Der Blickkontakt
Ein Blickkontakt kann das Eis zwischen zwei Menschen brechen oder die Ernsthaftigkeit einer Situation auch ohne Worte verdeutlichen. Er ist häufig der erste Schritt zur Kontaktaufnahme zwischen Gesprächspartnern. Innerhalb eines Gesprächs gibt es einige gesellschaftliche Regeln in Bezug auf den Blickkontakt. Du solltest sie beachten, um beispielsweise in einem Vorstellungsgespräch einen guten Eindruck zu hinterlassen.
Mit einem Blickkontakt die Aufmerksamkeit der Zuhörer sichern
Ein Redner muss zu seinen Zuhörern Blickkontakt aufbauen, damit diese eine Verbindung zu ihm eingehen und sich auf ihn konzentrieren. Wenn er spricht und sich die Zuhörer untereinander unterhalten, kann er zum Beispiel durch einen „strafenden“ Blick Ruhe einfordern und versuchen durch Blickkontakt Kontrolle auszuüben. Erst wenn das Publikum nicht reagiert, muss er verbale Mittel einsetzen.
Als Redner solltest Du in jedem Fall darum bemüht sein, dass möglichst alle Zuhörer Blickkontakt zu Dir herstellen kann, und Du ebenfalls alle Zuhörer mit einem Blick erfasst. Beim Halten einer Rede vor einem größeren Publikum ist es eine bewährte Technik, den Blick während des Vortrages gelegentlich von einer auf die andere Seite schweifen zu lassen oder aber einige gezielte Punkte anzuvisieren.
Blickkontakt zu Einzelpersonen – Kommunikation mit dem Gesprächsteilnehmer
Was für die breite Masse gilt, ist für Einzelgespräche oder Interaktionen mit wenigen Partnern - zum Beispiel in einem Vorstellungsgespräch - ebenfalls anwendbar. Sprichst Du mit zwei oder mehr Personen, solltest Du in erster Linie mit dem Sprecher Blickkontakt halten, aber dennoch zwischendurch auch den Blickkontakt zu den Beisitzern suchen, um diese in das Gespräch mit einzubinden. Ein Blickkontakt sollte mindestens eine Sekunde dauern, jedoch drei Sekunden in der Regel nicht überschreiten. Das Gespräch sollte dabei möglichst auf gleicher Augenhöhe stattfinden, ohne dass man herab oder aufblicken muss.
Starren und schnelle Blickwechsel
Bei offiziellen Gesprächen dient der Blickkontakt zur Versicherung von Aufmerksamkeit und Verständnis oder um jemanden aufzufordern, etwas zu tun.
Wenn Du Blickkontakt aufgebaut hast, wechsel nicht ständig zwischen den Augen Deines Gesprächspartners. Das wirkt hektisch. Wenn Du versuchst, Deinem Gegenüber in beiden Augen zu schauen, schnellen Deine Augen häufig hin und her. Daher schaut man auf ein Auge. Eine andere Möglichkeit besteht darin, den Blick auf den Nasenrücken des Gegenübers zu fokussieren.
„Anstarren“ wird von den meisten Menschen als unangenehm empfunden und ruft Abwehrreaktionen hervor. Wer angestarrt wird, versucht sich entweder abzuwenden, um dem starrenden Blickkontakt zu entkommen oder er starrt zurück, um sich zu wehren. Das wiederum kann (wechselseitig) Aggression auslösen.