Berufseinstieg bei ZF: Erfahrungen.

Von Patrick Scherfeld,

Johannes Stiller hat Physik in Heidelberg studiert und ist dann zu ZF nach Koblenz gegangen. Dort arbeitet er als Algorithmen-Ingenieur und in der Radar-Softwareentwicklung. Im Interview gibt er ausführliche Tipps zur Bewerbung und erzählt von seinem Arbeitsalltag.

Hallo Johannes, wie lief das Auswahlverfahren für deine Stelle bei ZF ab?

Nachdem ich mich auf eine Stelle auf der ZF-Homepage beworben habe, wurde ich zunächst zu einem Telefoninterview eingeladen, auf welches dann ein persönliches Vorstellungsgespräch mit den Fachabteilungen am Standort folgte. Die Zusage kam dann telefonisch noch am gleichen Tag.

Welche persönlichen Erfahrungen hast du im Vorstellungsgespräch und ggf. im Assessment Center gemacht?

Entspannt geht man als Bewerber wohl letztlich nie in ein Vorstellungsgespräch, obwohl die Atmosphäre durchweg positiv war. Zunächst hat sich ZF generell vorgestellt, im Anschluss die Gesprächsteilnehmer, also der Engineering Manager, zwei seiner Teamleiter und die Vertreterin der Personalabteilung. Nachdem ich meinen Lebenslauf vorgestellt und Rückfragen beantwortet habe, ging es hauptsächlich um Fachthemen und einen kleinen Programmiertest.

Das hauptsächliche Interesse lag jedoch eher darin, herauszufinden, welches Fachwissen und vor allem, welches Potential wirklich vorhanden ist. Daher habe ich auch am Whiteboard einige Themenbereiche meiner Dissertation dargestellt, die sich fachlich mit dem Aufgabenbereich der Stelle überschnitten haben.

Klassische Fragen nach Stärken und Schwächen oder dem Umgang in Konfliktsituationen sind eher aus dem Gespräch heraus entstanden. Ich denke, hier lag der Fokus auch darauf, ob es menschlich untereinander funktioniert. So konnte ich eine Stelle antreten, die sehr zu meinen Interessen passt!

Kannst du ein absolutes Insight nennen?

Ich denke nicht, dass es die eine Frage gibt, auf die man sich vorbereiten muss. Natürlich, die Vorbereitung ist überaus wichtig, da man so seinen Fokus auf die wesentlichen Themen findet und im Gespräch auch eher die Ruhe behält. Das hilft gerade dann, wenn sich die Firma mit mehreren Mitarbeitern beteiligt. Das hat für mich jedoch auch das ernste Interesse von ZF unterstrichen.

Man sollte sich aktiv der eigenen Stärken bewusst sein und warum diese zu ZF beziehungsweise zu der entsprechenden Stelle passen. Man selbst zu sein, das halte ich für das Wichtigste, denn ein Bewerbungsgespräch geht immer in beide Richtungen - umso schöner, wenn es dann passt!

Wie sieht dein Arbeitsalltag bei ZF aus?

Neben der Softwareentwicklung am Computer nutze ich die Möglichkeit, mich auch abteilungsübergreifend bei der Erprobung neuer Sensoren und der Funktionsvalidierung im Fahrzeug einzubringen. So habe ich viel Kontakt mit anderen Standorten, Partnern und Kunden. Zudem vertrete ich ZF auf Produktdemonstrationen, um unsere Systeme vorzustellen, aber auch um den Anspruch an unsere Systeme besser verstehen zu können und in das Team zurückzukommunizieren.

Wie wirst du als Berufseinsteiger von deinen Kollegen und Vorgesetzten unterstützt?

Die Kommunikation in den Teams ist einfach und unkompliziert. Ist man sich – gerade als Berufseinsteiger – bei Problemen oder mit einem Ansatz unsicher, kann man jederzeit auf erfahrenere Kollegen zugehen. Die gegenseitige Unterstützung ist groß und jede neue Entwicklungsidee kann so im Team konstruktiv diskutiert werden. Je nach Situation kann ich mir so offen Feedback einholen, auch von meinem Vorgesetzten.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei ZF?

Es herrscht Aufbruchstimmung, gerade weil es nun gilt, den Bereich der etablierten Fahrassistenzsysteme auf den immer komplexeren Aufgabenbereich des automatisierten Fahrens zu erweitern.

Wie zufrieden bist du mit deinem Einstiegsgehalt?

Das Gehalt ist Teil des Gesamtpakets, das einen Job attraktiv macht. Meine Stelle habe ich angetreten, weil dieses Paket für mich stimmt. Neben dem Gehalt bietet ZF nicht nur eine persönliche Zulage in einem gewissen Rahmen, sondern auch verschiedene Zusatzangebote wie etwa den Betriebssport oder eine Gesundheitsförderung.

Wie sieht es mit deiner Work-Life-Balance aus?

Für mich lassen sich Beruf, Familie und Hobbys gut zusammenbringen. Tatsächlich arbeite ich im Rahmen einer 40-Stunden-Woche, wobei Abweichungen genau auf entsprechenden Zeitkonten erfasst werden. Wenn es, zum Beispiel aufgrund eines Kundentermins, etwas mehr geworden ist, kann ich diese Stunden unkompliziert und unbürokratisch auch wieder abbauen. Ebenso verhält es sich mit den 30 Urlaubstagen, die im Tarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie verankert sind.

Welche Karriereziele hast du dir bei ZF vorgenommen?

Ich möchte mich immer gemäß meiner Fähigkeiten und Initiative weiterentwickeln können. Gerne würde ich dafür auch Personalverantwortung übernehmen.

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