Erfahrungen als Berufseinsteiger bei Capgemini.

Von Marie-Luise Peters,

Valeria Reifschneider hat International Management for Business and Information Technology an der DHBW Mannheim studiert und ist danach als Application Consultant Insights & Data bei der Capgemini Deutschland GmbH eingestiegen. Im Interview mit ABSOLVENTA verrät sie, wie das Auswahlverfahren bei dem Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmen abläuft und wie die Betreuung von Berufseinsteigern geregelt ist.

Hallo Valeria, wie lief das Auswahlverfahren für deine Stelle bei Capgemini ab?

Nach meiner Bewerbung wurde ich zeitnah zu einem Telefoninterview eingeladen. Inhaltlich wurde ich vor allem nach meinen praktischen Erfahrungen im dualen Studium und nach meinen Zielen und Beweggründen gefragt. Nachdem ich diese Hürde bestanden hatte, wurde ich zu einem Bewerbungsgespräch vor Ort eingeladen. Hier gab es eine kleine Case Study zu lösen und neben den an mich adressierten Fragen wurde mir das Unternehmen vorgestellt und ich konnte meine eigenen Fragen stellen. Insgesamt hatte ich ein sehr angenehmes Gespräch, das einen bleibenden positiven Eindruck hinterlassen hat.

Welche Tipps kannst du anderen Bewerbern für den Auswahlprozess geben?

Ganz wichtig: Sei du selbst. Überlege dir vorher, warum du diese Position anstrebst und zeige dein Interesse und deine Leidenschaft. Selbst wenn es noch an praktischer Erfahrung mangelt, kannst du mit der richtigen Portion an Motivation und Interesse von dir überzeugen. 

Deine ersten Tage im neuen Beruf: kaltes Wasser oder warmer Empfang?

An meinem ersten Tag hat mich ein erfahrener Kollege in Empfang genommen und mir eine Einführung in alle wichtigen Unternehmensprozesse und Tools gegeben. Nach dem Onboarding, eine zweitägige Veranstaltung für alle „Neuen“,  bin ich zusammen mit zwei weiteren neuen Kollegen für eine dreiwöchige Schulung nach Walldorf gefahren, um mich auf die SAP-Zertifizierung vorzubereiten. Damit ausgerüstet ging es dann direkt auf das erste Projekt. 

Vor allem als Berufseinsteiger gibt es noch viel zu lernen. Wie sind die Betreuung und das Feedback durch deine Vorgesetzten geregelt?

Mein Vorgesetzter ist zwar nicht am selben Standort wie ich, ich kann ihn jedoch immer telefonisch oder per Mail erreichen. Wenn möglich versuchen wir uns auch zu treffen, spätestens aber zur Jahreszielvereinbarung findet dann ein persönliches Gespräch statt. Hier werden gemeinsam mit dem Vorgesetzten persönliche Ziele, wie beispielsweise das Absolvieren einer Zertifizierung, festgelegt. Am Ende des Jahres finden dann Feedbackgespräche statt.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Berufsalltag bei Capgemini?

Als Applications Consultant bin ich in nahezu allen Projektphasen mit dabei. Ich nehme zu Beginn sowohl fachliche als auch technische Kundenanforderungen auf und setze diese in enger Absprache mit dem Kunden um. Nach der Implementierung der Anforderungen hört meine Arbeit jedoch nicht auf, ich bin auch für die Tests und die Begleitung des Go-Lives zuständig.

Welche Eigenschaften muss man deines Erachtens mitbringen, um nach dem Berufseinstieg auch einen guten Job zu machen?

Gerade am Anfang ist es meines Erachtens nach wichtig, über eine schnelle Auffassungsgabe sowie analytisches Denkvermögen zu verfügen, um sich schnell in neue Situationen und Projekte einzufinden und das notwendige fachliche und technische Wissen aufzubauen. Insbesondere in der Beratung gibt es immer wieder neue Themen und Projekte, mit denen man sich auseinandersetzen muss. Das macht das Beratungsleben eben auch so abwechslungsreich und spannend, erfordert jedoch auch ein gewisses Maß an Flexibilität. Da wir eigentlich immer in Projektteams arbeiten und auch engen Kontakt mit dem Kunden haben, sollte man ebenso kommunikativ und teamfähig sein sowie selbstbewusst auftreten und Authentizität gegenüber dem Kunden zeigen. 

Von der Hochschule ins Arbeitsleben: Wie steht es mit der Work-Life-Balance bei Capgemini?

In der Regel kann ich meine Wochenarbeitszeit ziemlich gut einhalten. Natürlich gibt es im Projektgeschäft auch Phasen, wo es heiß her geht und es abends mal später werden kann. Ich zum Beispiel versuche dann, in Absprache mit meinem Projektteam freitags einen Gang runter zu schalten. Oft ist das auch problemlos möglich.

Wie zufrieden bist du mit deinem Einstiegsgehalt?

Ich war mit meinem Einstiegsgehalt zufrieden, sonst hätte ich mich auch nicht für Capgemini entschieden. Es gibt zwar immer andere Unternehmen, die einem mehr zahlen würden, aber das Gehalt sollte nicht die einzige Entscheidungskomponente darstellen. Die Unternehmenskultur bei Capgemini ist toll und ich habe super Kollegen. Es wird auch nach der Arbeit viel zusammen unternommen. Außerdem gibt es regelmäßig stattfindende Sportgruppen und organisierte Firmenläufe. Auch die sogenannte „Connect & Learn“, ein paar Tage im Jahr, an welchen das gesamte Insights & Data-Team aus Deutschland zusammenkommt, um sich auszutauschen, finde ich super. Die Arbeitszeiten sind flexibel und auch mal Home Office zu machen, ist kein Problem. Firmenlaptop und Firmenhandy bekommt man natürlich gleich am Anfang gestellt.

Den Berufseinstieg hast du geschafft. Welche Pläne hast du für deine weitere Karriere?

Im Oktober starte ich erst einmal mit meinem berufsbegleitenden Master. Nach dem Bachelor wusste ich noch nicht genau, wo es hingehen soll und wollte erst einmal Berufserfahrung sammeln, bevor ich weiter studiere. Inzwischen weiß ich, dass der Bereich „Insights & Data“ genau das Richtige für mich ist. Aus diesem Grund habe ich auch die Studienrichtung „Big Data und Business Analytics“ gewählt. Langfristig soll es dann noch mehr Richtung Projektleitung gehen.

Arbeiten bei Capgemini ist ...

... so spannend und vielseitig wie die Menschen, mit denen man zusammenarbeitet und birgt immer wieder neue Herausforderungen, die es gemeinsam zu meistern gilt.

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