Der Business-Dresscode – Wie sich Kleidung auf die Karriere auswirken kann
Geschrieben am 11.10.2010 von Jasmin Rudolph
Kleider machen Leute! Diese These klingt zwar recht oberflächlich ist aber dennoch nicht von der Hand zu weisen. Gerade in der Arbeitswelt ist sie unumstritten.
Laut Imageberaterin Christiane Dierks kann das richtige Outfit sogar die Karriere unterstützen. Selbstverständlich kann auch das beste Outfit die fachliche Leistung nicht ersetzen, aber es kann den Träger durchsetzungsfähiger, kompetenter, kommunikativer oder einfach nur größer oder seriöser aussehen lassen.
Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance
In der Wahrnehmung des Menschen ist der erste Eindruck entscheidend. Es liegt in unserer Natur unser Gegenüber nach der äußeren Erscheinung zu beurteilen, dazu gehört auch die Kleidung.
Schaut man in der menschlichen Entwicklung zurück, war es überlebensnotwenig, sein Gegenüber schnellstmöglich als Freund oder Feind einschätzen zu können. Untersuchungen ergaben, dass das Unterbewusstsein nur maximal 7 Sekunden braucht sich ein Bild des Gegenübers zu machen und es in eine „Schublade“ zu stecken.

Ungeschriebene Kleiderregeln
Eine gewisse „Kleiderordnung“ im Beruf ist in erster Linie von der Branche abhängig. Die konservative Versicherungs- oder Finanzbranche setzt auch eine ebenso konservative und seriöse Kleidung voraus. In kreativen Berufen ist auch die Garderobe meist legerer und individueller.
Wenn kein Kundenkontakt besteht, ist auch die sogenannte gehobene Freizeitkleidung wie eine edle Jeans mit einem Jackett oder die Bluse zum Rock gängig.
Wichtig ist nicht nur das eigene Wohlgefühl in der Kleidung, sondern auch der Eindruck den sie hinterlassen soll. Immerhin repräsentiert der Träger das Unternehmen bei Terminen oder beim Kunden.
Ein zu legeres oder zu sportliches Outfit lässt den Träger schnell unseriös und unprofessionell wirken. Auch eine zu verspielte und zu körperbetonte Mode kann sich nachteilig auswirken. Der Träger oder die Trägerin erntet zwar mehr Aufmerksamkeit mit dem Outfit, allerdings wird in den meisten Fällen auch weniger Kompetenz unterstellt. Dies kann gerade beim Berufseinstieg ein wichtiges Auswahlkriterium sein.
Mit der Kleidung die Wirkung nach außen verändern
Die optimale Kleidung sollte sowohl zum eigenen Typ als auch zur beruflichen Situation passen. Laut Charisma-Trainerin Julia Sobainsky sollte man immer die Kleidung tragen, die auch eine Hierarchieebene höher getragen wird.
Aber die richtigen Farben oder Schnitte können auch Wirkung auf die Kollegen beeinflussen. So wirken starke Kontraste und dunkle Farben oft kühl und distanziert, während harmonisch abgestimmte Farbtöne freundlicher und kommunikativer wirken.
Auf die Details kommt es an
Grundsätzlich gilt, dass das Gesamtbild gepflegt sein muss. Dazu gehören die geputzte Brille, gepflegte Haare, Nägel und Schuhe. Die Schuhe sowie die übrigen Accessoires sollten hochwertig und klassisch sein, ebenso wie die Stoffe, Muster, Schnitte und Farben.
Herren sollten darauf achten, dass das Sakko des Anzuges im Stehen bis auf den untersten Knopf immer geschlossen ist und Hemden immer langärmelig sein sollten. Die Strümpfe müssen auf die Farbe der Schuhe abgestimmt sein und sollten bis zum Knie reichen, da ein nacktes Männerbein beim Geschäfts- oder Vorstellungsgespräch wenig professionell wirkt.
Für Frauen gilt, sie sollten mit ihren Reizen geizen und auch Make-Up und Frisur dezent gestalten. Accessoires sollten sparsam eingesetzt werden und Parfums oder Rasierwasser nur in Maßen aufgetragen werden.
Im Zweifelsfall sollte die Kleidung eher konservativer als zu leger ausfallen.
In unseren Artikeln „Auf die Größe kommt es an! – Wie sich die Körpergröße auf die Karriere auswirkt!“ und „Macht Schönheit erfolgreich? Über den Zusammenhang von Attraktivität und Erfolg“ zeigen wir, dass auch die Körpergröße und Attraktivität einen großen Einfluss auf die Wahrnehmung anderer haben kann.
Geschrieben in: Arbeitspsychologie
















