Berufseinsteiger wissen oft nicht, wie sie die im Studium erlangten Fähigkeiten und Erfahrungen gehaltsmäßig einschätzen sollen. Dazu kommt, dass es in Deutschland eher unüblich ist, über das Gehalt zu sprechen. Doch wie soll man dann im Vorstellungsgespräch eine realistische Gehaltsforderung stellen? Eine individuelle Gehaltsanalyse kann hier Abhilfe schaffen.
Um eine individuelle Gehaltsanalyse durchführen zu können, müssen viele verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Allgemeine Gehaltsspiegel in Fach- und Tageszeitungen berücksichtigen diese nicht oder zu wenig. Neben der Unternehmensgröße spielt in erster Linie auch die Branche und die Region in der Du arbeitest eine Rolle. Oftmals können große und am Markt etablierte Unternehmen ihren Arbeitnehmern bessere Gehälter zahlen als kleine Familienbetriebe. Diese bieten allerdings andere, nicht-monetäre Vorzüge, wie mehr Verantwortung oder Mitentscheidungsrechte bei einzelnen Projekten.
Ebenso sind die regionalen Gehaltsunterschiede nicht zu unterschätzen. So verdienen die Arbeitnehmer im Süden Deutschlands meistens mehr als diejenigen im Norden. Selbiges gilt immer noch für den Gehaltsvergleich Ost und West. Die Arbeitnehmer im Osten verdienen im Schnitt etwa ein Drittel weniger, als ihre Kollegen im Westen für dieselbe Arbeit. Aber auch die Branche ist relevant. Tendenziell zahlen Firmen aus dem Finanzsektor, der Automobilindustrie und der Pharmabranche die besten Gehälter. Weniger gut verdienen hingegen Arbeitnehmer aus der Medien- und Werbebranche.
Neben den äußeren Bedingungen spielen persönliche Faktoren eine wichtige Rolle beim Ergebnis einer individuellen Gehaltsanalyse. Hierbei sind vor allem die Qualifikation, die Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit sowie das Geschlecht zu nennen. Die persönlichen Qualifikationen wie Studienabschluss, Studiengang und Spezialisierung sind ein ganz wesentlicher Bestandteil der Gehaltsanalyse. Je gefragter die Qualifikation, desto höher fällt auch das Gehalt aus. Gleichermaßen wirken sich viel Berufserfahrung und auch eine lange Betriebszugehörigkeit positiv auf das Gehalt aus.
Eine individuelle Gehaltsanalyse besteht aus vielen verschiedenen Komponenten, die in den meisten allgemein zugänglichen Gehaltstabellen nicht berücksichtigt werden. Eine persönliche Gehaltsanalyse ist demnach sehr zu empfehlen, damit Du Deinen Marktwert realistisch einschätzen kannst.
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