Karriere bei IKOR: Einblicke vom Arbeitgeber.

Von Lisa Marie Dahlke,

Stefan Alfermann ist Recruiting Manager in der Personalabteilung bei der IKOR Management- und Systemberatung. Im Gespräch mit Absolventa gibt er Einblicke in die Einstiegsmöglichkeiten für Studenten und Absolventen bei IKOR, wie sich das Auswahlverfahren gestaltet und wie Mitarbeiter in ihrer Karriere bei der SAP- und Technologieberatung gefördert werden.

Herr Alfermann, wie groß ist der Personalbedarf an Absolventen bzw. Akademikern bei der IKOR AG pro Jahr?

Im Durchschnitt stellen wir pro Jahr fünf bis zehn Absolventinnen und Absolventen ein, die Tendenz ist aber steigend. Der Bedarf ist kontinuierlich vorhanden und gegenwärtig sehr hoch. Viel genauer kann ich es gerade kaum sagen. Zum einen befindet IKOR sich in einer starken Wachstumsphase, und wir haben insgesamt hohen Personalbedarf. Zum anderen stellen wir gerade die Absolventen sehr verantwortungsbewusst ein und achten darauf, dass wir genügend Kapazität für eine fundierte Einarbeitung haben.

Welche Einstiegsmöglichkeiten bietet Ihr Unternehmen Hochschulabsolventen und Young Professionals an?

Unsere bevorzugte Einstiegsmöglichkeit ist der Direkteinstieg, z. B. als Junior Analyst oder Junior Developer. Bei entsprechenden Kenntnissen und Vorerfahrungen, etwa durch Praktika oder als Werkstudent, ist auch ein Einstieg als Junior Consultant bei IKOR möglich.

Die Einarbeitung erfolgt von Anfang an in Kundenprojekten. Diese Phase begleiten wir sorgfältig, z. B. durch eine gute Integration in das jeweilige Projektteam, einen strukturierten Onboardingprozess über mehrere Monate und individuelle Fortbildung bereits in der Probezeit. Außerdem steht ein persönlicher Pate zur Seite, der bei Fragen und Problemen jeder Art gern zur Verfügung steht. Für die Qualifizierung unserer Junior Consultants und Junior Developer haben wir ISteps entwickelt. Dabei entscheiden die Mitarbeiter zusammen mit der Führungskraft, welchen Weg sie gehen.

Absolventen welcher Studiengänge haben die besten Chancen auf einen Einstieg bei IKOR?

Als SAP- und Technologieberatung stehen Informatiker und Wirtschaftsinformatiker bei uns hoch im Kurs, da wir nicht nur beraten, sondern auch selbst Software- und Technologielösungen entwickeln. Aber auch Wirtschaftswissenschaftler, Versicherungsmathematiker oder andere Quereinsteiger haben gute Chancen, weil neben den vielen technischen Aufgaben Geschäftsprozessanalysen bei unseren Kunden im Konzernumfeld eine große Rolle spielen.

Welche Soft Skills benötigt man zwingend für eine erfolgreiche Karriere in Ihrem Unternehmen?

Man muss flexibel sein, im geistigen und im räumlichen Sinn. Unsere Kollegen sind immer nur eine begrenzte Zeit im Projekt tätig, und danach kommt das nächste. Neue Kunden, neue Aufgaben und Anforderungen und neue Ansprechpartner sind also nach einigen Monaten die Regel. Und da wir bei unseren Kunden vor Ort arbeiten, in der Regel vier Tage in der Woche, muss man auch die entsprechende Reisebereitschaft mitbringen.

In der Beratung braucht man auch gute Kommunikationsfähigkeiten. Selbst unsere EntwicklerInnen verbringen viel Zeit mit Kunden und Teamkollegen in Standups, Workshops oder Meetings. Darüber hinaus muss man selbstverständlich auch konzentriert arbeiten können, sowohl allein als auch im Team.

Gehen Sie eigentlich auch selbst per „Active Sourcing“ auf Talentsuche?

Wir verfolgen eine vielfältige Recruiting-Strategie, das Active Sourcing ist nur eine der Möglichkeiten, die wir dabei nutzen. An mancher Stelle heißt es ja bereits, Active Sourcing sei tot, aber ganz so drastisch würde ich es nicht sehen. Darüber hinaus setzen wir auch auf Personal- und Hochschulmarketing an ausgewählten Spots, die Weiterentwicklung unseres Programms „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“, Employer Branding-Maßnahmen und die Unterstützung durch externe Personalberater.

Über welchen Kanal nehmen Sie Bewerbungen bevorzugt entgegen?

Generell online, das setzen wir mittlerweile auch voraus. Das geht über unsere Onlinestellen auf unserem Karriereportal. Dort gibt es die Möglichkeit, sich mit wenigen Klicks zu bewerben. Auch die direkte Bewerbung über E-Mail ist bei uns möglich.

Was kommt im Auswahlprozess auf die Bewerber bei IKOR zu?

Wir haben einen mehrstufigen, aber schlanken Bewerbungsprozess. Das erste Gespräch ist meist ein Telefoninterview, das nach Möglichkeit gleich ein Fachgespräch mit einem Kollegen aus dem Bereich ist. Im Anschluss kommt es zu einem, selten auch zwei persönlichen Gespräch mit der zukünftigen Führungskraft und fallweise mit weiteren Kollegen. Neben dem Fachlichen ist uns ungeheuer wichtig, dass es auch persönlich passt! Wir sind an den Bewerbern interessiert und nicht an einer aufgesetzten Bewerbungsgesprächsmaske.

Geld ist zwar nicht alles, aber natürlich nicht unwichtig: Wie ist es um das Einstiegsgehalt für Hochschulabsolventen bei der IKOR AG bestellt?

Das Einstiegsgehalt ist branchenüblich und wird individuell verhandelt. Zusätzlich zum Entgelt bietet IKOR weitere Benefits wie zum Beispiel einen Firmenwagen, technisches Equipment, 13. Gehalt, eine Umsatzbeteiligung, Kinderbetreuungskosten, Englischkurse, Lebensarbeitszeitkonto, Sabbatical, alternative Arbeitszeitmodelle, Zuschuss zu Studiengebühren sowie jährliche Teamevents und vieles mehr.

Wie unterstützen Sie junge Mitarbeiter dabei, sich stetig weiterzuentwickeln und Karriere zu machen?

Wir bieten unseren Mitarbeitern das rollierende Weiterbildungsangebot „ICAMP“ an. Gezielte Trainingsangebote für jede Karrierestufe fördern die Vertiefung und Festigung des Wissens. Wir setzen auf den kontinuierlichen Ausbau von Soft Skills, fachliche, technische sowie methodische Kompetenz. Dazu prägen Branchentrainings und intensive Coachings unser Weiterbildungsangebot.

Regelmäßige Mitarbeitergespräche, die unter anderem Zielvereinbarungen festlegen, sind wichtige Führungs- und Förderelemente. Diese Gespräche sind die essenziellen Instrumente des Mitarbeiters, seine persönlichen Ziele zu benennen. In den jährlich stattfindenden Gesprächen werden die durchgeführten Projekte und Aktivitäten reflektiert, die persönliche und fachliche Entwicklung besprochen, die Zielerreichung bewertet sowie Ziele für die Zukunft gemeinsam vereinbart.

Junior-Einsteigern und -Einsteigerinnen bei IKOR steht unser Ausbildungsprogramm „ISteps“ zur Verfügung. Hier wird im Jahresgespräch individuell mit dem Vorgesetzten ein Qualifizierungsplan zu den Punkten „Projekt“, „ICAMP“, „Fachschulung“ und „Lerngruppe/Social Learning“ erstellt.

Nicht nur der ‚Generation Y’ ist wichtig: Für welche Werte und für welche Unternehmenskultur steht IKOR?

Auch wenn sich in unseren Projekten alles um IT und Software dreht, stehen bei uns auch die Kolleginnen und Kollegen als Mensch im Mittelpunkt. Auch wenn wir zum Kunden hin seriös auftreten und uns mitunter auf einem höchst technischen Level bewegen, wird bei uns niemand in seiner Persönlichkeit eingeschränkt, damit er zum Unternehmen passt. Bei IKOR ermutigen wir sogar dazu, dass die Kolleginnen und Kollegen ihren eigenen Charakter als Stärke in die Arbeit mit einbringen. Unser Motto lautet hier: „Sei nicht wie andere, sei Du selbst!“

Um unsere Grundsätze zu festigen, haben wir Führungsleitlinien entwickelt, die das Grundgerüst für das Zusammenwirken aller Mitarbeiter darstellen.

Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Karriere gewinnt an Bedeutung. Was tut die IKOR AG hierfür?

Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit liegt uns am Herzen. Durch Teilzeitarbeit, Elternzeit oder Teilarbeit während der Elternzeit können Mütter und Väter flexibel arbeiten, auch im Home-Office. Zusätzlich beteiligen wir uns an den Kinderbetreuungskosten und leisten eine Sonderzahlung bei Hochzeit und Geburt. Vereinbarkeit endet bei uns nicht, wenn die Kinder größer geworden sind, sondern bedeutet auch Unterstützung, wenn ein naher Angehöriger Pflege benötigt. Unsere Personalreferentin ist als „Betriebliche Ansprechpartnerin für berufstätige Pflegende“ vom Zentrum Frau in Beruf und Technik (ZFBT) qualifiziert und steht als kompetente Ansprechpartnerin zur Seite.

Zum Schluss bitte ich Sie um ein kurzes Plädoyer: Bei IKOR Karriere machen heißt ...

… nicht wie alle anderen zu sein, sondern man selbst, und das langfristig! Jeder ist gefordert, durch seine Persönlichkeit und fachliche sowie soziale Kompetenz einen wertvollen Beitrag zum Gesamterfolg von Team IKOR zu leisten und hat die Gelegenheit, seinen Fußabdruck zu hinterlassen.

Erfahrungen von anderen Insidern.