Die Selbstdisziplin
Die Gemeinsamkeit von Topmodels und Shaolin-Mönchen? Selbstdisziplin! Beide Berufe erfordern eisernen Willen und ein hohes Maß an Selbstbeherrschung. Doch auch für gewöhnlichere Berufe ist Selbstbeherrschung wichtig. Jeder Mitarbeiter sollte von Zeit zu Zeit seinen sprichwörtlichen „inneren Schweinehund“ überwinden.
Wenn man Schwierigkeiten dabei hat, sich selbst zu disziplinieren kann das verschiedene Gründe haben, von mangelnder Motivation bis hin zur Faulheit. Mangelnde Selbstdisziplin lässt sich jedoch bis zu einem gewissen Maß abtrainieren.
Motivation und Belohnung
Wer nicht motiviert ist, quält sich regelrecht durch den Arbeitstag. Das wirkt sich nicht selten auch auf die Qualität der Arbeit aus. Eigenmotivation hilft, produktiv zu arbeiten und die anfallenden Aufgaben zu erledigen. Zu dieser Eigenmotivation gehört eine einhaltbare Zielsetzung und gegebenenfalls eine kleine Belohnung oder zumindest ein Ausgleich. Arbeitest Du gerade an einem Projekt und musst eine Woche lang bis spät in die Nacht arbeiten, dann gönne Dir beispielsweise in der darauffolgenden Woche einen Urlaubstag. Eine gute Arbeitsatmosphäre trägt ebenfalls zu einer besseren Motivation bei. Gestalte daher Deinen Arbeitsplatz und mache ihn zu einem Ort, an dem Du Dich wohlfühlst.
Anwendung von Selbstdisziplin
Die Eigenschaft Selbstdisziplin beinhaltet auch ein großes Maß an Ordnung und Stringenz. Daher ist die Selbstorganisation ein wichtiger Schritt zur Selbstdisziplin. Zeitmanagement und eine effektive Arbeitsweise helfen Dir, schrittweise den Tag zu planen und die Effektivität zu steigern. Auch wenn Dich das Erstellen eines Tagesplans zunächst etwas Überwindung kostet, kann es ein fester Bestandteil Deines Tagesablaufs werden und Dir letztendlich den Arbeitsalltag erleichtern.
Eigene Schwächen überwinden
Werde Dir Deiner Schwächen bewusst. Selbstbewusstsein fordert eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Person. Was kannst Du? Wo gibst Du zu schnell auf? Was entspricht nicht Deinen Fähigkeiten? Diese Fragen helfen Dir die Stellen zu entlarven, bei denen Handlungsbedarf besteht.
Handlungsbedarf besteht bei vielen schon in den ersten Morgenstunden. Wenn Du notorisch unpünktlich bist, solltest Du den Wecker eine halbe Stunde früher stellen und Dich zwingen aufzustehen, wenn er klingelt. Durch die gewonnene Zeit kannst Du den morgendlichen Kaffee genießen und musst ihn nicht herunterzustürzen. Die „gewonnene“ Zeit kannst Du deutlich entspannter verbringen und positiver in den Arbeitstag starten.
Negativbild Selbstdisziplin
Zu viel Selbstdisziplin erzeugt oft aber auch Stress. Wer sich immer nur selbst antreibt und keinen Ausgleich schafft, powert sich auf Dauer aus. Selbstdisziplin kostet zwar Überwindung und Willenskraft, das bedeutet aber nicht, dass Du Dir alles verbieten musst. Verknüpfe Erfolge mit Belohnungen. Setze Dir realistische Ziele und übertreibe es nicht mit der Selbstdisziplin. Denn damit schadest Du Dir sonst nur selbst.
Selbstdisziplin oder Selbstbeherrschung verbinden viele mit dem Verschleiern oder Unterdrücken von Gefühlen. Solch eine Herangehensweise ist allerdings nicht gesund. Wenn Dir ein Thema Magenschmerzen bereitet, solltest Du es ansprechen, bevor es ein Magengeschwür verursacht. Da insbesondere das Einfühlungsvermögen zu einer der wichtigsten Sozialen Kompetenzen im Job zählt, ist Unterdrückung keine Alternative, da es das eigentliche Problem nicht löst.
Auch was die Arbeitsleistung angeht, solltest Du Dich nicht überfordern. Ständig auf Hochtouren zu arbeiten geht auf Dauer nicht gut. Körper und Geist werden bei permanenter Überforderung negativ reagieren. Schaffe Dir daher nach arbeitsintensiven Phasen Möglichkeiten des Ausgleichs.