Erfahrungen als Berufseinsteiger bei Bain & Company.

Von Lisa Marie Dahlke,

Nach seinem BWL-Studium an der LMU München und dem anschließenden Master in Economics an der Bocconi University in Mailand ist Harm-Julian Schumacher als Associate Consultant bei Bain & Company eingestiegen und wurde schnell zum Consultant befördert. Im Absolventa-Interview erzählt er, wie er den Berufseinstieg gemeistert hat und wie sich der Arbeitsalltag bei Bain & Company gestaltet.

Hallo Julian, wie lief das Auswahlverfahren für deine Stelle bei Bain & Company ab?

Vor meiner Bewerbung habe ich mich bei verschiedenen Quellen, auf Websites oder bei Freunden über Bain & Company informiert. Im Anschluss habe ich mich für einen Direkteinstieg als Associate Consultant im Münchener Büro beworben. In der ersten Runde hatte ich drei Interviews. Ein Interview mit dem Fokus auf Personal Fit und zwei Interviews zum Thema Fallstudien. Direkt im Anschluss an diese erste Runde bekam ich ein positives Feedback und wurde in die nächste Runde eingeladen. Diese fand eine Woche später statt und bestand aus zwei Partnerinterviews. Am Ende des zweiten Interviews bekam ich das Vertragsangebot überreicht.

Welche Tipps kannst du anderen Bewerbern für den Auswahlprozess geben?

Mach dich mit dem Lösen von Fallstudien vertraut und sei während des Auswahlprozesses immer authentisch. Auf diesem Wege können dich die Interviewer am besten kennenlernen. Nutze vor allem auch die Chance, dir ein eigenes Bild von der Arbeitsatmosphäre und -kultur zu machen und stelle alle Fragen, die dir wichtig sind.

Deine ersten Tage im neuen Beruf: kaltes Wasser oder warmer Empfang?

Warmer Empfang mit vielen Tipps, die mir sehr geholfen haben, mich auf den Berateralltag vorzubereiten! Der Onboarding Prozess bei Bain besteht aus drei verschiedenen Schritten. Zum einen gibt es die Intro Days, an denen organisatorische Dinge erklärt werden und man die anderen New Starter kennenlernt. Es folgen mehrere kurze Trainings, bei denen man die für die Projektarbeit relevanten Tools wie Excel, Powerpoint, aber auch NextGen Tools durchgeht. Intensiver ist dann das Bootcamp. Hier verbringt man eine Woche mit der New Starter Gruppe am Tegernsee und wird in diversen Trainings von erfahrenen Beratern auf die verschiedenen Aspekte eines Projekts vorbereitet. Neuen Kollegen mit nicht-wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund werden zusätzlich relevante Managementfähigkeiten für den Berateralltag vermittelt durch ein speziell auf sie zugeschnittenes Training.

Vor allem als Berufseinsteiger gibt es noch viel zu lernen. Wie sind die Betreuung und das Feedback durch deine Vorgesetzten bei Bain & Company geregelt?

Bei Bain gibt es eine offene und sehr transparente Feedbackkultur. In sogenannten Personal Development Chats, die alle zwei bis drei Wochen stattfinden, und Reviews werden Stärken und Entwicklungspotential besprochen. Es besteht zudem jederzeit die Möglichkeit, auch selbst Feedback von Kollegen und Vorgesetzten außerhalb der „PD Chats“ einzuholen. Neben diesem Coaching gibt es noch einen persönlichen Colleague, der einen von Anfang an bei allen Themen außerhalb der Projektarbeit begleitet. So wird sichergestellt, dass schnell Fortschritte erzielt werden und die Lernkurve steil ist.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Berufsalltag bei Bain & Company?

Als eine der weltweit führenden Managementberatungen unterstützen wir Unternehmen in wichtigen strategischen Entscheidungen. Auf jedem Kundenprojekt sehen die Arbeit und die Aufgabenstellungen, mit denen wir uns als Berater beschäftigen, anders aus. Darin liegt für mich der Reiz dieses Jobs. Es gibt viel Abwechslung in unterschiedlichen Teams und spannenden Projekte mit interessanten Kunden. Von Meetings, über quantitative Analysen bis hin zu Kundenworkshops ist wirklich alles dabei. Dabei finde ich bei Bain besonders spannend, dass man die ersten Jahre als Generalist ausgebildet wird. Das bedeutet, man lernt viele verschiedene Industrien und Themenschwerpunkte kennen.

Welche Eigenschaften muss man deines Erachtens mitbringen, um nach dem Berufseinstieg auch einen guten Job zu machen?

Insgesamt sucht Bain Studierende aller Fachrichtungen. Das bedeutet, dass nicht nur Wirtschaftswissenschaftler gesucht werden, sondern insbesondere auch Ingenieure und Naturwissenschaftler. Um nach dem Einstieg erfolgreich zu sein, sollte ein Berufseinsteiger eine schnelle Auffassungsgabe, konzeptionelle und analytische Fähigkeiten sowie Lernbereitschaft mitbringen. Zudem ist ein hohes Maß an Genauigkeit und Zuverlässigkeit erforderlich.

Von der Hochschule ins Arbeitsleben: Wie steht es mit der Work-Life-Balance in deinem Job?

Der Projektalltag ist sicherlich kein 9-to-5-Job und es gibt durchaus stressige Phasen. Aber es werden viele Möglichkeiten zum Ausgleich geboten. In meinem zweiten Jahr bei Bain konnte ich eine zweimonatige Auszeit nehmen, in welcher ich mit meiner Freundin durch Afrika gereist bin.

Wie zufrieden bist du mit deinem Einstiegsgehalt?

Mit meinem Einstiegsgehalt als Associate Consultant bei Bain war ich sehr zufrieden. Zudem gibt es viele weitere Benefits wie jährlich stattfindende globale Trainings zum Beispiel in Cape Cod und Phuket oder regelmäßige Firmenevents wie Sommerfeste, ein Oktoberfestbesuch und eine Weihnachtsfeier.

Den Berufseinstieg hast du geschafft. Welche Pläne hast du für deine weitere Karriere?

Bain bietet einen strukturierten Karriereweg, der ca. alle zwei Jahre den nächsten Schritt vorsieht. Derzeit habe ich sehr viel Spaß und die Lernkurve geht steil nach oben, daher denke ich nicht über einen Jobwechsel nach. Aber sollte es einmal dazu kommen, bieten sich mir im Anschluss an meine Tätigkeit in der Managementberatung viele Möglichkeiten. Vom Wechsel in die Industrie bis hin zur Gründung eines eigenen Unternehmens ist alles möglich.

Arbeiten bei Bain & Company ist ...

herausfordernd, abwechslungsreich und bringt mit super Kollegen echt viel Spaß.

Erfahrungen von anderen Insidern.