine Bewerbungsunterlagen bei hkp/// eingereicht. Daraufhin habe ich eine E-Mail mit einer Einladung zu verschiedenen Selbsttests erhalten. Nach ein paar Tagen wurde ich zu einem asynchronen Video-Interview eingeladen, bei dem bspw. Umgang mit Stress Thema war. Der nächste Schritt war das synchrone Video-Interview mit einem Partner, in dem primär Fachkenntnisse abgefragt wurden. Dort habe ich dann die Einladung zur hkp/// Experience bekommen, wo ich mir zwei Tage lang einen ersten Eindruck vom Beraterleben machen konnte. Am Ende der zwei Tage gab es das Jobangebot.

Welche persönlichen Erfahrungen hast du während des Auswahlverfahrens gemacht?

Die Atmosphäre war während des synchronen Video-Interviews und bei der hkp/// Experience sehr freundlich und offen. Im Interview saß ich mit einem Partner, also dem Leiter einer Abteilung oder eines Fachbereiches. Das Gespräch hat sich, abgesehen von den fachlichen Anforderungen, nicht viel von einem Vorstellungsgespräch für ein Praktikum unterschieden: Der Partner hat gefragt, ich habe geantwortet und ich konnte auch selber Fragen stellen. Mir wurde auch kein schlechtes Gefühl vermittelt, als ich mal ein oder zwei Fragen nicht beantworten konnte. Vielmehr wurde mir sympathisch mit ein wenig Input geholfen, auf die richtige Lösung zu kommen. Dieses positive Gefühl hat sich auch in der hkp/// Experience fortgesetzt, bei der ich zwei Tage in das Frankfurter Büro eingeladen wurde, um zu gucken, wie die hkp/// group tickt. Vor Ort habe ich dann einen Einblick in abteilungstypische Aufgaben bekommen, die ich selber bearbeiten konnte. Was mir auch gut gefallen hat, war, dass die jetzigen Kollegen alle in meinem Alter waren.

Mein Tipp ist, sich fachlich gut auf das Interview vorzubereiten. Besonders fiese Fangfragen habe ich aber nicht erlebt, ich hatte eher das Gefühl, man will mich auf „ehrliche“ Weise kennenlernen.

Kannst du ein absolutes Insight nennen?

Da ich im Thema Vorstandsvergütung arbeite, kann ich nur empfehlen, zu wissen, was so ein Vorstand im Schnitt verdient und wie da so die Range bspw. im DAX ist. Auch gut zu wissen ist, was z. B. eine kurzfristige oder langfristige variable Vergütung ist und wie so ein Vorstandsvergütungspaket aussehen kann – das ist ein großer Vorteil. Ich wurde auch gefragt, welche regulatorischen Aspekte ich in diesem Kontext kenne (z. B. Corporate Governance Kodex, das Aktiengesetz oder das Vorstandsvergütungsoffenlegungsgesetz). Die hkp/// group veröffentlicht zu den ganzen Themen aber verschiedene Studien, die einem bei der Vorbereitung echt helfen.

Wie sieht dein Arbeitsalltag bei der hkp/// group aus?

Routine und Beratung, das schließt sich bei der hkp/// group aus. Jeder Tag, jede Woche bringt neue Aufgaben und ich weiß am Anfang der Woche meist nur grob, was alles auf mich zukommt. Morgens weiß ich zwar ungefähr, was ich an dem Tag machen werde, aber die Aufgaben können sich auch wieder ändern, da sie in der Regel projektbasiert sind. Dadurch lerne ich bis jetzt ausnahmslos jeden Tag dazu. Allerdings kann ich auch Erlerntes aus der Uni einbringen – u.a. meine Kenntnisse im Bereich Corporate Governance.

Wie wirst du als Berufseinsteiger von deinen Kollegen und Vorgesetzten unterstützt?

Bei Beratung musste ich vor meinem Einstieg meist an die Klischee-Berater mit ihrer Ellenbogenmentalität denken. Trotzdem wollte ich in die Vergütungsberatung, weil ich hier einfach viel mehr lernen kann als im Konzern. Zu meiner Überraschung gibt es bei der hkp/// group aber kein Ellenbogendenken. Fast alle Projekte werden im Team gemeistert und man wird immer von den Kollegen unterstützt. Ergebnisse werden als Teamergebnis abgegeben, auch wenn der eine mal weniger gemacht hat, weil gerade ein anderes Projekt brennt. Und auch Vorgesetzte sind immer für „Zwischendurchfragen“ offen und geben auf jede abgegebene Unterlage Feedback.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre im Unternehmen?

Die Arbeitsatmosphäre ist durch den großen Zusammenhalt in und zwischen den Abteilungen geprägt, was auch damit zu tun hat, dass wir auf der „unteren“ Ebene alle in einem ähnlichen Alter sind und auch privat oder nach der Arbeit etwas zusammen machen. Fehler werden als natürlicher Lernprozess gesehen, indem man mit der Zeit genauer und besser wird. Auch unter Zeitdruck ist der Umgangston von Kollegen und Vorgesetzten noch höflich.

Wie zufrieden bist du mit deinem Einstiegsgehalt bei der hkp/// group?

Als ich mich beworben habe, war das Gehalt, das ich jetzt bekomme, mein Wunschgehalt – von daher bin ich absolut zufrieden. Zusätzlich bekomme ich jetzt laut Vertrag nach gewissen Zeitabschnitten Gehaltserhöhungen, sodass ich schnell mehr verdiene als die meisten meiner Freunde. Die erste Erhöhung gibt es schon nach sechs Monaten. Dazu bekomme ich ein Jobticket subventioniert, es gibt Obst, Kaffee und Süßigkeiten umsonst, was bei letzteren Fluch und Segen zugleich ist. Außerdem findet der Hauptteil meiner Arbeit im Büro in Frankfurt statt, was ich als sehr angenehm empfinde.

Wie sieht es mit deiner Work-Life-Balance aus?

Man muss sich im Klaren sein, dass die Arbeitstage um 9 Uhr losgehen und in der Regel zwischen 19 und 20 Uhr zu Ende sind. Wenn ein Projekt zeitkritisch ist, dann geht es auch mal länger. Also komme ich in Summe meist auf 50+ Stunden – das ist im Vergleich zu anderen Beratungen aber noch human. Zumal es auch Möglichkeiten für FlexWork gibt. Urlaub habe ich 30 Tage, also mehr, als ich vor dem Vorstellungsgespräch gedacht habe.

Welche Karriereziele hast du dir bei der hkp/// group vorgenommen?

Ich möchte mich innerhalb der drei vorgesehenen Jahre bei der hkp/// group zu einem Experten in Sachen Vorstandsvergütung entwickeln. Was dann kommt, kann ich noch nicht sagen. Da sind einfach zu viele Faktoren, die mit reinspielen. Falls ich mich dazu entscheide, das Unternehmen zu verlassen und in die Industrie zu gehen, werde ich aber von der hkp/// group unterstützt, einen passenden Platz zu finden. Falls ich bleiben möchte und meine Vorgesetzten das auch wollen, werde ich hier den Manager-Track einschlagen und meine Begeisterung für Vergütung an jüngere Kollegen weitergeben können. Ein „Up-or-Out“ rein aus Sicht des Arbeitgebers ist diese Entscheidung allerdings Gott sei Dank nicht.

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