In einer konjunkturellen Krise kommen viele Bewerber auf wenige Stellen. Da ist die entscheidende Frage: Wie kann sich ein Bewerber von seinen Konkurrenten positiv unterscheiden? Natürlich ist es branchenabhängig, wie viele Bewerbungen auf einen Job kommen, jedoch sind gerade die Stellen für Absolventen der geisteswissenschaftlichen Studiengänge hart umkämpft. Hier kann eine gute Online Reputation (der digitale Ruf im Internet) den Ausschlag geben. Ein wichtiger Faktor kann dabei eine eigene Homepage sein.
Online-Bewerbungen auf dem Vormarsch
Bewerbungen werden heutzutage meistens online abgegeben. Laut verschiedenen Umfragen unter Personalern bevorzugen zwischen 70 und 80 Prozent der Unternehmen eine Bewerbungsmail mit den Bewerbungsdokumenten im Anhang gegenüber einer klassischen Bewerbungsmappe. Insbesondere große Unternehmen benutzen auch eigene Online-Bewerbungsportale als Recruiting-Kanal.
Online Reputation Management
Ein gutes Online Reputation Management ist wichtig. Immer mehr Personaler halten im Internet nach weiteren Informationen über die Bewerber Ausschau. Die Personaler googlen zwar nicht jeden Bewerber – das wäre viel zu zeitintensiv – schauen sich jedoch die Kandidaten in der engeren Auswahl regelmäßig genauer an. Daher solltest Du darauf achten, dass im World Wide Web ein gutes Bild von Dir präsent ist. Das heißt nicht, dass Du im Netz unsichtbar sein sollst. Ein gepflegtes Xing-Profil oder Hinweise auf Vereinsmitgliedschaften, soziales Engagement, ein eigener Blog oder dergleichen können einen Personaler neugierig machen und Dich ins positive Licht rücken. Auch mit einer eigenen Homepage kannst Du das Interesse des Personalers wecken.
Homepage kann den Unterschied machen
Im Online-Zeitalter ist eine eigene Homepage relativ einfach zu realisieren – auch für Nicht-Informatiker. Verschiedene Webhosting-Anbieter stellen ein Designmuster, eine Domain und Webspace für eine kleine monatliche Gebühr zur Verfügung. Damit der Besucher der Homepage direkt weiß, mit wem er es zu tun hat, ist es sinnvoll Deinen Namen in die Domain einzubauen. Wenn Du einen eher gewöhnlichen Namen hast, den es schon in Form einer Internetseite gibt, musst Du etwas Kreativität beweisen, z.B. Bindestriche oder Deinen Zweitnamen in die URL mit einbauen.
Obwohl immer mehr Absolventen sehr internet-affin sind, haben bisher nur die wenigsten eine eigene Homepage – daher kann diese den entscheidenden Vorteil auf der Jagd nach dem Traumjob bringen. Es ist wichtig, dass eine Homepage eine Struktur hat und insgesamt einen positiven Eindruck macht. Eine langweilige, ungepflegte oder veraltete Homepage wirkt negativ. Damit lässt sich im Wettstreit um den Job nicht punkten. Daher gilt für Bewerbungen: Besser keine Homepage als eine schlechte.
Seriöse oder kreative Homepage?
Je nachdem, wie kreativ Du bist und in welcher Branche Du Deinen Berufseinstieg anstrebst, kannst Du Deine Homepage gestalten. Bei Künstlern oder Designern bietet sich eine kreativere Gestaltung an, bei einem Bankkaufmann oder einem Ingenieur eher ein seriöses Design. Letztendlich sollte es aber kein falsches Bild von Dir zeichnen.
Welche Inhalte auf die eigene Homepage?
Auf eine Homepage können sowohl private als auch bewerbungsrelevante Daten stehen. Dabei gilt: Der Besucher der Seite soll einen positiven Eindruck bekommen, es geht aber nicht darum, sämtliche Informationen von sich Preis zu geben.
Neben dem Werdegang und Arbeitsproben (z.B. Fach-Artikel, Grafiken) kannst Du beispielsweise Literaturtipps geben (z.B. eine Rubrik: „Meine zuletzt gelesenen Bücher“) oder interessante Artikel aus dem Netz verlinken, aus welchen der Personaler Deine Interessen und Fähigkeiten ableiten kann. Zudem bietet es sich auch an, auf andere Webseiten wie die eigenen Profile bei Xing, Facebook und Twitter zu verlinken oder auch die Homepage der Uni oder des Instituts, wenn man dort als HiWi oder Tutor tätig war.
Speziell bei der Auswahl der Bilder für Deiner Homepage solltest Du vorsichtig sein. Ein Personaler, der sich die Seite anschaut, unterscheidet nicht zwischen privaten und beruflichen Bildern. Sein Eindruck setzt sich aus den gesamten Bildern und Inhalten zusammen.
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