Berufseinstieg bei Fujitsu: Erfahrungen.

Von Nils Buske,

„Ich habe im Team den wohl wärmsten Empfang mit viel Lachen und Witzeleien bekommen, den man sich vorstellen kann [...]“ – Benja Maike Wenck über ihren Berufseinstieg als Trainee im Sales und Business Development bei Fujitsu.

Hallo Benja Maike, wie lief das Auswahlverfahren für deine Stelle bei Fujitsu ab?

Zunächst bewarb ich mich mit meinen vollständigen Bewerbungsunterlagen auf die Trainee-Stellenausschreibung von Fujitsu und wurde in kürzester Zeit zu einem Video-Interview eingeladen. Es umfasste ca. sechs Fragen – zwei davon auf Englisch –, die man zuvor gut üben konnte.

Nach ungefähr einer Woche bekam ich den Bescheid, dass ich mich für das Assessment Center in München qualifiziert habe. Dieses bestand aus einer Gruppenarbeit zu drei unterschiedlichen Aufgaben. Im Anschluss gab es ein „Vier-Augen-Gespräch“ mit den interessierten Führungskräften und Vertretern der HR. Am Ende der Woche erhielt ich eine Zusage per Anruf – inklusive einer Woche Bedenkzeit. Ende Juli ging es dann an die Vertragsunterzeichnung.

Welche Tipps kannst du anderen Bewerbern für den Auswahlprozess geben?

Fujitsu ist eine Firma japanischen Ursprungs und dementsprechend wird hier Wert auf Kooperation gelegt. Ich habe auch im Nachhinein das Gefühl, dass die jetzigen Trainees alle auf einer ähnlichen Wellenlänge sind. Soll heißen: Das Unter- und Miteinander bei der Auswahl ist mit am wichtigsten.

Starke Einzelkämpfer haben nicht zwangsweise den Weg ins Unternehmen gefunden. Während des Assessment Centers lohnt es sich also, mit der Gruppe gemeinsam, selbst wenn nicht unbedingt erfolgreich, das Ziel zu verfolgen. Am besten verliert man dabei nicht aus den Augen, wie man mit den eigenen Fähigkeiten und Erfahrungen Fujitsu weiterhelfen und wie man sich nach außen optimal darstellen kann.

Deine ersten Tage im neuen Beruf: kaltes Wasser oder warmer Empfang?

Wie bei jedem Einstieg in einen neuen Beruf und eine neue Firma muss man sich immer auf eine Mischung aus beidem gefasst machen. Ich habe im Team den wohl wärmsten Empfang mit viel Lachen und Witzeleien bekommen, den man sich vorstellen kann, und fühlte mich direkt gut aufgehoben.

Gleich am ersten Arbeitstag musste ich aber schon von Düsseldorf nach Augsburg reisen und in der Folgewoche nach München. Da ich selber erst kurz zuvor aus Hamburg umgezogen war, hätte mir eine zweiwöchige Eingewöhnung in die Firma und das Team sicherlich besser gelegen, aber letztlich konnte ich so die HR-Verantwortlichen und die anderen Trainees näher kennenlernen, die teilweise aus Paris oder sogar Dubai angereist waren.

Durch eine leichte organisatorische Verspätung fehlten mir auch zunächst meine Hardware und somit der Zugriff auf die wichtigen E-Mails. Aber auch das war mehr Grund für Witze. Außerdem wurde ich am Anfang hauptsächlich in die Firma, das Portfolio und meine Aufgabe eingeführt, weshalb ich die Elektrik nicht vermisst habe.

Bis heute erinnere ich mich überaus gerne an die ersten vier Stunden zurück, in denen mein Mentor von der Ostsee schwärmte – ich bin ein Nordseekind – und wir am Ende nicht eine notwendige Information austauschten, bevor ich in den Zug nach Augsburg sprang. Damals sehr mysteriös, heute die wohl beste Erfahrung meiner jungen Karriere bei Fujitsu!

Vor allem als Berufseinsteiger gibt es noch viel zu lernen. Wie sind die Betreuung und das Feedback durch deine Vorgesetzten bei Fujitsu geregelt?

Mir wurden schon von Beginn an sowohl ein Mentor als auch ein Buddy zur Seite gestellt – beide am gleichen Standort. Ersteren habe ich von vornherein in allen Projekten und Aufgaben begleiten dürfen, um direkt „on-the-Job“ zu lernen.

Letzterer war dafür zuständig, mich in die Young Community einzuführen, allgemeine Fragen zum Trainee-Programm zu klären und mir den Einstieg so einfach wie möglich zu machen, bspw. auch durch die rechtzeitige Bestellung meiner Firmenhardware.

Auch meine Vorgesetzte kümmerte sich sehr ausgiebig um Administratives und war jederzeit als Ansprechpartnerin für Ziele und Aufgaben zur Stelle. Gemeinsam mit meinem Mentoren wurden Ziele festgelegt und dann anschließend nach drei, sechs und zwölf Monaten bewertet. Jede Woche gibt es hier auch einen Call, um uns gegenseitig auf dem Laufenden zu halten und Herausforderungen oder Hindernisse zu besprechen. Dabei wird dann auch immer eine Art „Wochen-Feedback“ geliefert bzw. diskutiert, welche Trainings o.ä. meine Karriere und meinen Beruf unterstützen könnten.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Berufsalltag bei Fujitsu?

Der Großteil der Sales-Trainees widmet sich Aufgaben und Tätigkeiten im traditionellen Key Account Management, d.h. Kundenbetreuung, Angebotserschaffung oder eben auch der Erstellung eines Accountplans. Ich habe das große Glück, neben dieser klassischen Ausbildung auch ins Business Development, ähnlich dem strategischen Consulting, zu gehen. Daher bin ich viel mit den IT-Lösungen und Trends in den Industrien beschäftigt.

Dabei lerne ich auch das Beraten näher kennen, kann gleichzeitig aber in üblichen Projekten mitarbeiten. Dank meiner Japanischkenntnisse konnte ich auch für zwei Monate ins Headquarter nach Tokio gehen, um dort die neusten Entwicklungen und Strategien der Firma mitzuerleben.

Welche Eigenschaften muss man deines Erachtens mitbringen, um nach dem Berufseinstieg auch einen guten Job zu machen?

Fujitsu ist ein IT-Dienstleister. Die IT-Branche ist abwechslungsreich und flott auf den Füßen. Mit vielen Risiken und Herausforderungen. Meiner Meinung sind daher Eigenschaften wie Flexibilität und Anpassungsfähigkeit wichtig.

Ein schneller Verstand und Entscheidungsfreude helfen hier bestimmt genauso. Doch typisch für die IT ist wohl die wichtigste Eigenschaft: Innovationsbereitschaft – anpacken und Neues schaffen. Das kann im Team geschehen, aber sicherlich ist es auch hilfreich, wenn man selbst bereits eine solche Neigung in sich trägt und die Augen stets gen Horizont gerichtet sind.

Von der Hochschule ins Arbeitsleben: Wie steht es mit der Work-Life-Balance in deinem Job bei Fujitsu?

Vertraglich arbeite ich 35 Wochenstunden – sieben Stunden am Tag exklusive 30 Minuten Mittagspause – und habe 30 Urlaubstage. Überstunden werden zwar nicht bezahlt, können aber durch das flexible Gleitzeitmodell ohne Kernzeit jederzeit abgebaut werden. Dementsprechend finde ich die Balance zwischen Arbeit und Leben stets auch bei meinen Kollegen wieder, die vielleicht Kinder zu betreuen haben.

Während ich gerne morgens früh im Büro anfange, kommt mein Mentor erst gegen 9:30 oder 10 Uhr. Ich kann dann vergleichsweise früh, manchmal schon gegen 15 Uhr nach Hause gehen und mich meinen Hobbys widmen. Übrigens: Selbst Trainees sind nach Absprache in der Lage, Homeoffice-Tage einzurichten, was aber von der jeweiligen Abteilung abhängt.

Wie zufrieden bist du mit deinem Einstiegsgehalt?

Als Sales-Mitarbeiter erhält man Firmenlaptop, Firmenhandy inkl. aller Accessoires und auch Zugriff auf den Carpool, bevor man ab Ende der Trainee-Zeit auch Anspruch auf einen Firmenwagen bekommt. All diese Faktoren und die 35-Stunden-Woche machen die 3.333 Euro brutto im Monat ziemlich attraktiv.

Persönlich würde ich einige Überstunden sicherlich lieber ausgezahlt bekommen, allerdings habe ich hier keinen Einfluss auf den Tarifvertrag. Mitarbeiternachlässe im internen Shop, aber auch diverse Events wie Weihnachtsfeiern machen das Arbeitsleben hier sehr schmackhaft.

Den Berufseinstieg hast du geschafft. Welche Pläne hast du für deine weitere Karriere?

Da ich später für Fujitsu Deutschland eine vertrauenswürdige Brücke zum japanischen Headquarter werden möchte, schaue ich mich fleißig nach Weiterbildungsangeboten um. Schon seit Anfang an bilde ich mich intern in Seminaren und mit E-Learnings weiter. In Zukunft plane ich eine Ausweitung meiner Fähigkeiten Richtung Consulting, aber auch meine japanischen Sprachkenntnisse sollen besser werden, um meine Karriere zu fördern.

Da ich zuvor zur IT und den Lösungen nicht besonders viel Verbindung hatte, möchte ich auch nach dem Berufseinstieg erst einmal meinen Platz in dieser aufregenden Welt finden. Trotzdem vergesse ich nicht, mich rechtzeitig nach Aufstiegsmöglichkeiten oder weiteren Aufgabengebieten umzuschauen – derzeit engagiere ich mich bereits in Sachen Diversität und interkulturellem Austausch.

Arbeiten bei Fujitsu ist …

… spannend, herausfordernd und aufregend. Ich kann meinen Arbeitgeber bis jetzt sehr empfehlen.

Erfahrungen von anderen Insidern.