Europavergleich: Hohes Einstiegsgehalt für deutsche Absolventen

Die Einstiegsgehälter für Absolventen sind bei den von der Corporate Research Foundation (CRF) ausgezeichneten TOP-Arbeitgebern* in Deutschland höher als im Europadurchschnitt. Das geht aus einer CRF-Studie hervor. Die Studie zeigt, dass junge deutsche Akademiker, die den Einstieg bei einem, der von der CRF ausgezeichneten Spitzenunternehmen schaffen, deutlich mehr verdienen als die Berufseinsteiger in den meisten anderen europäischen Ländern.

Gehalt und Einstiegsgehalt
  1. Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt?
  2. Gehaltsverhandlung und Gehaltserhöhung
  3. Große Gehaltsunterschiede bei Trainees
  4. Gehaltsrechner und Gehaltsvergleich
  5. Boni, Prämien und geldwerte Vorteile
  6. Europavergleich: Hohes Einstiesgehalt für deutsche Absolventen

Durchschnittliches Einstiegsgehalt für Absolventen bei deutschen TOP-Firmen rund 39.000 Euro

Durchschnittlich verdient ein Hochschulabsolvent in Europa ohne Berufserfahrung bei den ausgezeichneten TOP-Arbeitgebern demnach ca. 31.400 Euro. In Deutschland hingegen beträgt das Gehalt bereits beim Berufseinstieg im Durchschnitt 38.962 Euro.

Laut der Studie liegt die Schweiz bei den Einstiegsgehältern an erster Stelle. Hier können die Absolventen bei den besten Arbeitgebern mit einem Gehalt in Höhe von durchschnittlich 56.700 Euro rechnen. Andere Länder, die im Europavergleich überdurchschnittliche Einstiegsgehälter zahlen, sind Belgien und die Niederlande mit etwas mehr als 35.000 Euro pro Jahr. Am niedrigsten sind die Einstiegsgehälter für Absolventen in Italien (21.882 EUR) und Spanien (24.432 EUR).

Zum Teil sind die Gehälter aber auch erfolgsabhängig. In der Schweiz sind 22 Prozent des Gehalts an die Leistung des Mitarbeiters gekoppelt, in Deutschland nur etwa 12 Prozent. Spitzenreiter bei dem leistungsbemessenen Gehalt ist Großbritannien: 28,5 Prozent des durchschnittlichen Gehalts von etwa 28.000 Euro werden nach Leistung bezahlt.

Weitere Gratifikationen

Andere geldwerte Vorteile erfolgen beispielsweise über einen Firmenwagen. Diese bieten 93 Prozent der deutschen TOP-Arbeitgeber an – allerdings nicht für alle Mitarbeiter sondern in erster Linie für Führungskräfte. Die Kinder der Mitarbeiter scheinen den TOP-Unternehmen in Deutschland ebenfalls am Herzen zu liegen. 61 Prozent der TOP-Arbeitgeber bieten eine Betreuung an, was im europäischen Vergleich, die mit Abstand größte Anzahl an Kinderbetreuungsplätzen ist. Der europäische Durchschnitt liegt hier bei 31 Prozent.

Unterdurchschnittlich schloss Deutschland allerdings die Rangliste bei den Verlängerungen der Erziehungszeit ab. Nur etwa 31 Prozent der von CRF-analysierten Unternehmen räumt berufstätigen Eltern eine Ausweitung der Elternzeit ein, gegenüber 57 Prozent im europäischen Vergleich.

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*CRF zeichnet Unternehmen für herausragende Arbeits- und Karrierebedingungen als so genannte „TOP-Unternehmen“ aus. Im Mittelpunkt steht dabei, welches Umfeld die Firmen ihren Mitarbeitern bieten und welche beruflichen Entwicklungen möglich sind. In die Bewertung fließen dabei auch die Faktoren Gehalt, Work-Life-Balance, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, Jobsicherheit und die Unternehmenskultur ein.

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3 Kommentare

  1. [...] This post was mentioned on Twitter by Christopher Bauer. Christopher Bauer said: @Absolventa Blog: deutsche Absolventen beziehen im europäischen Vergleich mit die höchsten Einstiegsgehälter: http://tinyurl.com/lse86u [...]

  2. Natürlich steigen die Gehälter in der Krise. Dies bedeutet aber nicht, dass die Situation besser ist. Die Studie vernachlässigt vollkommen, dass in der Krise von vielen Unternehmen nur noch hoch qualifizierte Absolventen eingestellt werden. Dies bedeutet jedoch für den normalen Absolventen, dass er massive Einbußen in kauf nehmen muss, oder erst gar keinen Job findet, da er sich zusätzlich noch mit Bewerbern mit viel Berufserfahrung auseinandersetzen muss.
    Möchte man eine aussagekräftige Studie erstellen, so müssen weitere Faktoren berücksichtigt werden. Zu diesen Faktoren gehört, dass Arbeitslosigkeit unter den Jungakademikern berücksichtigt wird, dass die länger der Zeit berücksichtigt wird, die ein Absolvent im Schnitt braucht um einen Job zu finden. Das Problem an der Studie ist, dass natürlich nicht berücksichtigt wird, dass nur noch hoch qualifizierte Absolventen eingestellt werden. Demnach ist die Studie in meinen Augen nicht aussagekräftig.

  3. @christian: naja, diese “top-arbeitgeber” können sich die besten leute aussuchen, aber das ja schon immer so und ist keine neue erkenntnis bzw. verfälscht die ergebnisse dadurch nicht. von daher hat diese studie schon eine aussagekraft. außerdem soll es beider studie doch gar nicht um arbeitslose akademiker gehen, das wäre ein komplett anderes thema.

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