Finanzkrise. Das „Wort des Jahres 2008“ ist auch im neuen Jahr noch in aller Munde. Besonders interessieren natürlich die Effekte auf die Wirtschaft im Allgemeinen und die Effekte auf den Arbeitsmarkt im Speziellen. Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch niemand die vollen Auswirkungen vorhersagen. Die Wirtschaftsinstitute übertreffen sich gegenseitig mit immer neuen Negativ-Prognosen.

Das Kieler Institut für Wirtschaftsforschung rechnet für 2009 sogar mit einem 2,7-prozentigen Minus des Wirtschafts-„Wachstums“. Demnach steht uns also eine schwere Rezession ins Haus. Diese Nachrichten haben zur Folge, dass sich angesichts der Finanzkrise immer mehr Arbeitnehmer Sorgen um ihren Job machen, wie eine Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung ergab. Diese Sorgen sind sicherlich nicht unberechtigt, auch wenn beispielsweise viele der DAX-Konzerne angekündigt haben, 2009 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten.
Akademiker langfristig mit exzellenten Job-Aussichten
Im Laufe der vergangen Jahrzehnte gingen die Arbeitslosenzahlen hoch und wieder runter. Eine Konstante gab es dabei aber sehr deutlich zu beobachten: Bildung schützt vor Arbeitslosigkeit. Im Mittel betrug die Arbeitslosenquote von Akademikern in den letzten 15 Jahren jeweils ungefähr ein Drittel der Gesamt-Arbeitslosenquote. Auch in schwierigen konjunkturellen Zeiten stieg sie deutlich langsamer an als die durchschnittliche Arbeitslosenquote und blieb immer konstant unter 5 %. (Demnächst werden wir die Zahlen noch einmal genauer aufschlüsseln und die Beschäftigungschancen nach verschiedenen Fachrichtungen unter die Lupe nehmen.)
Jung-Akademiker oftmals mit Problemen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt
Pauschal gilt also: Der Arbeitsmarkt für Akademiker ist von der Finanzkrise zwar deutlich weniger stark betroffen – unabhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung ist er aber nicht! Eine 100%ige Job-Garantie oder ein Selbstläufer ist ein abgeschlossenes Studium also nicht. Zwar sei laut einer Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB, 18/2008) „etwa ab Mitte Dreißig […] fast das gesamte akademische Bevölkerungspotenzial erwerbstätig“, doch die Hürde besteht für viele Jung-Akademiker darin, nach dem abgeschlossenen Studium überhaupt erst einmal den Einstieg in das Berufsleben zu finden.
Wie Du als Jung-Akademiker Deine Chancen für den Berufseinstieg und auf dem Arbeitsmarkt verbessern kannst, erfährst Du im 2. Teil unserer Serie „Finanzkrise und Arbeitsmarkt“ im Karriereblog der Jobbörse ABSOLVENTA.
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Hier erfährst Du, wie Du als Finanzberater auch in der Krise Karriere machen kannst.
[...] Ingenieure sind immer gefragt, auch mitten in der Finanzkrise. Während immer mehr deutsche Unternehmen Einstellungsstopps verhängen, werden Fachkräfte der sogenannten MINT-Qualifikationen (Mathematiker, Ingenieure, Naturwissenschaftler, Techniker) nach wie vor händeringend gesucht. Allen voran: Ingenieure, vor allem in den Fachrichtungen Maschinenbau, Anlagenbau und Fahrzeugtechnik. Wie es um die Job- und Karriere-Chancen für Ingenieure wirklich bestellt ist, behandeln wir heute in unserer Serie zu Finanzkrise und Arbeitsmarkt. [...]
„Es gibt in der Volkswirtschaft keinen Grund, was eine allgemeine Krise und damit Arbeitslose zur Notwendigkeit macht. Es gibt nie eine allgemeine Überproduktion, solange das Geld der Verbraucher nicht bis zum Wochen- oder Monatsende reicht für noch notwendige Käufe. Jeder Verbraucher ist doch, seit eh und je, Teil des Absatzmarktes in seiner Volkswirtschaft, ist doch „Arbeitsplatz“ in der gleichen Größe wie sein Verbrauch, sein „Absatzmarkt“. Aber zwischen „Arbeitsplatz“ (Hände die arbeiten) und den Verbrauch – „Absatzmarkt“ (Hände die kaufen) – hat sich in unsere tausendfältige Arbeitsteilung etwas geschoben, das nur allzu selbstverständlich hingenommen wird – Geld. Studieren wir doch diese uralte Erfindung genauer, zumal in unserem heutigen System. Viele unserer heute so rätselhaften Faktoren werden sich aufhellen, werden immer klarer vor uns liegen.“
Silvio Gesell, aus „Die Ausbeutung, ihre Ursachen und ihre Bekämpfung“
Der „Jahrhundertökonom“ John Maynard Keynes wusste, dass Silvio Gesell in allen Punkten Recht hatte, und er wusste, dass die Weltwirtschaft letztlich auf die globale Liquiditätsfalle (die heute kurz bevor steht!), zusteuern würde. Anderenfalls hätte er nicht 1944 auf der Konferenz von Bretton-Woods eine internationale umlaufgesicherte Währung (Bancor) vorgeschlagen.
Keynes war mit Sicherheit nicht so dumm, selbst daran zu glauben, dass konstruktiv umlaufgesichertes Geld (Freigeld) wieder durch irgendwelche „Ersatzzahlungsmittel“ aus dem Umlauf gedrängt werden könnte. Dennoch gebrauchte er diese Ausrede, um seine „Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes“ (1935) an die „hohe Politik“ verkaufen zu können, von der er wusste, dass sie diese mit Begeisterung annehmen würde; denn nichts freut einen Politiker mehr, als auch noch mit „wissenschaftlicher Legitimation“ in der freien Marktwirtschaft herumpfuschen zu dürfen.
Keynes wusste auch, dass letztlich an der Natürlichen Wirtschaftsordnung kein Weg vorbei führt, aber die „hohe Politik“ wäre dann obsolet. Die Frage ist also nicht, was heute (2009) unternommen werden muss, um die gegenwärtige „Finanzkrise“ zu überwinden, und warum insbesondere so genannte „Wirtschaftsexperten“ und auch die „hohe Politik“ sie gar nicht überwinden können und wollen!
Die Frage ist: welcher kollektive Wahnsinn hielt die halbwegs zivilisierte Menschheit sogar noch bis ins 21. Jahrhundert hinein davon ab, die Natürliche Wirtschaftsordnung (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus = echte Soziale Marktwirtschaft) zu verwirklichen? Warum musste es soweit kommen, dass wir erst im Angesicht der maximalen Katastrophe (die globale Liquiditätsfalle bedeutet das Ende der Zivilisation!) dazu bereit sind, endlich unseren Verstand zu gebrauchen? Lassen wir dazu den wohl bedeutendsten Futurologen des 20. Jahrhunderts, Sir Arthur Charles Clarke, zu Wort kommen:
“Ich glaube – und hoffe – auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten.”
Machtausübung ist Dummheit und allgemeiner Wohlstand ist selbstverständlich – sobald die Religion überwunden ist, die schon immer die Aufgabe hatte, die Fehler der Makroökonomie aus dem Bewusstsein des arbeitenden Volkes auszublenden. Die Religion (Rückbindung auf einen künstlichen Archetyp) war solange notwendig und sinnvoll, wie niemand diese Fehler zu beheben wusste, die zwangsläufig zu systemischer Ungerechtigkeit und damit zu Massenarmut und Krieg führen. Ohne die selektive geistige Blindheit, die uns „wahnsinnig genug“ für die Benutzung von Zinsgeld machte, und die noch heute die Menschheit in Herrscher (Zinsprofiteure) und Beherrschte (Zinsverlierer) unterteilt, wäre unsere Zivilisation nie entstanden.
Erst der Prophet Jesus von Nazareth erkannte, wie die Makroökonomie zu gestalten ist, damit niemand einen unverdienten Gewinn auf Kosten der Mehrarbeit anderer (Frucht vom Baum der Erkenntnis) erzielen kann. Doch mit dem Cargo-Kult des Katholizismus mutierte die seit Jesus eigentlich überflüssige Religion vom Wahnsinn mit Methode zum Wahnsinn ohne Methode: weitere 1600 Jahre Massenarmut und Krieg, seit der Vernichtung der Gnosis (Kenntnis) im vierten Jahrhundert.
Die „heilige katholische Kirche“ degradierte das Genie zum moralisierenden Wanderprediger und projizierte das von Jesus vorhergesagte „Königreich des Vaters“ (Freiwirtschaft, Vater der Kultur = Kreditangebot), in dem die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beendet ist, auf ein hypothetisches „Himmelreich“ der Toten, nur um selbst eine „Moral“ verkaufen zu können, die in der idealen Makroökonomie so sinnlos ist wie eine Taschenlampe bei Sonnenschein.
Der religiöse Wahnsinn beließ die Menschheit in der systemischen Ungerechtigkeit des Privatkapitalismus (Erbsünde) und ließ so dem ersten Weltkrieg noch einen zweiten folgen, obwohl der Sozialphilosoph Silvio Gesell bereits 1916, unabhängig von der Heiligen Schrift und erstmals auf wissenschaftlicher Grundlage, genau das wieder beschrieb, was der geniale Prophet Jesus von Nazareth als erster Denker in der bekannten Geschichte als Wahrheit erkannt hatte: absolute Gerechtigkeit durch absolute Marktgerechtigkeit.
Heute (2009) sind wir an genau dem Punkt angekommen, den die israelitische Priesterschaft schon vor 2600 Jahren vorhergesehen hatte: Wir stehen unmittelbar vor der globalen Liquiditätsfalle (Armageddon), der totalen Selbstvernichtung, denn der Krieg (umfassende Sachkapitalzerstörung) konnte nur solange der Vater aller Dinge sein, wie es noch keine Atomwaffen gab!
Doch ein Atomkrieg ist gar nicht erforderlich, um unsere ganze „moderne Zivilisation“ auszulöschen; es reicht aus, wenn wir weiterhin an den „lieben Gott“ (künstlicher Archetyp: Jahwe = Investor) glauben und ein allgemeines Zwischentauschmittel mit parasitärer Wertaufbewahrungsfunktion (Zinsgeld) verwenden.
Ich wünsche dem einstigen Land der Dichter und Denker Viel Erfolg bei der „Auferstehung aus der religiösen Verblendung“ noch vor dem jüngsten Tag (1. Januar 2010).
Dass sich die Wirtschaftsinstitute mit negativ Prognosen übertreffen, verwundert keinenfalls in dem Land der Pessimisten, wie es scheint. Man sollte die Krise doch als Motor für Kreativität sehen, schließlich hat die Vergangenheit gezeigt, dass es die Menschen immer wieder mit Krisen, Kriegen und schweren Zeiten zu tun hatten, doch es ist zumeist auch etwas Positives daraus entstanden. Und gerade in Anbetracht der Vergangenheit muss man doch sagen, dass wir uns heutzutage doch noch auf einem sehr hohen Niveau beschweren.