Das Eisenhower-Prinzip
Der ehemalige amerikanische Präsident Dwight D. Eisenhower ist der Namenspatron des Eisenhower-Prinzips. Es erfasst die Dringlichkeit und Wichtigkeit jeder Aufgabe und ermittelt Prioritäten. Allerdings geht es dabei in erster Linie um die Entscheidung, welche Aufgaben der Anwender delegieren kann und welche er selbst erledigen sollte.
Die Basis des Eisenhower-Prinzips ist die ABC-Analyse, die wie das Pareto-Prinzip einen wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund hat. Als Entscheidungshilfe wählt der Anwender eine Matrix oder Entscheidungstafel. Die Oberkategorien sind Wichtigkeit und Dringlichkeit, darunter die Unterkategorien: „wichtig/nicht wichtig“ und „dringend/nicht dringend".
Eisenhower-Prinzip ordnet nach Wichtigkeit und Dringlichkeit
Der Anwender erfüllt zunächst die Aufgaben, die wichtig und dringend sind und fährt dann mit den Aufgaben fort, die ebenfalls wichtig sind aber eine geringere Dringlichkeit aufweisen. Die „nicht wichtigen“ Aufgaben kann er entweder delegieren oder aber hinten anstellen. Projekte, die weder besonders wichtig noch dringlich sind, kann er delegieren oder sogar verwerfen.
Praktisch angewendet hieße das etwa bei einem Auftrag für eine Werbeagentur:
- Priorität 1: Werbeprojekt A (viel Geld [wichtig]: 2 Wochen Zeit [dringend])
- Priorität 2: Werbeprojekt B (viel Geld: 6 Wochen Zeit)
- Priorität 3: Werbeprojekt C (wenig Geld: 2 Wochen Zeit)
- Priorität 4: Werbeprojekt D (wenig Geld: 6 Wochen Zeit)
Die höchste Priorität hat das Projekt, das schnell erledigt werden muss und einen hohen Wert hat. Danach folgt das Projekt, das ebenfalls einen hohen Nutzen bringt, aber ein größeres Zeitlimit hat. Bei dem Eisenhower-Prinzip ist Wichtigkeit bedeutsamer als Dringlichkeit. Allerdings können besonders dringende Projekte auch einem noch wichtigeren Projekt vorgezogen werden, wenn dessen Zeitlimit in weiter Ferne liegt. Welches Projekt im Einzelfall wichtiger ist, muss Jeder für sich entscheiden.
Delegieren mit dem Eisenhower-Prinzip
Das Eisenhower-Prinzip ist vor allem für Personen in Führungspositionen sinnvoll. Angestellte in ranggleichen Positionen können sich in der Regel nicht gegenseitig Aufgaben delegieren, sondern sich nur gegenseitig aushelfen. Jedoch können sie an hierarchisch tiefer positionierte Angestellte, wie Praktikanten oder Aushilfen, unwichtige und nicht dringende Aufgaben delegieren.