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Die Abstimmung endete am 30. Juni 2009.
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Stipendium für Umzug von Arnheim

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  • Franziska, 25
  • Logistik, Gütersloh
  • Ich bewerbe mich um 555,– €
  • Das Stipendium brauche ich für Umzug für Praktikum

An die Juroren des Absolventa-Stipendiums,

Die Anzeige dieses Bildes wird in Ihrem Browser möglicherweise nicht unterstützt.ich bin 23 Jahre alt und studiere seit 2005 Logistik an der TFH Wildau, bei Berlin.

Logistik steuert die Waren- und Informationsflüsse in Unternehmen – so in etwa stellen sich die meisten das Wesen der Logistik vor und vor dem geistigen Auge tun sich LKW und Güterzüge auf, die Waren an großzügig dimensionierten Zentrallagern entladen und wieder aufnehmen.

Das ist richtig. Und doch nur ein winziger Ausschnitt dessen, was Logistik leisten muss. Man übersieht gerne, dass der Normalfall in der industriellen Produktion heutzutage nicht die schön gleichmäßig laufende Serienproduktion ist, wo dann der Logistiker nur noch ein paar Wege optimiert und fertig ist das Logistiksystem. Der Normalfall sind Produktneueinführungen bei Lebensmitteln, Neuanläufe und Facelifts in der Automobilindustrie, geänderte Zulieferstrukturen im Maschinenbau, die Erschließung von Auslandsmärkten etc.

Seit August 2008 absolviere ich das sechste und siebte Semester im Ausland, genauer gesagt an der Hogeschool van Arnhem en Nijmegen (HAN) in Arnheim, Holland. Es ist ein internationaler Studiengang und die Unterrichtssprache ist Englisch. Das ist einer der Gründe, warum ich hier studiere, denn Englisch ist bedeutend wichtig, um zum Beispiel die oben genannte Erschließung der Auslandsmärkte durchführen zu können. Englisch ist die Sprache der Globalisierung.

Natürlich waren mir die Erfahrungen, die ein Auslandsaufenthalt mit sich bringt auch von großer Wichtigkeit. Es ist zunächst das Interesse am Neuen und Fremden, am Kennenlernen von Menschen anderer Kulturen. Im Ausland zu wohnen und zu arbeiten, erweitert den Horizont, aber auch die praktische Handlungskompetenzen. Ich jedenfalls möchte mich im Studium nicht auf den deutschen Wirtschaftsraum beschränken, sondern mich auf einen internationalen Tätigkeitsbereich vorbereiten.

Vielen ist die Stadt Arnheim nur aus dem Film „Die Brücke von Arnheim“ bekannt, aber es ist ein wunderschönes Städtchen im Herzen der Niederlande. Es ist wie gemacht für Studenten, denn ist gibt viele Cafés, Bars, Kneipen und Discos. Die autofreien Fußgängerzonen laden zum Shoppen gehen ein und im Sonsbeek Park kann man im Sommer das Nützliche mit dem Schönen verbinden, denn man kann hier ungestört lernen und trotzdem die Sonne genießen. Es regnet also nicht nur in Holland!

Bedauerlicherweise nähert sich mein Aufenthalt hier im Juli dieses Jahres dem Ende und ich werde mich auf die Suche nach einem Praktikum mit anschließender Diplomarbeit begeben. Meine Abschlussarbeit schreibe ich auf Englisch, da ich so mein Studium mit einem Doppeldiplom abschließen kann (Bachelor der HAN und Diplom der TFH Wildau). Dafür möchte ich nach Möglichkeit im europäischen Ausland bzw. in einem international tätigen Unternehmen schreiben.

So ein Umzug von Arnheim an meine zukünftige Praktikumsstelle ist aber für Studenten nicht aus dem Ärmel zu schütteln und deshalb möchte ich mich hiermit für 555 Euro bewerben, die die Umzugskosten finanzieren sollen. Natürlich steht der Ort der Diplomarbeit noch nicht fest, da die Bewerbungszeit erst im Februar beginnt, aber ein Umzug ist so oder so unumgänglich.

Natürlich könnte man sagen, warum übernehmen das nicht die Eltern, aber sie haben mich das ganze Jahr hier in Holland schon sehr lieb unterstützt, denn in der Uni ist man so eingespannt, dass man nicht nebenbei arbeiten kann. Das habe ich zwar in Deutschland seit Beginn des Studiums gemacht, aber in Arnheim ist das nicht möglich.

Zum einen durch die Umstellung von deutschsprachigen auf englischsprachigen Unterricht, das nimmt mehr Zeit in Anspruch. Außerdem ist das Hochschulsystem anders aufgebaut. Es gibt keine zwei Semester, die ein Studienjahr bilden sondern 4 Perioden á 6-7 Wochen Vorlesung und zwei Wochen Prüfungen, die an jede Vorlesungszeit anschließen.

Das Wissen wird hauptsächlich durch Projekte und Gruppenarbeiten vermittelt, „Learning by Doing“ ist eine sehr gute Sache, aber sie raubt viel Freizeit. Man trifft sich mit den Gruppen, arbeitet Projekte, Präsentationen und Berichte aus. Da bleibt keine Zeit nebenbei zu arbeiten.

Außerdem sind die Lebenshaltungskosten in Holland relativ hoch. Alle sechs Wochen müssen neue Bücher gekauft werden im Wert von 150-300 € und die Miete ist sehr hoch, obwohl es nur ein Wohnheimzimmer ist (370€). Das bedeutet, dass man sich auch kein großes Polster schaffen kann, zum Beispiel für den anstehenden Umzug.

Ich habe mir seit Beginn meines Studiums immer mit Nebenjobs Geld dazu verdient und da dies in Holland nicht mehr möglich ist, greifen mir meine Eltern momentan sehr unter die Arme. Aber ich möchte ihnen zeigen, dass auch andere Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung funktionieren. Außerdem habe ich noch eine jüngere Schwester, die auch die Unterstützung meiner Eltern braucht, denn sie sitzt im Rollstuhl und ist geistig behindert. Mit dem Stipendium möchte ich meine Eltern finanziell und auch organisatorisch entlasten und mich um den Umzug eigenständig bemühen.

Aus diesem Grund wäre ich über einen Anteil von 555 Euro des 1. demokratischen Stipendiums überaus dankbar.

Die Anzeige dieses Bildes wird in Ihrem Browser möglicherweise nicht unterstützt.Mit freundlichen Grüßen

Franziska Bautz

Die Abstimmung endete am 30. Juni 2009.
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