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Die Abstimmung endete am 30. Juni 2009.
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Auslandsaufenthalt-Stipendium

Bild von Maike
  • Maike, 24
  • Ingenieurswissenschaften, Vöhrenbach
  • Ich bewerbe mich um 1924,– €
  • Das Stipendium brauche ich für Organisationsprogramm, Visum und Flug

Warum gerade ich ein Stipendium möchte?

Nun, ich könnte mir jetzt etwas aus der Nase ziehen und damit versuchen, den Jackpot zu knacken; stattdessen werde ich euch einfach erzählen, warum mein Konto, welches leider keineswegs einem Geldspeicher mit Sprungbrett gleicht, wirklich ein bisschen aufgefüllt werden muss. Alles fing an mit meiner Geburt… kein Scherz. Damals, vor 22 Jahren, legten meine gutmütigen Großeltern für mich ein Sparbuch an, wie es vielleicht viele eurer Großeltern traditionell taten. Auf dieses Sparbuch hatte ich keinen Zugriff, denn es war ja zum Sparen da und hatte einen bestimmten Zweck: später, wenn das Kind erwachsen ist, sollten einmal die Ersparnisse seine Ausbildung finanzieren.

Der Gedanke klingt vielversprechend und vernünftig, für ein kleines Kind jedoch war es gar nicht schön, denn es konnte nicht verstehen, warum es die Geldbeträge, welche es jährlich von den Großeltern zu Weihnachten und zum Geburtstag bekam, nicht behalten durfte, sondern gleich wieder abgeben musste. Alle anderen Kinder bekamen tolle Spielsachen von Oma und Opa oder durften sich selbst ein neues Lego-Bauset von dem Taschengeld kaufen.

Damals fand ich das nicht fair.

Heute weiß ich, dass es einen Sinn hatte, denn dank dieser Ersparnisse bin ich vermeintlich nicht auf zusätzliche finanzielle Hilfe angewiesen. Zusammen mit dem Unterhalt meiner Eltern bekomme ich nun monatlich gerade so viel Geld, dass ich mein Studium damit finanzieren kann.

Hört sich doch alles super an, oder? Falsch. „Sonderausflüge“ wie ein praktisches Studiensemester im Ausland oder Anschaffungen wie ein neuer Laptop, der fähig ist, studienrelevante Software und Ingenieursprogramme laufen zu lassen, ohne schon beim Programmstart einzufrieren, sind in diesem Sparpaket (im wahrsten Sinne des Wortes) nicht inbegriffen. Ein Antrag beim wie immer sehr zuvorkommenden Bafögamt auf Förderung des Studienpraktikums in den USA wurde mit der Begründung abgelehnt, ich hätte ausreichend finanzielle Reserven. Dass mein Erspartes jedoch auf den Euro genau auf mein gesamtes Studium aufgeteilt wird und ich deshalb logischerweise momentan noch etwas Reserve für die nächsten fünf Semester habe, war für die Bafögmitarbeiter nicht ersichtlich. Somit musste ich die rund 2000 Euro für das Organisationsprogramm, Visum und den Flug in die USA aus eigener Tasche bezahlen, was wiederum bedeutet, dass mein Erspartes nicht mehr ganz für mein restliches Studium reicht. Andere Fördermöglichkeiten boten sich kaum an, da diese meist nur für das europäische Ausland greifen bzw. eine Anmeldefrist von einem Jahr im Voraus erfordern, was bei mir aufgrund meines Studienaufbaus leider nicht möglich war. Ein Studienaufenthalt im Ausland ist teuer und immer mit Mehrkosten verbunden. Einerseits setzen viele Unternehmen fließende Fremdsprachenkenntnisse voraus und sehen Auslandserfahrungen als großes Plus; andererseits gibt es nicht genügend Förderung und Unterstützung für diejenigen, die die Chance ergreifen wollen, in einem anderen Land zu arbeiten und wichtige Erfahrungen zu sammeln, die meiner Meinung nach niemand missen sollte. Jedem sollte es ermöglicht werden, während des Studiums zumindest ein Semester im Ausland zu verbringen, ohne sich deswegen in enorme Unkosten stürzen zu müssen.
Für mich persönlich bedeutet ein Stipendium in Höhe von 1923,96 Euro (920 Euro Organisationsprogramm + 89,08 Euro Visum + 914,88 Euro Flug) vom Absolventa e.V. die einmalige Möglichkeit, mein Studium erfolgreich abschließen zu können, ohne einen zusätzlichen Kredit aufnehmen zu müssen.

Die Abstimmung endete am 30. Juni 2009.
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