Berufseinstieg bei Cognizant: Persönliche Erfahrungen.

Von Noemi Haderlein,

Nach seinem Master in Strategic Entrepreneurship an der Rotterdam School of Management hat Samuel Schanderl den Berufseinstieg bei Cognizant geschafft. Heute ist er Graduate Analyst bei Cognizant Business Consulting und erzählt im Interview mit ABSOLVENTA, was Bewerber im Auswahlprozess und im Arbeitsalltag als Consultant erwartet.

Hallo Samuel, wie lief das Auswahlverfahren für deine Stelle bei Cognizant ab?

Nachdem ich meine Bewerbung abgeschickt hatte, wurde ich innerhalb weniger Tage von dem Recruiter kontaktiert. In diesem Gespräch ging es um organisatorische Fragen für den weiteren Bewerbungsverlauf.

Im ersten Interview über Skype habe ich mich mit einem Senior Director aus CBC über meine Motivation hinter meinem bisherigen Werdegang unterhalten. Außerdem ging es um den Beruf als Consultant und ein Beispiel eines möglichen Projektes wurde besprochen bzw. wie ich an dieses herangehen würde.

Darauf folgte das zweite Interview, diesmal in dem Frankfurter Büro mit einem VP. Hier standen ebenfalls mein Interesse an Cognizant und das Thema Consulting im Vordergrund sowie der Grund für meine Studienwahl und ein Beispiel eines konkreten Projektes, an dem ich während meiner Studienzeit gearbeitet hatte.

Das dritte Interview fand zwei Wochen später statt; wieder in Frankfurt, aber  mit einem anderen VP. Hierbei wurde bereits konkreter über die möglichen Chancen von Cognizant in den kommenden Jahren gesprochen und inwiefern ich durch meine Erfahrung und Motivation positiv dazu beitragen könnte.

Daraufhin habe ich das Angebot von Cognizant innerhalb der nächsten Woche zugesendet bekommen.

Welche Tipps kannst du anderen Bewerbern für den Auswahlprozess bei Cognizant geben?

Bei Cognizant sind Persönlichkeiten wichtig. Wissen und Qualifikationen zählen selbstverständlich auch, aber genauso bedeutend sind persönliche Interessen und die eigene Motivation.

Außerdem zählt das Warum: Warum hast du bestimmte Entscheidungen getroffen und warum möchtest du in dieser Rolle bei Cognizant arbeiten? Was sind deine Ziele und welche Möglichkeiten siehst du in der Zukunft? Wenn du dich für die Interviews vorbereitest, solltest du dich auf der einen Seite fachlich in deinem Bereich auskennen und dir auf der anderen Seite über deine Ziele und Interessen im Klaren sein. Und auch wenn du im Business Consulting anfängst, ist ein gewisses Interesse an technologischen Trends und Innovationen definitiv wünschenswert – Cognizant ist immerhin eine Technologiefirma.

Deine ersten Tage im neuen Beruf: kaltes Wasser oder warmer Empfang?

Meine erste Erfahrung mit Cognizant war klasse! Zusammen mit den anderen europäischen Graduates wurden wir für drei Wochen in ein nobles Hotel in der Nähe von Madrid geflogen, um uns untereinander kennenzulernen und die Firma mitsamt ihrer Kultur und Geschäftspraktiken besser zu verstehen. Wir haben neben täglichen Workshops und Seminaren an Projekten in Kleingruppen gearbeitet, die wir in der letzten Woche vor mehreren Senior Direktoren vorgestellt haben. An sozialem Miteinander, Aktivitäten und Abwechslung hat es dabei nicht gefehlt. Vor allem der Austausch mit den anderen Graduates war prima, da es eine sehr angenehme Gruppe war und wir uns von Anfang an sehr gut verstanden haben.  

Wie ging es anschließend weiter?

Zurück in Deutschland habe ich dann direkt in Frankfurt angefangen. Einen Tag waren wir in Hamburg, um auch dort die verschiedenen Abteilungen und Leute kennenzulernen. In den ersten Wochen hatte ich mit den anderen Kollegen im Büro Bekanntschaft gemacht und an kleineren Aufgaben mitgearbeitet, bevor ich dann im zweiten Monat in einem Projekt in Amsterdam angefangen habe. Die Kultur in der Firma ist sehr offen und man kommt leicht mit den Kollegen ins Gespräch. Gerade wenn man kommunikationsfreudig ist und gerne auf Menschen zugeht, kann man schnell viele Leute in der Firma kennenlernen.


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Vor allem als Berufseinsteiger gibt es noch viel zu lernen. Wie sind die Betreuung und das Feedback durch deine Vorgesetzten geregelt?

Es gibt mehrere Instanzen, die sich um die Betreuung und Weiterbildung kümmern. Einerseits gibt es eine Abteilung der Firma, die das Graduate Development Program und in gewissen Abständen einzelne Kurse organisiert und Feedback erfragt. Andererseits ist ein Großteil der Lernerfahrung sehr vom Projekt abhängig und die eigentlichen Ansprechpartner sind der Supervisor sowie der Vorgesetzte im Team. Das heißt, man bekommt während des Projekts Feedback über die alltäglichen Aufgaben und Arbeiten von seinen Kollegen. Weiterhin kümmert sich unser Supervisor auch darum, die verschiedenen Erfahrungen der Graduates regelmäßig zu erfragen und einen Austausch herzustellen. Wenn man zusätzlich mehr Feedback möchte, kann man auch immer proaktiv an die jeweiligen Kollegen herantreten.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Berufsalltag?

Generel sind die Aufgaben immer projektabhängig und man wird dadurch auch kontinuierlich mit anderen Aufgaben und Teams in Berührung kommen.

In meinem ersten Projekt habe ich besonders Aufgaben in der Projektleitung sowie Market Research übernommen. Das hieß für mich konkret, wöchentliche Meetings vorzubereiten und zu führen, Informationen zusammenzutragen und mit dem Team zu besprechen, wöchentliche Reports zu erstellen und den jeweiligen Teams zur Seite zu stehen sowie das Budget zu überwachen. Je nach Projektphase kamen neue Aufgaben hinzu, z. B. das Organisieren von Interviews sowie deren Auswertung als auch eine Marktanalyse.

Welche Eigenschaften muss man deines Erachtens mitbringen, um nach dem Berufseinstieg bei Cognizant auch einen guten Job zu machen?

Offenheit, Flexibilität und eine proaktive Arbeitseinstellung. Ich denke, es ist gut, offen zu sein für neue Projekte, Industrien und Themen sowie für das Kennenlernen von neuen Personen. Eine gewisse Flexibilität sollte man auch mitbringen, um den Anforderungen der Projekte gerecht zu werden, z. B. wenn es darum geht, in eine andere Stadt zu reisen oder Calls mit Kollegen aus den USA oder Indien zu führen. Zudem sollte man proaktiv an Aufgaben herantreten und eine große Lernbereitschaft mitbringen. Besonders im Consulting ist die Freude an Kommunikation und Teamarbeit wichtig.

Von der Hochschule ins Arbeitsleben: Wie steht es mit der Work-Life-Balance in deinem Job?

Generell ist eine 40-Stunden Woche im Vertrag vereinbart. Im Consulting solltest du eine gewisse Flexibilität mitbringen, da es an einigen Tagen etwas länger werden kann, je nach Projektanforderungen. Wenn man Interesse an Business hat und sich für die Themen interessiert, ist das aber kein Problem. Was ich als sehr positiv empfinde, ist die Tatsache, dass Arbeit und Alltag durchaus abwechslungsreich sind und die Arbeitszeit sich dadurch nicht monoton, sondern vielseitig anfühlt. 

Zudem ist die Arbeitszeit auch relativ flexibel. Es gibt viele Kollegen, die einige Tage im Homeoffice arbeiten. Das Wichtige ist, dass man seine Resultate liefert, an Meetings teilnimmt und für sein Team erreichbar ist.

Wie zufrieden bist du mit deinem Einstiegsgehalt bei Cognizant?

Für ein Einstiegsgehalt bin ich durchaus zufrieden. Neben dem Gehalt bekommt man natürlich noch Firmenlaptop und Handy gestellt, Reisen werden vergütet und es gibt verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten.

Den Berufseinstieg hast du geschafft. Welche Pläne hast du für deine weitere Karriere bei Cognizant?

Ich möchte das Graduate-Programm vollständig durchlaufen und dabei das Geschäftsleben und neue Möglichkeiten durch Technologien durch mehrere Projekte aktiv kennenlernen. Ich will mich zudem auf eine gewisse Industrie fokussieren, mein Netzwerk intern und extern weiterhin aufbauen und in entscheidenden Projekten eine führende Rolle einnehmen. Es gibt viele spannende Möglichkeiten in der Zukunft!

Zum Schluss noch dein Fazit: Arbeiten bei Cognizant ist …

… für mich eine großartige Lernerfahrung mit vielen Möglichkeiten.


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