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Der Lebenslauf

Der Lebenslauf

Der Lebenslauf zeigt Deinen Werdegang mit allen relevanten Stationen und Leistungen auf. Für Personaler ist der Lebenslauf somit das wichtigste Dokument der Bewerbungsunterlagen. Manche Personaler beurteilen sogar den Lebenslauf, noch bevor sie das Anschreiben lesen. Deshalb ist ein guter Lebenslauf das A und O. Es gibt drei Arten von Lebensläufen, die für Deine Bewerbungsunterlagen relevant sein können. Den tabellarischen, den ausführlichen und den handschriftlichen Lebenslauf. Die gebräuchlichste Form ist ein tabellarischer Lebenslauf. Einige Arbeitgeber fordern in Stellenangeboten ab und zu auch eine der anderen Varianten.

Lebenslauf Aufbau und Inhalt

Aus formaler Sicht sollte Dein Lebenslauf (englisch: „Curriculum Vitae" (CV) nicht mehr als zwei DIN-A4 Seiten umfassen. Der inhaltliche Aufbau eines Lebenslaufes, ist unabhängig von der gewählten Variante, annähernd gleich:

Kontaktdaten

Positioniere Deine Kontaktdaten so, dass der Leser sie sofort entdeckt, entweder in der Kopfzeile oder aber z.B. links neben dem Bewerbungsfoto. Lies Dir auch das Kapitel Bewerbungsfotos durch um Deinen Lebenslauf optimal zu gestalten.

Persönliche Daten

Bei den persönlichen Daten führst Du Deinen Geburtstag und Geburtsort, außerdem Staatsangehörigkeit und Familienstand auf. Verzichte auf Angaben zur Religion oder Deinen Eltern, sie spielen bei Deiner Bewerbung keine Rolle.

Ausbildung

Angaben zur Ausbildung beziehen sich auf das Studium und / oder eine Ausbildung unter Angabe von thematischen Schwerpunkten. Außerdem vermerkst Du hier ausschließlich den letzten Schulabschluss. Gib bei allen Ausbildungsstationen auch Deine Endnoten und gegebenenfalls den Titel Deiner Abschlussarbeit an.

Praktika / Berufserfahrung

Praktika und Berufserfahrung kannst Du chronologisch auflisten oder aber antichronologisch, d.h. die jüngsten zuerst. Halte die gewählte Verfahrensweise innerhalb des gesamten Lebenslaufs durch, um die Übersichtlichkeit Deiner Angaben zu bewahren. Durch Zwischenüberschriften kannst Du diese Abschnitte nochmals unterteilen.

Kenntnisse / Interessen / Zusatzqualifikationen

Fremdsprachen, Computerkenntnisse und Auslandserfahrungen können wichtige Bewerbungskriterien sein. Denke an eine übersichtliche Anordnung z.B. durch prägnante Zwischenüberschriften. Die Überschrift „Sonstiges“ ist vielen Personalern zu allgemein und lässt Deine Kompetenzen weniger wichtig erscheinen. Wähle stattdessen Zwischenüberschriften wie „IT-Kenntnisse“ oder „Fremdsprachen“, sie sind spezifischer und bieten dem Leser eine bessere Übersicht. Bei Angaben wie Sprachen oder Software solltest Du auch gleichzeitig eine Einschätzung Deiner Kenntnisse vornehmen, z.B. „Englisch verhandlungssicher, Französisch Grundkenntnisse“. Hast Du einen Sprachtest wie den TOEFL (Test of English as a Foreign Language) absolviert, gib ihn als Beleg an. Neben den jeweiligen Stationen gibst Du auch die Zeiträume bzw. -Punkte Deiner Aktivitäten an. Bei einem tabellarischen Lebenslauf solltest Du eine ganze Spalte auf der linken Seite des Blattes zu diesem Zweck freihalten.

Lebenslauf Inhalt

Der Inhalt Deines Lebenslaufes bedarf einer stetigen Aktualisierung. Wenn Du z.B. bereits im Beruf stehst, musst Du nicht mehr jedes einzelne Praktikum aus dem Studium detailliert auflisten. Lege den Fokus statt auf Masse, auf die branchenspezifische Praxis, die Dich beruflich weiterbringt. Vermeide es den gleichen Lebenslauf für alle Bewerbungen zu verwenden, denn auch im Lebenslauf kannst Du Deine Fachkenntnisse oder Projekterfahrungen betonen. Lass z.B. Praktika weg, wenn sie nicht relevant für die angebotene Stelle sind und zudem keine Lücke in Deinem Lebenslauf erzeugen.

Lücken im Lebenslauf

Lücken im Lebenslauf gilt es zwar zu vermeiden, aber unter einer Dauer von drei Monaten sind sie häufig unproblematisch. Hast Du Dich arbeitssuchend gemeldet, kannst Du dies in Deinem Lebenslauf ruhig so wiedergeben. Kein Personaler erwartet heutzutage, dass der Arbeitnehmer seit seinem Studium oder der Ausbildung durchgängig beschäftigt war. Bleib bei der Wahrheit wenn Dich jemand nach den Lücken in Deinem Lebenslauf fragt, denn Lügen kommen immer ans Licht. Beachte: Gibst Du persönliche Gründe, wie z.B. eine Krankheit als Ausschlaggeber für die Lücke an, darf der Arbeitgeber keine weiteren Fragen zu Deinem Gesundheitszustand stellen. Selbst wenn er nachhakt, bist Du nicht verpflichtet zu antworten.

Vor- und Nachteile eines Lebenslaufs

Ein gut gemachter tabellarischer Lebenslauf bietet eine gut strukturierte Übersicht über Deinen bisherigen Werdegang. Neben den Angaben, die Du zu Deiner Person und Deiner Laufbahn machst, gibst Du dem Leser auch Informationen über den zeitlichen Verlauf. Durch die Strukturierung mittels Zwischenüberschriften und anderen Layout-Elementen, ist der tabellarische Lebenslauf für den Personaler auch eine wichtige Gedächtnisstütze. Im Bewerbungsgespräch Bewerbungsgespräch kann er auf bestimmte Stationen Deines Werdegangs näher eingehen und Auffälligkeiten in Deinem Lebenslauf hinterfragen. Ein Lebenslauf in Aufsatzform, besonders aber ein handschriftlicher Lebenslauf, ermöglicht keinen solchen Überblick. Diese Lebensläufe eignen sich um Deine sprachlichen Fähigkeiten zu überprüfen, führen aber durch die Menge an Daten und Fakten häufig zu einem monotonen und schwer verständlichen Text. Der Personaler muss sich zudem für die Bearbeitung solcher Lebensläufe viel mehr Zeit nehmen. Beachte: Fertige immer einen tabellarischen Lebenslauf an, wenn das Stellenangebot keine näheren Angaben macht. Richte den Inhalt des Lebenslaufs immer auf die Anforderungen der Stelle aus. Hast Du beispielsweise mehrere Praktika innerhalb des Studiums absolviert, nenne nur Pflichtpraktika und Praktika, die für das Berufsfeld relevant sind. Hast Du neben dem Studium in einem verwandten Bereich gearbeitet, kannst Du auch diese Berufserfahrung aufführen, etwa statt eines fachfremden Praktikums. Integriere auch einzelne relevante Kurse aus dem Studium oder Weiterbildungen in Deinen Lebenslauf, wie z.B. ein Kurs in BWL, wenn Du Dich als Geisteswissenschaftler auf ein Stellenangebot mit wirtschaftswissenschaftlichem Bezug bewirbst.

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