Erfahrungen als Berufseinsteiger bei RSM.

Von Ann-Christin Clausnitzer,

Seine Entscheidung, als Wirtschaftsprüfungsassistent bei RSM anzufangen, hat er nie bereut. Im Interview berichtet uns Lauritz ausführlich von seinem Arbeitsalltag in der Wirtschaftsprüfung und wie er die Arbeitsatmosphäre und den Kontakt zu seinen Kollegen empfindet.


Hallo Lauritz! Wie lief das Auswahlverfahren für deine Stelle ab?

Alles in allem war es ein sehr schneller Prozess. Im Juli habe ich meine Bewerbung abgeschickt und im Oktober hatte ich meinen ersten Tag. Circa eine Woche, nachdem ich meine Bewerbung abgeschickt hatte, wurde ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Etwa zwei Tage nach dem Gespräch bekam ich dann schon einen Anruf mit einem Angebot, dass ich im Oktober starten kann. Insgesamt lagen ca. fünf Wochen zwischen meiner Bewerbung und dem Eingang meines Vertrages per Post.

Welche persönlichen Erfahrungen hast du im Vorstellungsgespräch und ggf. im Assessment Center bei RSM gemacht?

Das Vorstellungsgespräch habe ich mit meinem heutigen Chef, der auch Partner ist, und einem weiteren Wirtschaftsprüfer geführt. Ich war vorher recht aufgeregt, aber als ich dann im Gespräch saß, habe ich mich von Beginn an sehr wohl gefühlt und die Atmosphäre war – besonders im Vergleich zu anderen Gesprächen, die ich hatte – sehr locker. Natürlich hat man sich gesiezt und es war ein professionelles Gespräch, aber ich hatte keine Angst, etwas Falsches zu sagen und bin am Ende mit einem guten Bauchgefühl nach Hause gefahren.

Inhaltlich gab es im Gespräch zwei Teile. Zum einen ging es um das Unternehmen, dabei wurde mir viel zu RSM selber, der Mandatsstruktur sowie der Arbeit und den Aufgaben eines Wirtschaftsprüfers erzählt. Im anderen, dem fachlichen Teil, ging es um meine Persönlichkeit und meine fachlichen Kenntnisse. Es wurden beispielsweise Fragen zu Themen wie Saldenbestätigung und Bilanzierung gestellt. Themen, die gerade in der Anfangsphase als Wirtschaftsprüfungsassistent oft vorkommen. Ich denke, man hat versucht herauszufinden, ob ich in die richtige Richtung denke.

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Den Arbeitsalltag bei uns in der Prüfung kann man mehr oder weniger in zwei Zeitperioden unterteilen: Prüfungssaison und Vor-/Nachsaison.

In der Prüfungssaison, der sogenannten Busy Season zwischen Januar und Mai, finden die Hauptprüfungen der Mandant_innen* statt. In dieser Zeit drehen sich viele meiner Aufgaben um die Prüfung von Bank- und Saldenbestätigungen, die Prüfung des Sachanlagevermögens, die Prüfung von Umsatzerlös- und Aufwandskonten sowie Differenzklärungen jeglicher Art.

In der Vor-Prüfungssaison müssen viele Inventuren gemacht werden, bei denen ich dann häufig bei den Mandanten, die ich später mit geprüft habe, vor Ort war. Ansonsten werden in der Vorprüfung Geschäftsprozesse analysiert und Kontrollen geprüft und dokumentiert. Auf diese Ergebnisse kann man dann während der eigentlichen Hauptprüfung zurückgreifen. Es wird also ein anderer Schwerpunkt gesetzt als in der Hauptprüfung.

In den Sommermonaten, also der Nach-Prüfungssaison, steht dann die Anfertigung der Prüfungsberichte an. Bei einigen Mandanten wird das direkt im Anschluss an die Prüfung gemacht, teilweise erstellen wir die Berichte aber auch nachgelagert. So begleite ich manche Mandanten dann von der Vorprüfung an, über die Hauptprüfung und bis zur Erstellung und dem Versand der Prüfungsberichte.

Ganz am Anfang meiner Zeit habe ich auch an einem Unternehmenskauf mitgearbeitet. Dabei habe ich mit dem zuständigen Wirtschaftsprüfer zusammen das Purchase Price Agreement durchgeschaut. Das ist nicht unbedingt eine typische Aufgabe für einen Prüfungsassistenten, war aber etwas, das mir besonders für den Anfang sehr im Gedächtnis geblieben ist. Gerade dieses „Hineinschauen“ in andere Themen finde ich sehr spannend. Ich denke, bei anderen Gesellschaften bekommt man diese Möglichkeiten häufig nicht geboten.


Dein Einstieg bei RSM GmbH.


Die Atmosphäre und das generelle Bauchgefühl sind ein großer Pluspunkt für mich.
Lauritz Tepe, Wirtschaftsprüfungsassistent (Associate Audit), RSM

Wie wirst du als Berufseinsteiger von deinen Kollegen und Vorgesetzten unterstützt?

Wir arbeiten immer in unterschiedlichen kleinen Prüfungsteams zusammen. Eigentlich habe ich mit allen Kollegen aus dem Team schon einmal zusammengearbeitet und gemeinsam eine Prüfung gemacht. Der Aufbau des Prüfungsteams ist dabei immer von der Größe und Struktur des zu prüfenden Mandanten abhängig. Gerade dadurch, dass ich mit allen schon zusammengearbeitet habe, weiß ich auch, dass ich mit meinen Fragen immer zu jedem im Team gehen kann. Ich kann auch meinen Chef fragen, was aufgrund seiner Position als Partner auch nicht ganz üblich in unserer Branche ist. Wenn ich ein Problem habe, wird nicht nur Wert darauf gelegt, dass ich eine schnelle Lösung finde, sondern ich kann mich dann mit Kollegen zusammensetzen, die mit mir das Problem durchsprechen, damit ich ein Verständnis für den ganzen Sachverhalt entwickeln kann.

Generell werde ich von meinen Kollegen und Vorgesetzten sehr viel unterstützt und bekomme zwischendurch immer wieder Feedback. Nicht nur auf fachlicher Ebene, wenn meine fertigen Arbeitspapiere reviewt werden, sondern auch auf persönlicher Ebene in Bezug auf Soft und Social Skills oder interne Strukturen und Abläufen.

Auf fachlicher Ebene lerne ich auch viel durch unsere Berichtskritiken, die durchlaufen werden, bevor ein Bericht an den Mandanten verschickt wird. Die sogenannte materielle Berichtskritik wird von den Unterzeichnern gemacht und befasst sich mit der Richtigkeit der Geschäftsvorfälle und deren Darstellung. Diese ist auch noch einmal eine Feedbackgrundlage. Ich bin mir sicher, dass mit mir als Berufseinsteiger diese Kritiken viel ausführlicher durchgesprochen werden, als mit Kollegen, die schon ein paar Jahre dabei sind.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei RSM?

Die Atmosphäre ist gut. Ich verstehe mich mit allen Kollegen und das Team ist sehr offen und freundlich. Mit den Kollegen von anderen Standorten habe ich nicht viele Berührungspunkte, aber wenn doch, habe ich es als positiv empfunden.

Die Atmosphäre und das generelle Bauchgefühl sind ein großer Pluspunkt für mich. Ich habe immer wieder mal zurückgeblickt und mich gefragt, ob es der richtige Entschluss war, mich für RSM entschieden zu haben. Und ich kann nur sagen, dass ich es nie bereut habe.

Wie zufrieden bist du mit deinem Einstiegsgehalt?

Ich habe zwar bisher nur wenige Vergleichsmöglichkeiten, aber alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meinem Gehalt. Für mich gehören aber auch andere Aspekte mit dazu. Ich habe zum Beispiel einen Firmenlaptop und ein Firmenhandy, was einem die Arbeit beim Mandanten deutlich erleichtert. Für mich persönlich ist außerdem die jährliche Mallorca-Schulungswoche auch ein absoluter Benefit, da dort nicht nur fachliche Themen und Soft Skills geschult werden, sondern auch der Austausch mit den Kollegen aus ganz Deutschland, die auf dem gleichen Level sind wie ich, eine Rolle spielt.

Wie sieht es mit deiner Work-Life-Balance aus?

Ich denke, jeder, der in der Wirtschaftsprüfung arbeiten möchte, weiß, worauf er sich einlässt. Es gehört einfach dazu, dass man im ersten Halbjahr viel unterwegs ist und Überstunden macht. Das stört mich aber überhaupt nicht, denn ich habe mich bewusst dafür entschieden und weiß, dass ich anfallende Überstunden später nutzen kann. Sei es zur Vorbereitung auf ein Examen, eine andere Fortbildung oder Freizeitausgleich. In den Sommermonaten habe ich zum Beispiel meine ganz normale 40-Stunden Woche gehabt und gar keine zusätzlichen Überstunden aufgebaut.

Ich habe insgesamt 30 Urlaubstage im Jahr. Einige Kollegen sparen sich ihren Urlaub auch auf, um die Tage zusätzlich zur Examens- oder Fortbildungsvorbereitung einzusetzen.

Gerade durch diese Themen und unsere flexiblen Arbeitszeiten würde ich sagen, dass ich schon eine ausgeglichene Work-Life-Balance habe.

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