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Die Abstimmung endete am 30. Juni 2009.
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Stipendium für Studium

Bild von Denita
  • Denita, 25
  • Politik und Italienisch, Münster
  • Ich bewerbe mich um 2500,– €
  • Das Stipendium brauche ich für Tilgung von Schulden

Liebe Kommilitoninnen liebe Kommilitonen,

Mein Name ist Denita Baholli und komme aus Albanien. Seit fünf Jahren lebe ich und studiere ich in Deutschland. Ich studiere jetzt an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Politik und Italienisch auf Bachelor. Als der Spot von Absolventa auf meinem Bildschirm eingeblendet wurde, wusste ich sofort, dass es etwas für mich war. Ich habe mich ganz normal beworben und dann nach einigen Zeiten habe ich eine E-Mail bekommen wo ich auf die zweite Runde des Bewerbungsverfahren eingeladen wurde. Ich musste ein Motivationsschreiben wie ihr alle, schiecken und ich habe mich keine Sekunde überlegt was ich schreiben sollte, weil ich immer (in diesen fünf Jahren)etwas zu erzählen habe, also: ich habe mich entschlossen mit euch meine bis jetzt fünf jährige Erfahrung in Deutschland zu teilen.
Mit 19 Jahren , am 10 Januar 2004 bin ich ganz alleine nach Deutschland eingereist und ich wusste nicht was ich machen sollte als ich auf dem Frankfurter Flughafen gelandet bin. Ich habe ein Zugticket nach Münster gekauft und da hat meine richtige Geschichte angefangen. Ich habe meinen Zug verpasst und wusste nicht was ich machen sollte, weil das alles für mich zu viel war…und da hatte mein Kulturschock angefangen. Bei uns(Albanien) funktioniert unsere Bahn kaum und ich weis es nicht wie ein Zug in Albanien aussieht und deswegen wusste ich gar nicht was ich machen sollte, ich dachte ich sollte einfach da bleiben weil ich meinen Zug verpasst hatte. Danach, nach einer Stunde weinend habe ich jemanden gefragt, der mir geholfen hat und mich in dem nächsten Zug nach Münster begleitet hat. Nach ein paar Stunden Fahrt kam ich in Münster an und das sollte mein Traum sein … obwohl es danach in einem schlechten Traum verwandelt wurde. Ich kam an, aber wusste nicht wo ich übernachten sollte, gegenüber dem Bahnhof gab es verschiedene Hotels, die aber sehr teuer waren(aber damals ging es meinem Vater sehr gut)So vergingen meine Tage wo ich jeden Tag rennen musste um den Bus nicht zu verpassen, weil ich den Busfahrplan leider nicht lesen konnte, so vergingen meine Tage wo ich jeden Tag die deutsche Bürokratie erleben musste, so vergingen meine Tage wo ich eines Tages am Weinen den Koffer gepackt habe und ein Ticket kaufen wollte nach Hause zurückzukehren, aber mein Stolz hatte das damals nicht zugelassen, d.h : ich bin einfach geblieben und bin jeden Tag zur Schule gegangen(Studienkolleg für Ausländische Studierende, um unser Abi anerkennen zu lassen). Das Studienkolleg war zu Ende und ich musste mich für die Uni bewerben und eines Tages hörte ich meine Mutter am Telefon weinend und sie erzählte mir das mein Vater Pleite gegangen sei und deswegen auch sehr krank sei und so habe ich verstanden das meine Eltern mich finanziell leider nicht mehr unterstützen konnten. Eine Woche lang habe ich nicht gegessen, nicht getrunken bis mich ein Freund von mir mich ohnmächtig in meinem Zimmer gefunden hat und mich sofort ins Krankenhaus brachte. Naja…nach einer Woche hatte ich Energie getankt und durch meinen starken Charakter war schon auf der Suche nach einem Job aber ich hatte einfach Pech, ich hatte bis jetzt keinen Job gefunden und ich musste Miete, Versicherung, Lebensmittel, etc bezahlen aber das Geld fehlte mir und deswegen bin ich eines Tages bei der nächsten Bank gelandet und hatte einen Studienkredit beantragt der mich mindestens für zwei Monate finanzieren konnte, aber Pech war noch nicht zu Ende…die Uni hatte angefangen und ich sollte schon längst die Studiengebühren, das Semesterticket usw. bezahlen , aber das hatte ich noch nicht gemacht aber machen musste, weil ich sonst exmatrikuliert wäre und deswegen hatte ich mich entschlossen die Studiengebühren zu zahlen, aber somit war über die Hälfte des Kredits schon weg und deswegen habe ich noch einen anderen Kredit beantragt und somit auch meine Schulden erhöht. Deswegen bitte ich euch darum mich zulassen und den Gefahlen tun(falls euch meine Geschichte rührt), dass ich 2.500 Euro als Stipendium bekommen kann, damit ich meine Schulden der Studienkrediten bezahlen kann.
Heutzutage bin ich eine normale Studentin, die durch psychologische Hilfe und durch ihren starken Stolz und Charakter ihr Leben ( aber leider die Studienkredite wegen der Zinsenerhöhung und der großen Summe)durch einen Aushilfsjob finanziert und ehrenamtlich den Ausländischen Studierenden, die neu in Münster sind , gerne hilft.
Ich hoffe und wünsche , dass keinem dieses Pech passiert!!
Ich wünsche euch Allen Alles Gute und viel Erfolg im Leben!!
In Liebe,
eure Denita

Die Abstimmung endete am 30. Juni 2009.
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