Berufseinstieg bei der Allianz: Erfahrungen.

Von Lisa Marie Dahlke,

Julia Flach hat Mathematik im Master an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg studiert. Nach ihrem erfolgreichen Abschluss ist ihr der Berufseinstieg als Aktuarin im Pricing bei der Allianz Versicherungs-AG gelungen. Im Interview mit Absolventa spricht sie über ihren Einstieg, das Auswahlverfahren und verrät den ein oder anderen Tipp für Bewerber.

Hallo Julia. Wie lief das Auswahlverfahren für deine Stelle bei der Allianz Deutschland ab?

Da ich etwas unschlüssig war, welche Richtung ich nach dem Mathematik-Studium einschlagen wollte, habe ich mich für verschiedene Recruiting-Events beworben, unter anderem bei der Allianz. Dadurch konnte ich erste Eindrücke von der Arbeit im Aktuariat gewinnen und Kontakte knüpfen. Gegen Ende meines Master-Studiums habe ich dann Kontakt zu Recruitern der Allianz aufgenommen, mich formal beworben und wurde zu einem ersten Gespräch zum Kennenlernen eingeladen. Daraufhin folgten zwei weitere Gespräche und ein paar Tage später die telefonische Zusage. Der ganze Prozess hat etwa sechs Wochen gedauert, der Jobeinstieg war zeitlich recht flexibel und ungefähr fünf Monate später.

Welche persönlichen Erfahrungen hast du im Vorstellungsgespräch mit der Allianz gemacht?

Während der Vorstellungsgespräche habe ich mich sehr wohl gefühlt, was unter anderem auch ein Grund der Zusage meinerseits war. Ich wurde keinesfalls mit unangenehmen Fragen gelöchert, der Fokus lag auf einem gegenseitigen Kennenlernen zwischen mir und meiner jetzigen Führungskraft. Zudem gab es weitere Gespräche mit meinem jetzigen Fachbereichsleiter sowie der Personalabteilung. Hierbei wurde weniger nach Fachwissen gefragt, vielmehr ging es um Teamfähigkeit, persönliche Einschätzungen und die Wahl des Arbeitgebers sowie des Arbeitsumfelds. Bei der Frage, auf was ich besonders stolz bin, musste ich tatsächlich kurz überlegen, aber offenbar hat auch diese Antwort überzeugt. Die Tipps, die ich geben kann, lauten: ruhig bleiben, klar und strukturiert antworten und sich Zeit nehmen. Ich habe öfters eine kurze Pause eingelegt. Es gibt meiner Meinung nach auch keine falschen Antworten, so lange man diese begründen und sich selbst erklären kann.

Kannst du ein absolutes Insight nennen?

Hier würde ich zu den Klassikern tendieren, den Fragen, die man sich vorher stellen sollte. Warum gerade dieses Unternehmen? Warum diese Stelle? Und warum sollte ich eingestellt werden? Hier ist etwas Kreativität gefragt, denn interessante Antworten und damit auch der Bewerber bleiben definitiv besser in Erinnerung, als eine 0815- Antwort. Trotz allem sollte man bei der Wahrheit bleiben, schließlich gibt es ja tatsächlich Gründe, weshalb man sich beworben hat.

Da ich mich als Quereinsteigerin ohne Versicherungs-Hintergrund sehe, habe ich mich zur Vorbereitung in versicherungsmathematische Themen eingelesen und mich über aktuelle Schwierigkeiten und Entwicklungen in der Versicherungsbranche informiert. Auch ein paar Eckdaten über das Unternehmen selbst zu kennen, ist von Vorteil.

Wie sieht dein Arbeitsalltag bei der Allianz aus?

Mein Arbeitsalltag ist sehr vielfältig. Ich bin nun etwa ein Jahr im Team und lerne noch immer Neues. Damit sich neue Mitarbeiter schnell in ihre Themenbereiche einfinden, wichtige Schnittstellen sowie verschiedene Software-Programme kennenlernen und sich ein Netzwerk aufbauen können, gibt es ein Einarbeitungskonzept. Zusätzlich zu internen Seminaren absolviere ich die Aktuarsausbildung bei der DAV, welche von der Allianz gefördert wird. Im Laufe der Zeit habe ich bereits mehr Verantwortung übernommen und bin Ansprechpartnerin für einige Prozesse sowie Mitglied einer AG.


Dein Einstieg bei Allianz Deutschland.


Wie wirst du als Berufseinsteiger von deinen Kollegen und Vorgesetzten unterstützt?

Seit Beginn an habe ich meinen persönlichen Mentor, mit dem ich in einem Junior-Senior-Team zusammenarbeite, von dem ich Aufgaben erhalte und der mir immer für Ratschläge zur Verfügung steht. Wir sitzen gemeinsam in einem Büro, sodass dazu auch jede Gelegenheit genutzt wird. Insgesamt sind wir Teil eines ca. zehnköpfigen Teams. Die Zusammenarbeit ist sehr gut, bei Fragen haben alle ein offenes Ohr. Bei Problemen kann ich mich immer an ihn und meine direkte Führungskraft wenden und erhalte so auch schnell Feedback.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei der Allianz?

Im gesamten Pricing-Fachbereich ist die Atmosphäre sehr gut und die Kollegen sind sehr hilfsbereit. Trotz der unterschiedlichen Teams und Branchen die wir betreuen, gibt es immer wieder Gelegenheiten zur Zusammenarbeit, zum Wissensaustausch und für Diskussionen. Interne Teamevents bleiben nicht aus und je nach Lust und Laune treffen wir uns auch außerhalb des Allianz Campus. So nehmen wir beispielsweise am jährlich stattfindenden b2run teil, organisieren einen Ski-Tag oder gehen gemeinsam Volleyball spielen.

Wie zufrieden bist du mit deinem Einstiegsgehalt?

Das Einstiegsgehalt ist absolut branchenüblich. Zusätzlich gibt es Zuschüsse zur Altersvorsorge, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Erfolgsbeteiligung und das Mittagessen wird ebenfalls bezuschusst. Die Mitarbeiterrestaurants der Allianz sind spitze!

Wie sieht es mit deiner Work-Life-Balance bei der Allianz aus?

Die Regelarbeitszeit beträgt 38h pro Woche, je nachdem was anfällt, kann es aber mal mehr oder auch mal weniger sein. Da wir Gleitzeit ohne Kernarbeitszeit haben, sind wir sehr flexibel und können bei Bedarf früher gehen oder später kommen. Angehäufte Überstunden können ausgeglichen werden, so hat man zu den 30 Tagen Urlaub im Jahr auch den einen oder anderen Tag zusätzlich frei.

Welche Karriereziele hast du dir bei der Allianz vorgenommen?

Zunächst möchte ich in meinem Teilbereich weiterhin sehr gut eingearbeitet werden und die DAV-Ausbildung erfolgreich abschließen, um mit meinem Wissen dann auch einen ganzen Tarifentwicklungsprozess zu begleiten.

Gerne würde ich über das Unternehmen auch noch einmal ins Ausland. Hier gibt es diverse Möglichkeiten, um das zu realisieren. Generell gibt es innerhalb der Allianz sehr viele individuelle Entwicklungsmöglichkeiten, vieles ist offen. Es bleibt spannend und interessant!

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