Ein Gespräch zwischen zwei Personen beginnt mit der Begrüßung (Anfangsphase), erreicht einen oder mehrere informelle Höhepunkte (Gesprächsmitte) und endet mit der Verabschiedung (Beendigungsphase). In einem Dialog können beide Gesprächspartner durchaus unterschiedliche Zielsetzungen haben. Wer sich mit Techniken Gesprächsführung auskennt, hat es leichter, seinen Standpunkt durchzusetzen oder dem anderen zumindest die eigene Zielsetzung zu verdeutlichen
Für eine zielgerichtete Gesprächsführung sind folgende Regeln zu beachten:
Selbst mit noch so großer Mühe und einer ausgefeilten Technik lassen sich bestimmte Ergebnisse nicht erzwingen. Dein Verhalten und Deine Handlungsmöglichkeiten können das Gespräch aber häufig in die gewünschte Richtung lenken. Um ein Gespräch optimal führen zu können, bedarf es aber einer gründlichen Vorbereitung. Kläre für Dich im Vorfeld die folgenden Punkte, um das Gespräch mit einer größeren Sicherheit angehen zu können:
Vor einem Gespräch wie einem Bewerbungsgespräch lässt sich nie mit Sicherheit sagen, welchen Verlauf es nehmen wird und was am Ende als Ergebnis herauskommt. Demzufolge stehst Du immer wieder aufs Neue vor der Herausforderung, durch das eigene Verhalten Einfluss auf den Gesprächsverlauf zu nehmen. Damit Du im Gespräch handlungsfähig bist, musst Du Dir klarmachen, welche Rolle Du einnimmst. Denn jeder Mensch spricht immer auch in einer bestimmten sozialen Rolle. Je nach (privater oder beruflicher Situation) agierst Du als Freund, Partner, Kollege, Vorgesetzter, Berater, Geschäftspartner etc. Je nachdem, welche Rolle Du einnimmst, hast Du in Hinblick auf die Gesprächsführung auch einen anderen Handlungsspielraum.
In der Gesprächsführung unterscheidet man symmetrische und asymmetrische Gespräche:
Bei einem (asymmetrischen) Vorstellungsgespräch sind die Fragen und Themen weitgehend festgelegt. Die Steuerung des Gesprächs übernimmt die Arbeitgeberseite. Als Bewerber kannst Du natürlich auch Fragen stellen, Dein Handlungsspielraum ist jedoch begrenzt. Deine Fragen im Vorstellungsgespräch können sich auf den Job oder das Unternehmen beziehen, solche Fragen werden zum Teil auch von Dir erwartet. Allerdings solltest Du als Bewerber natürlich keine Fragen stellen, die z.B. das Privatleben Deines Chefs betreffen.
Jedes Gespräch ist anders und für die Gesprächsführung gibt es kein Standardrezept. Doch in fast allen Beziehungen gibt es feste Rollenverteilung. Reflektiere Deine Rolle, Deine Position und Deine Erwartungen, und mache Dir diese bewusst. Dadurch kannst Du Dir eine bessere Argumentation aufbauen und das Gespräch in die gewünschte Richtung lenken. Versuche Grenzen realistisch einzuschätzen und nutze Deinen Freiraum.
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